Die EM 2012 und Social Media – Da geht einiges!

Eigentlich bin ich ja nicht so der Fu√üballfan. Die Spiele zu verfolgen, ist bei einer WM oder EM aber nat√ľrlich Ehrensache. Noch mehr Spa√ü macht das Ganze, wenn man via Second Screen vor, w√§hrend und/oder nach dem Spiel Zusatzmaterial zur Verf√ľgung gestellt bekommt. Hier sind alle dabei, die ARD, das ZDF, die UEFA, Twitter und und und. Da man hier leicht den √úberblick verliert, bekommt Ihr an dieser Stelle einen kurzen √úberblick. Was gibt es und was sollte man sich mal anschauen.

EM-Twitterwall der Bildzeitung

Twitter selbst hat ja bereits auf der re:publica berichtet, dass Fu√üball eine wichtige Rolle spielt. Aus diesem Grund versorgt Twitter schon w√§hrend der Bundesliga flei√üig offizielle Hashtags. So auch zur EM 2012. Im Blogartikel „Twitter und die Fussball Euromeisterschaft 2012 – #Euro2012“ teilt Twitter gleich mal die Twitteraccounts der Nationalspieler und den offiziellen Account vom DFB Team mit. Weiterlesen

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Die ARD nutzt den ESC als Social TV Event und keiner bekommt es mit

… bzw. nur ein geringer Teil der deutschen Zuschauer. Ich habe gestern – mehr durch Zufall – auf der offiziellen Seite vom Eurovision Songcontest folgenden Hinweis entdeckt.

Diskutieren Sie mit!Hinweis zum Livestream

Im Livestream haben Sie w√§hrend der Sendung die M√∂glichkeit, mit anderen ESC-Fans zu diskutieren. Teilen Sie Ihre Kommentare mit uns: per Facebook, Twitter – Ihre Tweets laufen auch im ARD Teletext auf der Seite 777 auf, wenn sie mit dem hashtag „ardesc“ versehen sind – oder direkt auf unserer Seite.

In der Presse gab es dazu keine Berichterstattung. Warum eigentlich? Das ist doch eine tolle Aktion. Wer den Hashtag #esc gestern Abend verfolgt hat, hat sicher den einen oder anderen Tweet zu #ardesc entdeckt und geschaut, was das eigentlich ist. Insgesamt waren in meiner Timeline jedoch deutlich mehr Tweets mit dem Hashtag #esc als #ardesc. Weiterlesen

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Komm ich jetzt im Fernsehen? – Die Rundshow startet ein TV Experiment

Die Rundshow ist da. Seit Wochen haben wohl einige Zuschauer auf den Start der Rundshow gewartet. Am Montag war es dann so weit. Es war voll bei Twitter und zumindest ich hatte den Eindruck, dass es beim Bayrischen Rundfunk um diese Uhrzeit Rekorde in Sachen Einschaltquoten gibt. Die Realität sah ein bisschen anders aus. Aber vielleicht haben die meisten Zuschauer auch den Livestream verwendet?

Vor etwa vier Wochen wurde auf dem Blog der Rundshow mit dem Aufruf ‚ÄěLet‚Äės be pirates‚Äú ein Fernsehformat angek√ľndigt, das es bisher so in Deutschland noch nicht gegeben hat. In der Sendung sollen tagesaktuelle Themen aufbereitet werden. Und die Zuschauer k√∂nnen via Twitter, Facebook und Google Hangout – Telefon und Email funktioniert √ľbrigens auch – live mit den Moderatoren interagieren. Tags√ľber kann die Redaktionskonferenz via Livestream oder Google Hangout mitverfolgt werden, vor und nach der Sendung sind die Zuschauer ebenfalls live zugeschaltet. Und w√§hrend der Sendung kann man √ľber die App mit dem sch√∂nen Namen ‚ÄěDie Macht‚Äú zu Umfragen abstimmen und via Daumen-hoch-oder runter-Button im Studio Applaus oder Buh-Rufe ausl√∂sen.

