Politik, Bewegtbild und Social Media

Letztes Jahr zur US Wahl war die Einbindung von Social Media Inhalten in Politiksendungen noch Neuland. Sowohl die ARD als auch das ZDF haben sich durch eigene Sendungen an das Thema Social TV im politischen Kontext in der Wahlnacht herangetastet.

Social TV Angebot der ARD zur US Wahl

Das Social TV Angebot der ARD verzeichnete nach Angaben der Rundfunkanstalt knapp 90.000 Besucher zwischen 22.45 Uhr und 5.00 Uhr. Zu dem damaligen Zeitpunkt bereits sehr gute Zahlen.

Jetzt – ein Jahr spĂ€ter – ist die Einbindung von Zuschauermeldungen von den verschiedenen Social Media Plattformen nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Sendungen zur diesjĂ€hrigen Bundestagswahl haben Inhalte aus Social Media integriert. Eine Webseite zur Sendung, auf der die verschiedenen Inhalte der Social Media KanĂ€le mit eigenem Kommentarsystem kumuliert werden, ist mittlerweile Standard. Der direkte RĂŒckkanal der Social Media BeitrĂ€ge in die Sendung war bisher allerdings noch keine SelbstverstĂ€ndlichkeit. Hier hat sich in den letzten Monaten und vor allem bei den Formaten zur Bundestagswahl einiges getan.

Da wĂ€re z.B. die Sendung „Überzeugt uns“, die im am 26. August spĂ€tabends in der ARD ausgestrahlt worden ist.

Einblendung von Tweets in der Sendung

Die Sendung wurde von Tagesthemen-Sprecher Ingo Zamperoni und Katrin Bauernfeind moderiert. Richard Gutjahr hat zusammen mit dem Social Media Team des SWR das Web im Blick gehabt und als „Twittertussi“ immer wieder interessante BeitrĂ€ge aus dem Netz wĂ€hrend der Sendung vorgelesen. In sogenannten Speeddating-Runden mussten die Politiker in 15 Sekunden zudem Fragen der Zuschauer beantworten. Wie das Bild mit Claudia Roth zeigt, wurden auf dem Fernsehbildschirm darĂŒber hinaus BeitrĂ€ge aus dem Web eingeblendet.

Ein weiteres Angebot der ARD zur Wahl war der Kanzlercheck. Hier konnten die Zuschauer bereits einige Wochen vor den eigentlichen Interviews mit Angela Merkel und Peer SteinbrĂŒck ihre Fragen an die beiden Kanzlerkandidaten einreichen. Damit sich die Zuschauer bereits vorab zu den Wahlthemen informieren konnten und um bereits Content auf der Seite zu haben, wurden sĂ€mtliche Inhalte der ARD fĂŒr die junge Zielgruppe zur Wahl auf der Seite integriert, dazu gehörten beispielsweise auch die beiden Wahlspecials der Sendung Klub Konkret. Über 500 Fragen wurden insgesamt von den Zuschauern eingereicht.

Webseite des Kanzlercheck

ïżŒDas ZDF hatte zum TV Duell, wie bereits bei der Sendung „Die Debatte“, die AktivitĂ€ten auf Twitter in einem #ZDFnetzradar auf der eigenen Seite gespiegelt. Auf diese Weise konnten Interessierte mitverfolgen, wie viele Tweets wĂ€hrend der Sendungen zum TV Duell an sich und zu #Merkel oder #Steinbrueck veröffentlicht worden sind.

ZDRnetzradar zum TV Duel

ïżŒDie Öffentlich-rechtlichen-Sender waren also insgesamt sehr aktiv bei der VerknĂŒpfung der Formate mit Social Media. Der Sender Pro7, der mit Stefan Raab den einzigen Moderator eines privaten Senders im TV Duell gestellt hatte, hatte fĂŒr das TV Duell mit #P7TVDuell ein eigenes Hashtag zur Sendung im Einsatz. Wer das TV Duell auf ProSieben mitverfolgt hat, konnte auf deren Social TV Plattform ProSieben Connect auf dem Second Screen mitdiskutieren.

