Unternehmen und Bewegtbild – Wie bewegen sich deutsche Firmen auf YouTube?

Ich beschäftige mich schon lange mit der Verknüpfung von Bewegtbild und Social Media. Am Anfang lag mein Schwerpunkt auf Social TV, also wie man das klassische Fernsehen und die digitalen Medien miteinander verbindet. Da ich beruflich wenig mit Fernsehsendern, dafür aber sehr viel mit Unternehmen und deren Umgang mit Social Media zu tun habe, lag es nahe, mich mit Corporate TV bzw. Corporate YouTube intensiver zu beschäftigen. Weiterlesen

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Politik, Bewegtbild und Social Media

Letztes Jahr zur US Wahl war die Einbindung von Social Media Inhalten in Politiksendungen noch Neuland. Sowohl die ARD als auch das ZDF haben sich durch eigene Sendungen an das Thema Social TV im politischen Kontext in der Wahlnacht herangetastet.

Social TV Angebot der ARD zur US Wahl

Das Social TV Angebot der ARD verzeichnete nach Angaben der Rundfunkanstalt knapp 90.000 Besucher zwischen 22.45 Uhr und 5.00 Uhr. Zu dem damaligen Zeitpunkt bereits sehr gute Zahlen.

Jetzt – ein Jahr später – ist die Einbindung von Zuschauermeldungen von den verschiedenen Social Media Plattformen nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Sendungen zur diesjährigen Bundestagswahl haben Inhalte aus Social Media integriert. Eine Webseite zur Sendung, auf der die verschiedenen Inhalte der Social Media Kanäle mit eigenem Kommentarsystem kumuliert werden, ist mittlerweile Standard. Der direkte Rückkanal der Social Media Beiträge in die Sendung war bisher allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Hier hat sich in den letzten Monaten und vor allem bei den Formaten zur Bundestagswahl einiges getan.

Da wäre z.B. die Sendung „Überzeugt uns“, die im am 26. August spätabends in der ARD ausgestrahlt worden ist.

Einblendung von Tweets in der Sendung

Die Sendung wurde von Tagesthemen-Sprecher Ingo Zamperoni und Katrin Bauernfeind moderiert. Richard Gutjahr hat zusammen mit dem Social Media Team des SWR das Web im Blick gehabt und als „Twittertussi“ immer wieder interessante Beiträge aus dem Netz während der Sendung vorgelesen. In sogenannten Speeddating-Runden mussten die Politiker in 15 Sekunden zudem Fragen der Zuschauer beantworten. Wie das Bild mit Claudia Roth zeigt, wurden auf dem Fernsehbildschirm darüber hinaus Beiträge aus dem Web eingeblendet.

Ein weiteres Angebot der ARD zur Wahl war der Kanzlercheck. Hier konnten die Zuschauer bereits einige Wochen vor den eigentlichen Interviews mit Angela Merkel und Peer Steinbrück ihre Fragen an die beiden Kanzlerkandidaten einreichen. Damit sich die Zuschauer bereits vorab zu den Wahlthemen informieren konnten und um bereits Content auf der Seite zu haben, wurden sämtliche Inhalte der ARD für die junge Zielgruppe zur Wahl auf der Seite integriert, dazu gehörten beispielsweise auch die beiden Wahlspecials der Sendung Klub Konkret. Über 500 Fragen wurden insgesamt von den Zuschauern eingereicht.

Webseite des Kanzlercheck

Das ZDF hatte zum TV Duell, wie bereits bei der Sendung „Die Debatte“, die Aktivitäten auf Twitter in einem #ZDFnetzradar auf der eigenen Seite gespiegelt. Auf diese Weise konnten Interessierte mitverfolgen, wie viele Tweets während der Sendungen zum TV Duell an sich und zu #Merkel oder #Steinbrueck veröffentlicht worden sind.