Am Montag hat dann wohl die gesamte Netzgemeinde vor dem TV gesessen. Das Thema des Tages waren die Proteste in Europa. Meiner Meinung nach nicht das perfekte Thema f√ľr den Start aber das ist Ansichtssache. Ich pers√∂nlich hatte beim Zuschauen einen schlechten Start. Auf der re:publica wurde angek√ľndigt, dass die Rundshow auch √ľber Facebook geschaut werden kann und das wir das doch auch machen sollen. Die folgende Information hat mich leider daran gehindert.

Livestream via Facebook

Aber es gibt ja noch die BR Mediathek und so war der Abend gerettet. Die Sendung selbst wimmelte nur so von Hangout und Skype Konferenzen. Während es Videoschaltungen im Überfluss Рja es war eindeutig zu viel Рgab, wurden Twitter und Facebook quasi nicht erwähnt. Alles in allem trotzdem eine runde erste Folge mit Verbesserungspotential.

Das Feedback haben sich die Macher auch f√ľr die zweite Sendung zu Herzen genommen. Die hatte Facebook als Thema. Mir pers√∂nlich wurde Facebook – wie bei zahlreichen anderen Medienberichten in TV und Print – etwas zu negativ dargestellt. Aber gut, wir sind hier eben immer noch bei der ARD. In dem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Zielgruppe f√ľr die Sendung. Ist die Rundshow eine Sendung f√ľr die sogenannte „Netzgemeinde“? ūüėČ Versteht mich nicht falsch, ich finde die Sendung und die Richtung in die sie sich bewegt, super. F√ľr jeden „normalen“ Benutzer ist das alles jedoch vielleicht ein bisschen zu viel!? Die meisten Deutschen sind, wenn √ľberhaupt, nur beim b√∂sen Facebook vertreten. Es ist immer schwer und ein schwerer Grat unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Auf der einen Seite m√∂chte man dem „normalen“ Zuschauer das Web n√§her bringen. Hier ist es notwendig, dass in der Sendung viel erkl√§rt wird bspw. warum „Catcontent“ lustig ist oder wie man auch ohne Account bei Facebook, Twitter oder Google+ teilnehmen kann – denn das ist ja m√∂glich. Auf der anderen Seite hat man die netzaffinen User, die sich bei ausf√ľhrlichen Erkl√§rungen sicher gelangweilt f√ľhlen und eine hohe Social Media Integration erwarten. Und das alles in einem Format mit 30 Minuten Sendezeit. Ist es √ľberhaupt m√∂glich,¬†webaffine Menschen und offline Menschen in einem Unterhaltungsformat zusammen zu bringen? Und wir alle wissen, dass die Rundshow von den Onlinern sehr viel Feedback zur Sendung bekommen hat und diese Punkte auch umgesetzt werden.¬†Was sagen denn die Offliner zur Sendung? Wie ist Eure Meinung zur Zielgruppenproblematik?

Bei der zweiten Sendung habe ich dann √ľbrigens den Livestream entdeckt und festgestellt, dass dort auch vor der Sendung schon gesendet wird.

Livestream mit der Soviet App

Der mangelnde Livestream im Screenshot ist alleine meiner Internetverbindung zuzuschreiben und nicht der Rundshow. Neben dem TV Bild sieht man als Zuschauer auch die Daumen-hoch-oder-runter-Abstimmungen der User. Das ist wirklich eine tolle M√∂glichkeit aufzuzeigen, wie andere Zuschauer die Sendung empfinden. Rechts unten werden die aktuellsten Tweets, Facebook & Google+ Kommentare, sowie Beitr√§ge √ľber die App selbst angezeigt. Hier h√§tte ich mir nur gew√ľnscht, dass dieser Bereich etwas gr√∂√üer ist, da man maximal drei Beitr√§ge zu sehen bekommt.