Im Vergleich zur Quote war der Anteil der Social Media BeitrĂ€ge verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig gering. Bei circa 17,64 Millionen Zuschauern haben etwa 36.000 Twitter-Nutzer das Fernsehduell in rund 173.000 Tweets mit dem Hashtag #TVDuell kommentiert.

Durch die zunehmende Einbindung von Social Media in TV-Sendungen wird diese Zahl jedoch steigen. Durch die EinfĂŒhrung von Hashtags bei Facebook wird auch dieses Social Netzwerk zukĂŒnftig eine wichtige Rolle im Bereich Social TV spielen.

Durch YouTube & Co haben neben den Fernsehsendern aber auch die Zuschauer die Möglichkeit eigene Inhalte ins Netz zu stellen. Der Journalist Tilo Jung hat Anfang des Jahres die Serie „Jung und naiv“ gestartet, in der er Politiker und Experten mit simplen und naiven Fragen zu politischen Themen löchert.

Bildschirmfoto 2013-10-01 um 21.48.13

Der im August in Deutschland gestartete Social TV Sender joiz hat Tilo Jung fĂŒr mehrere Folgen im Rahmen der Wahl verpflichtet. WĂ€hrend der Ausstrahlung im TV hat Tilo Jung die Fragen der Zuschauer beantwortet. Auf diese Weise hat es ein Webformat ins klassische Fernsehen geschafft.

Jung und naiv bei joiz

Auch die Sender stellen ihre Inhalte bei YouTube ein. In der Sendung Tagessschaum wurden im Rahmen der Wahl ab Mitte Juni jeweils drei Sendungen pro Woche mit politischen Themen des Tages produziert und vorab bei YouTube eingestellt, bevor die Sendung schließlich im TV ausgestrahlt worden ist. Hier galt also Online first.

Ein weiterer Journalist, der sich mit eigenem YouTube Kanal inhaltlich der Politik und den Wahlen gewidmet hat ist Mirko Drotschmann. Ähnlich wie bei Tilo Jung war die Intention fĂŒr den Kanal MrWissen2go bestimmte Dinge einfach mal simpel zu erklĂ€ren. In (fast) fĂŒnf Minuten Videos stellt Mirko Drotschmann beispielsweise die verschiedenen Parteien inkl. Parteigeschichte vor. Am Wahlabend hat Mirko Drotschmann mit anderen YouTubern, wie z.B. LeFloyd, einen Hangout veranstaltet und das Ergebnis diskutiert.

ïżŒ

Insgesamt gab es zur Wahl sehr viele Hangouts. Tilo Jung hat in Kooperation mit Google ebenfalls mehrere Hangouts durchgefĂŒhrt und auch die Sender haben eigene Hangouts veranstaltet.

Die Liste an politischen Sendungen mit Social Media Einbindung oder von Zuschauern mit eigenen Formaten könnte noch um weitere Beispiele ergĂ€nzt werden. Gerade bei YouTubern spielt Social Media als Feedbackkanal auch eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Social Media Plattformen haben sich zu einem festen Bestandteil bei Bewegtbildformaten entwickelt, auf YouTube und im „klasssischen Fernsehen“. Gerade fĂŒr die jĂŒngere Generation gewinnt der Austausch ĂŒber Social Media immer mehr an Bedeutung. Auch wenn das Social Media Engagement der Politiker bei dieser Wahl noch keinerlei Auswirkungen auf den Wahlausgang hatte, wird Social Media langfristig einen nicht zu vernachlĂ€ssigenden Einfluss auf die Politik nehmen.

Der große Erfolg von Formaten wie Jung und Naiv oder MrWissen2go zeigt aber vor allem eins: Der Bedarf an politischen Inhalten, die Sachverhalte einfach erklĂ€ren ist groß und der aktuellen Jugend kann man mit Sicherheit keine Politikverdrossenheit vorwerfen.