ZDRnetzradar zum TV Duel

Die Öffentlich-rechtlichen-Sender waren also insgesamt sehr aktiv bei der Verknüpfung der Formate mit Social Media. Der Sender Pro7, der mit Stefan Raab den einzigen Moderator eines privaten Senders im TV Duell gestellt hatte, hatte für das TV Duell mit #P7TVDuell ein eigenes Hashtag zur Sendung im Einsatz. Wer das TV Duell auf ProSieben mitverfolgt hat, konnte auf deren Social TV Plattform ProSieben Connect auf dem Second Screen mitdiskutieren.

Im Vergleich zur Quote war der Anteil der Social Media Beiträge verhältnismäßig gering. Bei circa 17,64 Millionen Zuschauern haben etwa 36.000 Twitter-Nutzer das Fernsehduell in rund 173.000 Tweets mit dem Hashtag #TVDuell kommentiert.

Durch die zunehmende Einbindung von Social Media in TV-Sendungen wird diese Zahl jedoch steigen. Durch die Einführung von Hashtags bei Facebook wird auch dieses Social Netzwerk zukünftig eine wichtige Rolle im Bereich Social TV spielen.

Durch YouTube & Co haben neben den Fernsehsendern aber auch die Zuschauer die Möglichkeit eigene Inhalte ins Netz zu stellen. Der Journalist Tilo Jung hat Anfang des Jahres die Serie „Jung und naiv“ gestartet, in der er Politiker und Experten mit simplen und naiven Fragen zu politischen Themen löchert.

Bildschirmfoto 2013-10-01 um 21.48.13

Der im August in Deutschland gestartete Social TV Sender joiz hat Tilo Jung für mehrere Folgen im Rahmen der Wahl verpflichtet. Während der Ausstrahlung im TV hat Tilo Jung die Fragen der Zuschauer beantwortet. Auf diese Weise hat es ein Webformat ins klassische Fernsehen geschafft.

Jung und naiv bei joiz

Auch die Sender stellen ihre Inhalte bei YouTube ein. In der Sendung Tagessschaum wurden im Rahmen der Wahl ab Mitte Juni jeweils drei Sendungen pro Woche mit politischen Themen des Tages produziert und vorab bei YouTube eingestellt, bevor die Sendung schließlich im TV ausgestrahlt worden ist. Hier galt also Online first.

Ein weiterer Journalist, der sich mit eigenem YouTube Kanal inhaltlich der Politik und den Wahlen gewidmet hat ist Mirko Drotschmann. Ähnlich wie bei Tilo Jung war die Intention für den Kanal MrWissen2go bestimmte Dinge einfach mal simpel zu erklären. In (fast) fünf Minuten Videos stellt Mirko Drotschmann beispielsweise die verschiedenen Parteien inkl. Parteigeschichte vor. Am Wahlabend hat Mirko Drotschmann mit anderen YouTubern, wie z.B. LeFloyd, einen Hangout veranstaltet und das Ergebnis diskutiert.

Insgesamt gab es zur Wahl sehr viele Hangouts. Tilo Jung hat in Kooperation mit Google ebenfalls mehrere Hangouts durchgeführt und auch die Sender haben eigene Hangouts veranstaltet.

Die Liste an politischen Sendungen mit Social Media Einbindung oder von Zuschauern mit eigenen Formaten könnte noch um weitere Beispiele ergänzt werden. Gerade bei YouTubern spielt Social Media als Feedbackkanal auch eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Social Media Plattformen haben sich zu einem festen Bestandteil bei Bewegtbildformaten entwickelt, auf YouTube und im „klasssischen Fernsehen“. Gerade für die jüngere Generation gewinnt der Austausch über Social Media immer mehr an Bedeutung. Auch wenn das Social Media Engagement der Politiker bei dieser Wahl noch keinerlei Auswirkungen auf den Wahlausgang hatte, wird Social Media langfristig einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Politik nehmen.

Der große Erfolg von Formaten wie Jung und Naiv oder MrWissen2go zeigt aber vor allem eins: Der Bedarf an politischen Inhalten, die Sachverhalte einfach erklären ist groß und der aktuellen Jugend kann man mit Sicherheit keine Politikverdrossenheit vorwerfen.