Die dritte Sendung habe ich dann nicht mehr live, sondern am n√§chsten Tag bequem in der Mediathek geschaut. Das lag vor allem am Thema: Fu√üball. Auf diese Weise habe ich dann aber herausgefunden, dass nicht nur die Sendung, sondern auch der gesamte Vor- und Nachspann mit angeschaut werden kann. Das ist eine sch√∂ne Idee, denn so werden auch die „normalen“ Zuschauer darauf aufmerksam gemacht, dass es auch ein Vor- und Nachprogramm der Sendung gibt.
Die Sendung an sich fand ich dann doch recht spannend und vom Aufbau eine erneute Steigerung zu den Vorgängersendungen. Vor allem der #flausch und #cat Content waren eine witzige Idee.

Y-Titty finde ich pers√∂nlich nicht so spannend. Vielleicht bin ich daf√ľr einfach schon zu alt. In der letzten Sendung gab es den dritten Teil der Serie auch nicht mehr on air zu sehen. Ob das jetzt an den vielen Diskussionen in der Sendung und der damit verbundenen Verz√∂gerung der Sendung oder an der Kritik zu Y-Titty lag, wissen nur die Macher der Rundshow. Sascha Lobo hat uns auf der re:publica allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass die Teenie-Zielgruppe auf YouTube ist und dort untereinander kommuniziert. M√∂chte man diese erreichen, kommt man an der Videoplattform nicht dran vorbei. In diesem Zusammenhang ist die Idee, Y-Titty in die Sendung zu integrieren, gar nicht mal so schlecht ūüėČ

Auch wenn ich nicht alles toll finde, die Macher der Rundshow machen einen sehr guten Job. Auf uns warten jetzt noch drei weitere Testwochen mit der Rundshow und ich bin schon sehr gespannt, was uns noch alles erwartet.

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Social TV und alle so yeah

… den Eindruck bekommt man, wenn man heute meine Tweets verfolgt hat. Denn ich habe fast nur √ľber Social TV getwittert. Das Thema boomt! Bei Scoop.it habe ich schon vor l√§ngerer Zeit ein Topic zu Social TV angelegt, in dem ich alle relevanten Artikel zum Thema ablege. Dabei erwische ich sicher nicht alle, denn ich habe das Gef√ľhl momentan berichtet jeder dar√ľber (zumindest im englischsprachigen Raum). Auch im deutschen Fernsehen tut sich was. Heute gab es die Ank√ľndigung von Richard Gutjahr zur „neuen“ rundschau, da bin ich sehr gespannt drauf. Das ZDF hat ebenfalls angek√ľndigt, in die Sportschau¬†durch einen Google Hangout¬†einen Hauch Social Media zu integrieren. Und dann gibt es das Programm der re:publica, bei dem Social TV auch Thema ist, z.B. mit dem Slot „ARD – und sie bewegt sich doch„.