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Social Media und Startups am Beispiel von pixoona

Das Buch von Stephan und mir richtet sich vornehmlich an kleine und mittelstĂ€ndische Unternehmen. Berichte ĂŒber kleine Unternehmen finde ich in meiner Filterbubble eher selten, in den meisten FĂ€llen werden Social Media Maßnahmen und Kampagnen von großen Unternehmen thematisiert. Es wurde also Zeit, sich in einem Blogartikel mal den KMUs zu widmen. Den Anfang macht pixoona, die einen guten Job in Social Media machen und großen Wert auf Blogger Relations legen:

Was ist pixoona?

pixoona ist ein Bildtagging Dienst, das könnt ihr auf dem Bild schon sehr gut erkennen. Ihr könnt auf den Bildern Kommentare, andere Bilder, Musik oder auch Videos hinterlassen. Also etwa so etwas wie das Personentagging bei Facebook nur mit viel mehr Möglichkeiten. Unternehmen können z.B. in ihrem Blog oder auf der eignen Webseite die Produkte auf dem Bild vertaggen und auf den Online Shop verlinken.


Mit Hilfe der Browser App kann man auch im Bilder im Web mit einem PIX versehen, die dann beim eigenen Profil angezeigt werden, also ein bisschen wie Pinterest. Und die mobile App bietet einen Àhnlichen Service wie Instagram & Co.

Auf den Social Media KanÀlen erhalten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen und können sich immer wieder bei Aktionen beteiligen.

Meine erste Begegnung mit pixoona war auf dem Barcamp 2012 in MĂŒnchen. Das Startup gab es damals noch nicht, aber die Idee haben die Jungs interessierten Teilnehmern des Barcamps ausfĂŒhrlich vorgestellt. Der Kontakt mit Onlinern zieht sich bei pixoona wie ein roter Faden durch alle Projekte. Zum einen gehört pixoona bei manchen Barcamps schon fast zum Inventar, aber auch das Startup bekommt von den Teilnehmern immer wieder wichtigen Input. Schließlich sind die „Early Adopter“ eine relevante Zielgruppe. Aus diesem Grund nimmt pixoona etwa bei 8 bis 10 Barcamps pro Jahr teil.

Etwas mehr Aufmerksamkeit bekam pixoona durch die diesjĂ€hrige re:publica. FĂŒr das Startup war das Bloggertreffen das ideale Event, um den Relaunch der Apps zu prĂ€sentieren, dazu gab es einen großen Live-Beat Test. Anstatt sich in der Startup Area mit anderen Startups zu tummeln, hatte pixoona einen grĂ¶ĂŸeren Stand gebucht und entsprechend gebrandet. Die Besucher der re:publica konnten sich auf dem Stand mit einem Photo-Booth verewigen.

Bilder, das passt halt auch zum Unternehmen. DarĂŒber hinaus gab es einen amerikanischen Schulbus, der neben Photo-Touren durch Berlin verschiedenen Speaker hatte, die den Teilnehmern ein Thema kurz und knapp vorgestellt hatten. FĂŒr alle, die mit ihrer Sessionanfrage bei der re:publica nicht erfolgreich waren, war das eine prima Alternative. Ich habe auch als Speaker mitgemacht und auf einer Tour das Thema Social TV erklĂ€rt.

Die Idee zum Blogartikel hatte ich im Rahmen der Bloggertour.

pixoona sucht immer wieder den persönlichen Kontakt mit Bloggern, die Bloggertour sollte ebenfalls dazu dienen die Zielgrupppe kennenzulernen und Zeit mit ihr zu verbringen. Die Bloggertour war vom 17 bis 18. August. Nach einem Zwischenstop in Hannover, u.a. bei t3n, war das erste Event in Hamburg ein gemeinsames FrĂŒhstĂŒck in St. Pauli. Im Anschluss war eine Fototour geplant, die aber aufgrund mangelnder Teilnehmer leider ausgefallen ist. Da sind wir auch beim Problem der Tour angelangt. Die Planung oder zumindest die Bekanntgabe hat dann doch sehr kurzfristig stattgefunden, viele Blogger waren da bereits anderweitig verplant. Ich habe mich mit den Jungs von pixoona dann spontan auf den Weg nach Kiel zum Barcamp gemacht. Am Sonntag hat uns, neben einer ebenfalls eher geringen Teilnehmerzahl bei der Food Tour, auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. FĂŒr mich war der Sonntag aber auch interessant. So war ich als Hamburgerin das erste mal im Karolinenviertel und habe einen Blick in die KĂŒche des Herzblut St. Pauli erhalten.