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Social TV bei Unternehmen – Geht das?

Social TV ist grade das Buzzword überhaupt und alle reden darüber, wie die Sender Formate „social“ machen können und sollen. Dabei könnte und sollte Bewegtbild auch für Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Das Thema Corporate TV erhält meiner Meinung nach noch nicht mal annähernd die Bedeutung, die es verdient hätte. Das macht mich traurig.

Warum sich YouTube und Corporate TV lohnt?

Bertram Gugel hat zusammen mit Markus Hündgen auf der re:publica eine Session zu YouTube gehalten. Das Video und die gesamten Folien dazu findet ihr bei Bertram im Blog.

Eine Grafik möchte ich exemplarisch aufgreifen. Die Zahl der aktiven Nutzer ist bei YouTube im Vergleich zu Facebook größer.

Nutzung Facebook vs. YouTube

Und wer jetzt sagt, das sind ja nur die jugendlichen User, der sollte sich die folgenden Zahlen der ARD/ZDF-Onlinestudie anschauen.

Web-2.0-Nutzung 2012 nach Geschlecht und Alter

Die Nutzung von Videoportalen liegt in allen Altersklassen über der Nutzung von privaten Netzwerken und Communities aka Facebook. In Gesprächen mit Offlinern höre ich immer wieder, dass sie zwar keinen Facebook Account haben, sich aber regelmäßig Videos bei YouTube anschauen. Klar, YouTube ist ja auch die zweitgrößte Suchmaschine nach Google.

YouTube ist eine Suchmaschine

Die meisten Unternehmen scheinen das aber noch nicht zu begreifen.

Wie nutzen Unternehmen YouTube?

Viele Firmen haben zwar einen Kanal, nutzen ihn aber nicht wirklich. Da wird dann der neueste Werbespot hochgeladen oder man findet Videos zu aktuellen Kampagnen. Die Inhalte stehen (meist) für sich alleine. Die Verlängerung von Werbespots werden ich sicher in einem anderen Artikel einmal thematisieren. Zum Thema Produktplacement gibt es aktuell einen schönen Artikel im ZDF Blog Hyperland.

Parship hat angefangen, kleine Dokumentation von Paaren als Serie einzustellen, die sich bei Parship kennengelernt haben. Man lässt den Kunden für sich sprechen.

Paarship-Paare

Hornbach setzt auf die hohe Nachfrage nach DIY (Do it yourself) Inhalten und hat eine Playlist unter dem Titel „Hornbach Meisterschmiede“ eingeführt.

Hornbach Meisterschmiede

Macht ja auch Sinn! Wer es schon wieder vergessen hat: YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine! Wenn der Kunde beispielsweise nach „Bodenfliesen verlegen“ sucht, findet er so das Corporate Video. Dass es funktioniert, zeigen die doch sehr ordentlichen Zugriffszahlen. Die Videos sind alle aus dem Jahr 2010 und zeigen damit auch ein weiteres wichtiges Merkmal von YouTube.

Archivaufrufe bei YouTube

Der Anteil der Archivabrufe ist meist höher, als der von neuen Videos.
Über den Inhalt dieser Videos möchte ich in diesem Artikel nicht genauer eingehen, hier gibt es sicher noch Optimierungsbedarf 😉

Was hier jetzt natürlich fehlt ist der interaktive Part.

Kann man als Unternehmen überhaupt Social TV machen?

Die Drogeriemarktkette hat das Format #mitgefragt entwickelt.

Die Zuschauer haben zwei Möglichkeiten sich zu beteiligen.

mitgefragt

Sie können entweder zu einem bestimmten Thema eine Frage einreichen, die dann im Video gestellt wird oder selbst ein Thema vorschlagen. Besucht wird beispielsweise Persil, payback oder die Alnatura.

Auf dem Videocamp im September 2012 haben wir einige Corporate Kanäle analysiert. Von dm wurde damals das mitgefragt Video zu fairy angeschaut. Ich weiß noch, dass wir nicht über zwei Minuten hinaus gekommen sind und das Video damals als langweilig und uninteressant abgestempelt haben.