Zu Social TV geh√∂ren auch die verschiedenen Check-In Dienste wie GetGlue und Miso. √úber Ostern habe ich mir Sidereel etwas genauer angeschaut. Wie bei GetGlue und Miso kann ich verschiedene Sendungen als „gesehen“ markieren und ich kann Freunden „folgen“. Der Unterschied zu den beiden erstgenannten Diensten ist der Terminkalender. Ich kann verschiedene Shows tracken und sie damit in einen Kalender eintragen. Von Sidereel werde ich dann t√§glich benachrichtigt, zu welcher Sendung eine neue Folge erschienen ist. Da auch amerikanische Serien zwischendurch mal Pausen einlegen ist das gar nicht so schlecht.
Da bei Sidereel auch Links zu den Streams angezeigt werden, hat das Tracking nat√ľrlich eine ganze andere Bedeutung. Wenn man flei√üig alle gesehenen Sendungen anklickt, erscheint bei Sidereel der Hinweis „You are up to date“. Bei den Shows gibt es die Unterscheidung beim Status Hiatus und Current (und theoretisch auch upcoming und concluded).
Dar√ľber hinaus habe ich dank Stephan noch einen weiteren Dienst f√ľr TV und Serienfreunde wie mich entdeckt, n√§mlich¬†Letterboxd. √Ąhnlich wie bei Tweek TV basiert dieses Netzwerk auf Empfehlungen von Freunden. Da √ľberall immer nur von Filmen die Rede ist, existiert zu Serien ein bisschen chaos. Ich habe beispielsweise nach Game of Thrones recherchiert und finde dazu 35 Eintr√§ge, teilweise zur Serie selbst, teils zu einer Staffel oder einzelnen Folgen. Das ist noch nicht perfekt gel√∂st. Ansonsten erm√∂glicht Letterboxd bei Filmen anzugeben, ob man den Film gesehen hat, man kann ihn bewerten, kommentieren usw.
Dar√ľber hinaus erh√§lt man bei Letterboxd Hinweise, welche Filme die Freunde bei Twitter & Facebook so schauen. Was ich gut finde, ist die M√∂glichkeit nach Schauspielern bzw. Regisseuren etc. zu suchen. Ich kann mir auch eine Liste mit Filmen erstellen, die ich schon gesehen habe oder noch sehen m√∂chte. Mein Profil ist noch ziemlich langweilig, da ich noch nicht so wahnsinnig viel mit Letterboxd herumgespielt habe.
Auch wenn Letterboxd und auch Sidereel jetzt nicht direkt etwas mit Social TV zu tun haben. Beide Dienste unterst√ľtzen den Nutzer dabei sich online mit Freunden √ľber Filme auszutauschen. Bei Miso habe ich noch keine SideShow entdeckt. Nat√ľrlich kann man diese auch selbst anlegen, aber wenn dann m√∂chte ich das auch richtig und ordentlich machen und das braucht Zeit ūüėČ Um die User zu motivieren, bietet Miso derzeit in Zusammenarbeit mit HBO an, bei der Superfan Sideshow Challence zu Game of Thrones mitzumachen.
Das folgende Video erklärt die Bedeutung der SideShow und sobald ich selbst einmal eine SideShow erstellt habe, werde ich Euch daran teilhaben lassen.
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Social TV – Wie kann man ein TV-Ereignis und Social Media verbinden

In angloamerikanischen L√§ndern ist Fernsehen bereits l√§ngst nicht mehr das, was es einmal war. Fr√ľher haben sich die Zuschauer ausschlie√ülich vom TV Programm berieseln lassen. Die einzige T√§tigkeit lag beim Programmwechsel beim Zappen via Fernbedienung. Heute l√§uft zeitgleich zum TV auch der PC oder der User hat das Smartphone im Blickfeld. Viele Zuschauer unterhalten sich vor allem via Twitter und Facebook √ľber Serien und TV Ereignisse mit anderen Usern und die Sender diskutieren mit. Generell geht es bei Social TV um Fernsehen, das interaktiv wird und es geht um den Dialog zwischen den Nutzern und den Fernsehsendern.


Nutzungsarten von Twitter und Facebook beim TV-Konsum, Quelle: TVGuide.com

Laut dem Marktforscher GfK nutzen britische Zuschauer unter 35 Jahren vor allem Facebook um sich mit Freunden √ľber das TV-Programm zu unterhalten, w√§hrend sie vor der Mattscheibe sitzen. In den USA sind bereits 40 Prozent der Zuschauer, die ein Smartphone oder Tablet-PC besitzen, parallel zum Fernsehen online.
Jonathan Taplin, Professor f√ľr Neue Medien und Direktor des Annenberg Innovation Lab in Los Angeles, sieht einen enormen Trend zum Social TV: „Interaktives Fernsehen ist uns seit mehr als 20 Jahren versprochen worden, aber es ist nie etwas daraus geworden“. Nach Taplin lag das bisher an der Fernbedienung, die f√ľr nichts anderes tauge, als den Kanal zu wechseln. Jetzt im Zeitalter von Smartphone oder Tablet-PC, √§ndert sich das: „Man hat diese Ger√§te st√§ndig in Griffweite, also nutzt man sie auch.“ (Quelle: Stern)