Auf der Reeperbahn halte ich mich eher selten auf, ich hĂ€tte mich daher also eher nicht ins Herzblut verirrt. Das Essen war aber wirklich sehr lecker! Auch wenn die Organisation bei pixoona hier und da ein bisschen chaotisch ist, man merkt immer, dass die Jungs es ernst meinen und wirklich an Feedback und VerbesserungsvorschlĂ€gen interessiert sind. Die verschiedenen Social Media Plattformen werden bei Startups oft viel ehrlicher und natĂŒrlicher genutzt, das fĂ€llt mir nicht nur bei Pixoona auf. Social Media gehört da eben zum Kommunikationsprozess dazu.

Julian von pixoona habe ich zum Thema Social Media dann auch gleich noch ein paar Fragen gestellt:

Warum setzt ihr auf Blogger Relations?

Blogger haben oft ein gutes GespĂŒr fĂŒr neue Entwicklungen. Sie nutzen Apps wie unsere oftmals vor den meisten anderen und finden kreative und nĂŒtzliche Wege diese fĂŒr sich einzusetzen. Sie sind zudem ehrlich und direkt. Man kann sich mit Bloggern oft in lockerer AtmosphĂ€re und in regelmĂ€ĂŸigeren AbstĂ€nden austauschen. Dabei geht es nicht immer nur darum, diese dazu zu bringen ĂŒber uns zu schreiben oder direkt Power-User zu werden. Es geht auch darum von ihnen zu lernen. Zu sehen, wo wir uns noch verbessern können. Oder was interessante Usecases wĂ€ren und was wir dafĂŒr fĂŒr Voraussetzungen schaffen mĂŒssen. Das alles bringt uns weiter.

Wie erfolgreich sind eure Aktionen?

Das hĂ€ngt stark davon ab welches Ziel wir fĂŒr eine jeweilige Aktion haben, welche Erfahrungen wir im Vorfeld hatten und wie die Voraussetzungen – ich nenne es mal Umweltfaktoren – gewesen sind. Wir haben schon große Erfolge erzielt und sind auch schon teilweise auf die Nase gefallen. Nur passiert uns letzteres in der Regel kein zweites Mal. Auch daraus können wir viel ziehen und es in die Vorbereitungen der nĂ€chsten Aktionen mit einbeziehen. Die re:publica war fĂŒr uns zum Beispiel ein Erfolg, weil wir mit einem starken Team angerĂŒckt sind, ehrlich mit den noch vorhandenen SchwĂ€chen unserer Beta umgegangen sind und viel zugehört haben. Dadurch haben wir zum einen gelernt was unserer App noch fehlt. Zum anderen haben wir es geschafft unsere Bekanntheit in einer wichtigen Zielgruppe deutlich zu erhöhen. Das war eine super Basis fĂŒr all das was folgte und noch folgen wird.

Was fĂŒr eine Zielsetzung habt ihr dabei?

Zuhören. Lernen. Netzwerken. Und dann auch in Kontakt bleiben. Wenn wir Bloggern oder anderen Menschen, denen wir bei Events begegnen helfen können, machen wir das gerne. Und das stĂ¶ĂŸt auch oft auf Gegenseitigkeit. Und diese Gegenseitigkeit ist die Basis fĂŒr all das was wir machen. Es bringt nichts nur die Hand aufzuhalten. Aber es ist toll, dass es möglich ist, dass mittlerweile beide Seiten den ersten Schritt machen und man sich danach nicht direkt wieder vergisst. Diese Kultur, die ja auch auf Barcamps vorgelebt wird, fördern wir von Anfang an. Und das wollen wir auch in Zukunft machen.