Wenn man die Idee dahinter nicht kennt, kann man sich natürlich spannendere Inhalte für ein Unternehmen vorstellen. Was für mich hier wieder sehr deutlich wird: Die ersten Minuten entscheiden, ob ein Zuschauer wegklickt oder weiterschaut. Das ist eigentlich auch ein offenes Geheimnis bei der YouTube Community.

Ja und der Inhalt wurde natürlich auch kritisiert. Wie kann ein Unternehmen wie der Drogeriemarkt dm hingehen und dann so langweilige „Werbeinhalte“ für ein Spülmittel bringen. Dazu hatte dm auch einige kritische Kommentare unter dem Video kassiert.

Wenn wir das Konzept jetzt allerdings durch die Social TV Brille beachten, ist das eine großartige Idee. Die Zuschauer haben die Möglichkeit sich aktiv zu beteiligen, sowohl bei der Themenwahl als auch bei der Ermittlung der Fragen. Bei den eingereichten Vorschlägen entscheidet wieder der Zuschauer, welches Thema relevant ist.

Übersicht der Vorschläge

Durch einen Klick auf die Herzen können die Nutzer mitteilen, welches Thema sie interessiert. Man kann sich auch anschauen, welche User-Vorschläge bereits umgesetzt worden sind. Der Einbindung der Zuschauer ist auch bei Journalisten gerade en vogue. Beim #ZDFcheck kann die Community mit recherchieren, welche Wahlaussagen der Politiker korrekt sind. Welche Themen recherchiert werden, entscheidet jedoch das ZDF selbst. Bei der Zeit gibt es den ZEITmagazin Faktomat und die Süddeutsche Zeitung setzt beim Projekt Die Recherche ebenfalls auf das Feedback der Community. Hier ist es umgekehrt: Die Leser geben die Themen vor und die Journalisten recherchieren, also ähnlich dem dm Ansatz. Und jetzt die Masterfrage: Ist es gut, wenn Journalisten so etwas durchführen oder dürfen auch Unternehmen in diesem Bereich tätig sein?

Jetzt mal ehrlich. Ein Drogeriemarkthersteller macht die Produkte, die es verkauft greifbar und stellt sie, die Herstellung und die Unternehmen dahinter vor. Warum interessiert sich den ein Kunde für dm? Hier spielen die Produkte doch eine sehr wichtige Rolle, es ist daher ein verdammt kluger Schachzug diese auf dem YouTube Kanal in den Vordergrund zu stellen.

Neben mitgefragt gibt es bei dm auch die Formate mitgestestet, Schönheit und dm Unternehmen. Mein Fazit: Der YouTube Kanal von dm ist auf jeden Fall einen Blick Wert. Über die genaue Umsetzung lässt sich streiten, aber der Ansatz ist vorbildlich.

Kennt ihr weitere Unternehmen, die ihre Zuschauer aktiv einbeziehen? Dann ab in die Kommentare damit 😉

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Der Bewegtbild Rückblick der re:publica – Alles um und über das Fernsehen

Die re:publica ist nun schon ein paar Tage her. Wie es bei der re:publica üblich ist, spielen die Vorträge meist eine untergeordnete Rolle, auch ich habe nur sehr wenige Vorträge gesehen und war eher damit beschäftigt, meine Twitterkontakte auch mal in „echt“ zu sehen. Es gab auch mehrere Treffen unter der We Make Social TV Redaktion. Das heißt aber nicht, dass das Programm nicht ein paar Perlen hatte, die man sich anschauen sollte.

Das ZDF hat den #ZDFcheck Faktencheck vorgestellt. Worum geht es?

Das ZDF startet zur Bundestagswahl ein crossmediales Projekt, um Politikeraussagen zu checken. Stimmt das eigentlich, was Politiker in Interviews, Talkshows und Reden sagen? Der Faktencheck soll mit dem Zuschauer gemeinschaftlich durchgeführt werden.