Social TV in Deutschland

In Deutschland hat die Verbindung von TV und Social Media durch den Tatort erste Ber√ľhrungspunkte erhalten. Nachdem sich der Tatort als gemeinsames Online-Erlebnis etabliert hatte, wurden auch weitere TV-Formate wie z.B. ‚ÄúBauer sucht Frau‚ÄĚ oder ‚ÄúDeutschland sucht den Superstar‚ÄĚ auf Twitter oder Facebook online diskutiert. Dadurch wird das konsumieren einer Sendung zu einem Gemeinschaftserlebnis. Die Nutzer tauschen sich aus und spekulieren √ľber den weiteren Verlauf der Sendung. Der fr√ľher so beliebte gemeinsame Fernsehabend mit der ganzen Familie erh√§lt durch die technologische Entwicklung und die ¬†M√∂glichkeiten von Social Media eine Renaissance. Allerdings diskutieren hier die User gr√∂√ütenteils nur untereinander, w√§hrend die Fernsehsender das Potential scheinbar noch gar nicht richtig erkennen. ¬†
Es l√§sst sich nicht genau spezifizieren, ob und in welchem Umfang die Fernsehsender diese Gespr√§che √ľberhaupt wahrnehmen.

Twitter und Facebook im Deutschen Fernsehen, Quelle: AppAdvisors

Viele Deutsche Sender stehen bez√ľglich Social TV noch am Anfang. Zu aktuellen Beispielen geh√∂ren ProSieben und Sat.1 mit der Castingshow ‚ÄúThe Voice‚ÄĚ und „Gottschalk TV“ von der ARD.
√úber die App ‚ÄúThe Voice of Germany Connect‚ÄĚ konnten die Zuschauer via PC, Tablet oder Smartphone die Twitter-Timeline zum Hashtag #voice und die Facebook-Updates der Show verfolgen und im Chat mit Facebook-Freunden diskutieren. Eine wirkliche Diskussion zwischen Sender und Zuschauer fand allerdings nicht statt. Beim Hashtag #voice wurde nicht mit einem Sprachfilter gearbeitet, so dass auch viele irrelevante Tweets auftauchten. Verbesserungsw√ľrdig ist auch die Integration von Social Media in die Show selbst. W√§hrend der Sendung wurden bspw. nur vereinzelt Tweets vorgelesen oder kurzzeitig eingeblendet. Oft wirkte die Integration von Social Media dar√ľber hinaus etwas zu gewollt. Insgesamt ist die ProSiebenSat1 Media AG trotzdem auf dem richtigen Weg.

Im Gegensatz zur ProSiebenSat1 Media AG bindet die ARD mit Ihrer Sendung ‚ÄúGottschalk TV‚ÄĚ die sozialen Kommunikationskan√§le noch weniger ein. Beim neuen Fernsehformat mit Thomas Gottschalk wurde angek√ľndigt, dass Social Media eine besondere Rolle spielen soll. Die Idee war gut und wurde im Vorfeld sehr stark im Netz thematisiert. Das hohe Kommunikationsvolumen im Vorfeld hat dann auch zu einer guten Einschaltquote der ersten Sendung gef√ľhrt. Das Format an sich und die mangelnde Integration von Social Media f√ľhrte jedoch zu einer schnellen Ern√ľchterung. Social Media spielt bei Gottschalk TV nur eine untergeordnete Rolle und wird kaum oder gar nicht erw√§hnt. Der Sender verspielt hier (noch) sehr viel Potential.