Wie viel Geld muss man in die Hand nehmen?

Das ist ganz unterschiedlich. Es muss nicht immer alles teuer sein. Kleine Gesten werden genauso wertgeschĂ€tzt. Aus unserer Erfahrung geht es insbesondere Erfahrungen und Erlebnisse zu kreieren oder einfach nur gute GesprĂ€che zu haben. Die meisten Blogger sind offene Menschen. Wichtig ist, dass man sowohl versucht lokal ein gutes Netzwerk aufzubauen und sich gleichzeitig herauswagt. Da entstehen dann vor allem hohe Reisekosten. Wenn man ein begrenztes Budget hat, sollte man gerade was Blogger Relations angeht nicht zu viel verstreuen und nur halbherzige Aktionen machen, sondern sich auf ein paar wichtige Aktionen konzentrieren und hierfĂŒr ein bisschen mehr investieren. DarĂŒber lassen sich bessere und interessantere Beziehungen aufbauen. Man muss nach den Events dann halt in Kontakt bleiben. Wenn man aber nun eine gemeinsame Basis, eine schöne Erinnerungen hat, dann fĂ€llt das deutlich leichter.

Was wĂŒrdet ihr anderen KMUs oder Startups raten?

Traut euch raus. Guckt euch an, welche Kontakte und Medien fĂŒr euch wichtig sind und was diese beschĂ€ftigt. Analysiert auch was diese stĂ€ndig von anderen Unternehmen bekommen und wie ihr euch unterscheiden könnt. Wenn wir zum Beispiel unsere Stadtrundfahrt durch Berlin im amerikanischen Schulbus und mit App-Beta-Test nehmen. Das ist etwas woran sich die Teilnehmer erinnern. Wenn ihr nicht wisst wo ihr anfangen sollt, dann geht auf Events wo Leute unterwegs sind, die Ă€hnliche Interessen haben wie ihr. Barcamps gibt es mittlerweile so viele zu den verschiedensten Themen. Da macht ihr die ersten wichtigen Kontakte und lernt wie diese ticken. Und wenn zu eurem Thema noch kein Barcamp dabei ist, dann sprecht mit Bloggern aus eurem Bereich und organisiert selbst eins. Man muss Initiative zeigen wollen. Das geht nicht mit 9-to-5, aber zahlt sich mit der richtigen Einstellung in der Regel aus. Leute mit Ă€hnlichen Interessen zusammenbringen ist ohnehin immer eine gute Idee.

Wie ist Social Media bei euch intern aufgehÀngt?

Wir nehmen Social Media auf jeden Fall sehr ernst. Alle Leute in unserem Kommunikationsteam kommen damit in unterschiedlicher IntensitĂ€t und HĂ€ufigkeit in BerĂŒhrung. Zudem haben wir eine Community Managerin und einen Social Media Manager, deren Hauptfokus natĂŒrlich darauf liegt. Ein paar Allrounder-FĂ€higkeiten brauchst du aber wohl in einem Startup immer. 😉

Was ist fĂŒr euch die wichtigste Social Media Plattform und warum?

Die Plattformen mit denen wir am meisten arbeiten sind auf jeden Fall Twitter, Facebook und unser Blog. Wir sind zudem bei Google+ unterwegs und bauen nach und nach unsere YouTube-Channel auf. Zudem sind wir natĂŒrlich damit beschĂ€ftigt unsere eigene Community auf pixoona auszubauen und zu supporten. Es ist schwierig eins herauszuheben, weil sie alle in gewisser Weise ihren Zweck erfĂŒllen. Wenn wir aber ĂŒber Blogger Relations und diese spezifische Zielgruppe sprechen, hat uns Twitter wohl am meisten weitergeholfen. Das liegt aber auch daran, dass die meisten von uns auch vor pixoona mit privaten Accounts sehr aktiv auf Twitter waren und dadurch sich dort eigene Communities gebildet haben. Diese Kontakte pflegen wir natĂŒrlich bis heute und pixoona profitiert sicherlich auch davon.