Daniel Bröckerhoff aka Doktordab hat in seiner Session den Nutzen und die Risiken von #openjournalism vorgestellt. Worum geht es ?

Journalisten sollen ansprechbar sein, mit Ihrem Publikum interagieren, es in die Arbeit einbeziehen, den Entstehungprozess transparent und nachvollziehbar machen, um Leser und Zuschauer stärker an das eigene Produkt zu binden. Daniel erklärt anhand der Fernsehformate, bei denen er mitwirkt, welche Vor- und Nachteile offener Journalismus mit sich bringen. Und er stellt sein Format st_ry vor, bei dem ich er gemeinschaftlich mit den Zuschauern eine Dokumentation über Datenschutz umsetzen möchte. Hint: Für st_ry wird noch Geld gesammelt.

Die Session zu den SWR Projekten „Zeit der Helden“ und „Tatort+“ gibt es leider nicht online als Video. Daher übernehme ich an dieser Stelle mal die offizielle Beschreibung auf der Seite der re:publica. Worum geht es?

Zeit der Helden

In der neunteiligen Echtzeit-Serie “Zeit der Helden” stimmen Erzählzeit und erzählte Zeit im Fernsehen und im Web überein. Die Timeline auf zeitderhelden.de bildet den Takt ab, in dem die fünf Helden der fiktionalen TV-Serie fünf Tage lang durch die Midlife Crisis schliddern. Das Web hat die »Echtzeit-Fiktion« während der TV-Ausstrahlung unterstützt (vom 25. bis 29. März 2013 auf ARTE und im SWR Fernsehen). Und es bietet eine zusätzliche Erzähl- und Spielebene, die es so nur im Netz gibt: In einer Spurensuche konnten die Spieler die Vergangenheit der krisengeplagten Hauptfiguren aufdecken – und folgten dabei einer parallelen Dramaturgie nach dem Second-Screen-Prinzip.

Ein Transmedia-Projekt, das nicht mit SciFi, Mystery oder einem Mordfall aufwartet, sondern sich um große Fragen des Lebens dreht: Hab ich alles richtig gemacht? Bin ich zufrieden? War’s das mit Mitte 40? Wie geht es weiter?

 Tatort+

Für Krimi-Fans gibt es im Mai 2013 die Anknüpfung an ein Format, das der SWR im vergangenen Jahr mit großem Erfolg gestartet hat: Der “Tatort+” geht in die zweite Runde. Nach dem Ludwigshafener “Tatort”-Spiel von 2012 geht es nun in Stuttgart mit “Spiel auf Zeit” beim “Tatort+ 2013” weiter.

Schon eine Woche vor dem “Tatort” werden die Spieler mit einem Verbrechen konfrontiert, das es aufzulösen gilt. Nika Banovic, den “Tatort”-Zuschauern als Mitarbeiterin der Stuttgarter Spurensicherung bekannt, wird die Spieler durch den Fall führen. Dessen Lösung ist eng mit den Geschehnissen im Tatort “Spiel auf Zeit” verknüpft.

Nach der Ausstrahlung des Tatort im linearen Programm geht das Spiel für die Online-Ermittler weiter.

Ein bisschen hat Guido auch beim digitalen Quartett zum Tatort+ erzählt. Da das digitale Quartett auch eine Art Social TV ist, gibt es hier auch das passende Video dazu. Worum geht es?

Im digitalen Quartett werden wöchentlich aktuelle Themen mit verschiedenen Gästen im Hangout diskutiert. Die Zuschauer können sich via Twitter unter dem Hashtag #Quartett mit einbringen.

Wenn man über die Zukunft des Fernsehens und die Relevanz von Webvideos spricht, kommt man an YouTube nicht mehr vorbei. Worum geht es?

In der Session YouTube zwischen Wildwest und Goldgrobe werfen Bertram und Markus aka Videopunk einen Blick auf YouTube und stellen die Chancen aber auch die aktuellen Problemfehler der Plattform vor.

Und last but not least, berichten in dem Panel „YouTube macht die Stars von heute“ verschiedenen YouTube Stars auf der Bühne über ihre Motivation eigene Inhalte auf YouTube zu erstellen und welche Rolle die Community dabei spielt. Christoph Krachten von Mediakraft, das YouTube Netzwerk das auch einige der Stars auf der Bühne unter Vertrag hat, diskutiert ebenfalls mit.

Haben ich jemand wichtiges oder ein wichtiges Panel vergessen?

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Food Tube – Die Kochsendung von Jamie Oliver

Was habe ich sie früher geliebt, die Kochsendungen mit Jamie Oliver. Die Sendung war fester Bestandteil eines Samstagmorgen von mir. Der berühmte Koch aus England hat eine ganze Welle an Kochshows ausgelöst. Auf einmal kamen sie alle damit um die Ecke. Damals waren die TV-Sender daran interessiert einen Koch unter Vertrag zu nehmen. Auch heute gibt es noch zahlreiche Kochshows im Programm.

Aber es hat sich etwas verändert. Eine Kochsendung nach den Wünschen der Zuschauer existierte im Fernsehen nicht so wirklich. Zumindest sehen das einige Zuschauer so, denn auf diese Weise sind auch die konspirativen Küchenkonzerte entstanden. Der Zuschauer macht sich sein eigenes Programm. Im letzten Jahr sind auch einige schöne „Kochsendungen“ entstanden. Die Blogrebellen haben beispielsweise den Spaß am Kochen mit Musik verbunden. Auch Michael Seeman aka @mspro hat zur Feier des Nudeltages spontan ein Kochvideo erstellt – für Anfänger 😉

Wir sehen also, die Zuschauer machen sich ihr Programm teilweise selber. Jetzt haben aber auch die bekannten Fernsehköche gemerkt, dass YouTube ja doch ein ziemlich geniales Medium ist, auf dem sich zufällig die gewünschte Zielgruppe befindet. Jamie Oliver ist jetzt auf YouTube und braucht „obacht“ die Fernsehsender nicht mehr als Distributionskanal.

Jamie Oliver möchte Feedback von den Zuschauern, die Sendung nach den Wünschen der Zuschauer gestalten. Jamie Oliver möchte Interaktivität. Also gibt es nicht einfach nur die Sendung. Mit dem Video  Slap Jamie Oliver – Interactice gibt es ein paar schöne Interaktionsmöglichkeiten für den Zuschauer. Das müsst ihr euch allerdings direkt auf dem YouTube Kanal von Jamie Oliver anschauen. Aber ist ja auch nicht schlimm, dann könnt ihr den gleich abonnieren 😉 Jamie Oliver ist auch auf den anderen Social Media Kanälen (Instagram, Facebook, Google+) präsent. Klar, dass man hier natürlich auch gleich ein Event einstellt.

Wenn man sich jetzt das TV Programm anschaut, wird man feststellen … da gibt es noch mehr Formate bei denen ein Kanal auf YouTube durchaus Sinn machen würde. Alleine die ganzen Talkshows, bei denen der Diskussionsbedarf der Zuschauer ja immer sehr hoch ist, bieten sich dafür beispielsweise an. Man stelle sich jetzt mal vor Joko und Klaas wären vom ZDF nicht zu ProSieben, sondern zu YouTube gewechselt. Klar ProSieben zahlt besser und die Reichweite ist auch eine andere, aber mal ehrlich wie lange ist das noch so?

Die Konkurrenz der Sender lauert aber nicht nur in Form von YouTube, auch Amazon (und viele viele andere) rüstet auf. Bei Amazon Prime sollen demnächst eigene Produktionen als Stream gesendet werden. Den Anfang macht wahrscheinlich Zombieland. Ja, ein fiktives Format. Wie man sieht, sind Serien oder Filme somit auch kein Novum des klassischen Fernsehens.

Natürlich wird der Umbruch nicht von heute auf morgen passieren. Für den Zuschauer sind aber letztendlich nur die Inhalte relevant und die gibt es in absehbarer Zeit im TV und bei YouTube & Co.

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