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Einmal Feedback bitte! – Wenn Rotation Curation und Buchrezension zusammentreffen

Stephan und ich haben in den letzten 12 Monaten (fast) durchgehend an der Herausgabe unseres Erstlingswerks gearbeitet. Jetzt ist das Buch da. Rien le va plus. Jetzt könnt ihr das Buch lesen und uns euer Feedback mitteilen. Gerade bei einem so komplexen Themengebiet wie dem Einsatz von Social Media im Unternehmen – oftmals gibt es in den einzelnen Bereichen kein schwarz oder weiß, kein richtig oder falsch – ist der Austausch mit möglichst vielen Menschen das Beste, was man machen kann. Von daher wĂ€re es hilfreich und sinnvoll gewesen, den Feedbackprozess offener zu gestalten und die Leser frĂŒhzeitig mit einzubeziehen. Dass das wichtig ist, die Erfahrung habe ich bereits bei meiner Masterarbeit gesammelt. Wer meinen Blog von Anfang an verfolgt hat weiß, dass ich hier die einzelnen Kapitel meiner Masterarbeit bereits wĂ€hrend dem Schreiben veröffentlicht habe. So hatte ich die Möglichkeit, Feedback direkt einzuarbeiten und die Arbeit damit besser zu gestalten. Als die Arbeit dann fertig war, habe ich sie bei Scribd online gestellt. Ich wollte noch mehr Feedback und ich wollte allen Interessenten die Möglichkeit geben, meine Arbeit auch zu lesen. Bei mir auf dem Rechner hilft sie niemandem.

Wenn man ein Buch schreibt, lĂ€uft das ein bisschen anders. Neben dem offiziellen Abgabetermin, gab es Termine zur Teilabgabe. Bis zu diesem Punkt mussten bestimmte Bereiche des Buches fertiggestellt sein. Da Stephan und ich das Buch neben den eigentlichen Job geschrieben haben, war der Zeitplan zum Recherchieren und die Inhalte schließlich in einen Text umzuwandeln knapp, sehr knapp. Zeit fĂŒr Feedbackschleifen zwischendurch gab es dann leider keine mehr.

Aber jetzt JETZT JEEEEETZT!!! könnt ihr uns Feedback geben und das sollt ihr auch unbedingt. Wir können euer Feedback nicht mehr in die erste Auflage mit aufnehmen, aber vielleicht gibt es ja eine zweite und da ist unserer Meinung nach auf jeden Fall noch Luft nach oben. Und jetzt seid ihr dran.

Wir haben bei Google+ eine Community – also eine Gruppe – erstellt und die einzelnen Kapitel des Buches in Kategorien unterteilt. Ihr könnt und sollt jetzt zu den einzelnen Bereichen euer Feedback abgeben. An die Social Media Nerds Experten Profis whatever bitte hinterlasst hier euer Feedback. Was erzĂ€hlt ihr euren Kunden, haben wir alle relevanten Bereiche abgedeckt, fehlt was? Und an die kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen, fĂŒr die dieses Buch gedacht ist. Hilft euch das Buch weiter? Sind die ErlĂ€uterungen zu kompliziert oder vielleicht zu Basic? An welchen Stellen sollen wir in die Tiefe gehen und was haben wir vielleicht zu tief behandelt?

Wir möchten zusammen mit den Lesern den Inhalt des Buches verbessern und ergĂ€nzen. Ich habe da bereits einige Punkte im Kopf, die im Buch noch nicht in aller AusfĂŒhrlichkeit erklĂ€rt worden sind, aber ich möchte gar nicht spoilern. Ihr seid die Leser, ihr mĂŒsst sagen was im Buch stehen sollte! Das ganze Feedback und eure VerbesserungsvorschlĂ€ge fließen dann in die zweite Auflage – falls es eine gibt – mit ein und die „Mitarbeiter“ werden dann natĂŒrlich auch im Buch genannt bzw. aufgelistet.

Jetzt ist es natĂŒrlich ganz toll, wenn ich um euer Feedback bitte und euch damit ja quasi indirekt zum Buchkauf auffordere. Ich habe insgesamt 5 Exemplare erhalten und ich möchte euch davon ein Exemplar zum Lesen zur VerfĂŒgung stellen. Wer mich schon lĂ€nger kennt, weiß dass ich frĂŒher was mit Bibliotheken zu tun hatte. In Bibliotheken kann man BĂŒcher ausleihen. Genau das möchte ich tun â˜ș

Hier soll nicht ein Twitteraccount, wie bei Rotation Curation, sondern ein Buch durch die Republik wandern. Falls ihr mitmachen möchtet, schreibt das bitte in die Kommentare. Wir werden dann eine Liste erstellen von Personen, zu denen das Buch wandern soll. Die Adresse des nÀchsten werden wir dann per Mail an den jeweiligen Rezensenten weiterleiten.

Ihr mĂŒsst nicht eure Adressen in die Kommentare schreiben, das regeln wir dann im Anschluss per Mail. Das einzige was ihr also machen mĂŒsst ist, das Buch lesen und an die nĂ€chste Person auf der Liste weiterleiten. Anmerkungen und Feedback zu der Idee oder zum Buch auch gerne in den Kommentaren aber natĂŒrlich noch lieber an der entsprechenden Stelle in der Community. Kai hat in seiner Rezension ĂŒbrigens schon einen prima Anfang gemacht. Genau diese Art von Feedback brauchen wir!

Die Kategorien unterteilen sich wie folgt:

Welche Bereiche bzw . Schritte fallen bei der EinfĂŒhrung von Social Media an:

Kapitel 1 EinfĂŒhrung
Kapitel 2 Vorbereitung
Kapitel 3 Analyse
Kapitel 4 Konzeption
Kapitel 5 DurchfĂŒhrung

Welche Abteilungen bzw. (Unternehmens-)Ziele sind hiervon betroffen:

Kapitel 6 Brand Awareness
Kapitel 7 Kundenzufriedenheit
Kapitel 8 Employer Branding
Kapitel 9 Innovation Management
Kapitel 10 Sales

Und mein zweitliebstes Thema, quasi die Überarbeitung meiner Masterarbeit:

Kapitel 11 Social Media Monitoring

Ja und dann lebt so ein Buch ja von tollen Praxisbeispielen. Wir haben in diesem Buch bereits viele kleine und mittelstÀndische Unternehmen vorgestellt, aber da gibt es sicher noch mehr. Welche Unternehmen kennt ihr, die Social Media perfekt einsetzen?

Und last but not least: Feedback und WĂŒnsche!

Falls ihr nicht bei Google+ seid, dann könnt ihr uns das Feedback natĂŒrlich auch auf dem Blog zum Buch oder der Facebook Seite mitteilen. Gerne könnt ihr euch an unsere privaten Accounts richten. Wir sind da fĂŒr alles Offen und freuen uns auf einen regen und interessanten Austausch.

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Stefanie Aßmann, Buchautorin – Kreisch!

Einige von euch haben es schon mitbekommen. Ich habe ein Buch geschrieben. Ein Buch? Ja genau dieses Totholzdings. Nachdem ich in Sachen Studium Bachelor und Master ist einem Rutsch durchgezogen habe – also Bachelor UND Masterarbeit – stand fĂŒr mich fest: Doktorarbeit auf gar keinen Fall! Noch mal was schreiben? Viel zu viel Arbeit. Und nachdem ich meine Fachhochschulreife neben dem Job zwei Jahre lang (montags, mittwochs und jeden zweiten Samstag) durchgezogen habe, wusste ich eigentlich, so neben dem normalen Job noch was anderes machen ist irgendwie nicht so ganz cool. Aus dem Grund habe ich mich damals auch bewusst fĂŒr das Vollzeitstudium entschieden. Eigentlich hĂ€tte ich es also besser wissen mĂŒssen 😀

Neben der Arbeit habe ich immer mal wieder Artikel fĂŒr Zeitschriften geschrieben, das hat dann auch gereicht. Irgendwann Anfang letzten Jahres ist dann eine Buchanfrage vom Galileo Verlag eingetrudelt. Ob ich mir nicht vorstellen könnte ein Buch zu schreiben. Wenn von einem Verlag wie Galileo so eine Anfrage gestellt wird, sagt man nicht einfach ab. Da ich das Buch aber nicht alleine schreiben wollte, habe ich Stephan gefragt ob er nicht Lust hĂ€tte mitzumachen. Wir haben damals bei VICO sehr oft ĂŒber Social Media und was das jetzt eigentlich fĂŒr die Unternehmen diskutiert. Und Stephan hat ja gesagt.

Also haben Stephan und ich uns letztes Jahr auf den re:publica mit Stephan und Erik vom Galileo Verlag zusammengesetzt und die Idee festgezurrt. Und damit war mein Privatleben fĂŒr das vergangene Jahr eigentlich gestrichen. So ein Buch zu schreiben, neben einem Vollzeitjob in einer Agentur, frisst ganz schön viel Zeit! Stephan hat das bei sich im Blog auch schon geschrieben, es gab viele verschiedene unerwartete Hindernisse, mit denen wir nicht unbedingt gerechnet haben. Viele der Punkte wĂŒrden wir jetzt anders machen, wie z.B. reale Treffen. Wir haben sehr viel ĂŒber Skype gemacht und uns nicht so oft, wie es eigentlich erforderlich gewesen wĂ€re, getroffen.
Obwohl es bei uns teilweise sehr chaotisch zugegangen ist, haben wir geschafft das Buch quasi fristgerecht abzugeben. Und gestern habe ich das fertige Buch das erste Mal in den HĂ€nden gehalten. Und ich muss sagen, das ist ein verdammt tolles GefĂŒhl!

Worum es eigentlich in dem Buch geht? Dieses Internet geht ja nicht mehr weg. Die Unternehmen werden durch den Wandel, der durch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation herbeigefĂŒhrt wird, vor neue Herausforderungen gestellt. Wir wollten in unserem Buch diese Herangehensweise thematisieren. Da wir beide bereits bei einem Monitoring Anbieter gearbeitet und dadurch auch einen ganzen anderen Background zu diesem Thema haben, stand eigentlich ziemlich schnell fest, dass das Buch auch einen großen Part zu dieser Thematik enthalten soll. So etwas gibt es bis heute nĂ€mlich noch nicht. Im Rahmen des Buches wurde quasi meine Masterarbeit ĂŒberarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht. Wenn ihr euch fĂŒr das Thema Monitoring interessiert, solltet ihr das Buch also lesen! Das meine ich vollkommen ernst. Ich habe fĂŒr meinen Teil versucht das Thema so ehrlich wie möglich darzustellen und einfach mal ein paar Mythen aus der Welt zu schaffen.

Darf ich also prĂ€sentieren: Social Media fĂŒr Unternehmen

Her mit dem Feedback! Wir sind beide nicht perfekt und haben daher auch nicht das perfekte Buch geschrieben. Es ist unsere Meinung und unsere Sicht auf die Dinge und einige Punkte kann man sicherlich diskutieren. Von daher bin ich wirklich auf offenes, ehrliches und konstruktives Feedback gespannt!
Last but not least möchte ich mich auch an dieser Stelle bei den Menschen bedanken, fĂŒr die ich im vergangenen Jahr kaum Zeit gehabt habe. Ihr habt das Wort „Nein“ leider sehr hĂ€ufig von mir gehört. Meine Freunde und meine Familie, die nicht nur auf mich verzichten mussten, sondern die mich immer wieder unterstĂŒtzt und motiviert haben. DANKE! Ohne euch hĂ€tte ich es nicht geschafft!
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