Wie könnte man Social TV effektiver einsetzen?

Wenn sich die Nutzer √ľber eine Sendung online austauschen, k√∂nnten TV-Sender durch eine aktive Teilnahme an den Gespr√§chen sowie das Streuen von ‚Äúexklusiven‚ÄĚ Zusatzinformationen den Usern einen Mehrwert bieten. Die Sendung ‚ÄúGottschalk TV‚ÄĚ k√∂nnte z.B. Links zu Seiten und Projekten der G√§ste, Fotos oder kurze Videos aus dem Backstagebereich etc. einbinden. Und warum fragt man die Zuschauer nicht, welche Fragen sie an die G√§ste haben und beantwortet diese Live in der Sendung? Thomas Gottschalk k√∂nnte sich z.B. auch durch Gespr√§che mit seinen G√§sten √ľber deren Erfahrungen mit Twitter & Co. austauschen um damit sich und die Zuschauer in das Themenfeld Social Media einzuf√ľhren.

Dies w√ľrde nicht nur eine Steigerung der Kundenzufriedenheit und -bindung mit sich bringen, sondern erm√∂glicht den TV-Sendern auch ein direktes Feedback zu den Sendungen zu erhalten. Dieses Feedback kann z.B. zur Verbesserung zuk√ľnftiger Sendungen, Ideengenerierung und Trendforschung eingesetzt werden.

Social TV meets Oscars

Wir haben uns dazu entschieden zumindest den Teil, den wir ohne Hilfe der Sender beeinflussen k√∂nnen, so umzusetzen wie wir uns das w√ľnschen w√ľrden und haben uns als erstes Event f√ľr die Oscar Verleihung in der Nacht vom 26.02.2012 auf den 27.02.2012 entschieden. Das Team welches f√ľr Euch zusammen die Oscar-Nacht zu einem besonderen Social TV Erlebnis machen m√∂chte, setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Mit Couchfunk haben wir einen Anbieter gefunden der sich auf das Themenfeld Social TV spezialisiert hat und auf t3n bereits im Artikel ‚ÄúDas Fernsehen im Wandel ‚Äď Second-Screen-Apps f√ľr den Social-TV-Konsum‚ÄĚ vorgestellt wurde.
Technologisch arbeiten wir mit der von Couchfunk entwickelten App. Diese wurde f√ľr Euch auf einer eigens aufgesetzten Website eingebunden. Zum anderen haben alle die M√∂glichkeit √ľber einen Javascript Code den Stream in jede x-beliebige Website einzubinden.

So k√∂nnt Ihr Euren Lesern die M√∂glichkeit geben auch √ľber Eure Seite an diesem Event teilzunehmen. Es gibt verschiedene Optionen, wie Ihr Euch mit uns und den anderen Teilnehmern austauschen k√∂nnt. Um Beitr√§ge zu verfassen k√∂nnt Ihr entweder ein Benutzerkonto anlegen oder Euch mit Eurem Facebook Account einloggen. Es besteht aber auch die M√∂glichkeit √ľber einen Gast-Account ohne LogIn teilzunehmen. Zus√§tzlich flie√üen alle Tweets mit dem Hashtag #makesocialtv in die App ein. Alle Beitr√§ge k√∂nnt Ihr auch via Twitter und Facebook teilen.¬†

Wir werden f√ľr Euch die gesamte Oscar Verleihung kommentieren und moderieren. Zus√§tzlich werden wir Euch mit Zusatzinformationen versorgen. Von Trailern, √ľber historische Informationen zu den Oscars bis hin zu allen wichtigen Infos zu den Filmen und Schauspielern wird alles vertreten sein. Nat√ľrlich stehen wir Euch auch f√ľr Fragen zur Verf√ľgung und freuen uns auf den Dialog mit Euch.

Ist das jetzt Social TV?

Diese Frage l√§sst sich ziemlich einfach beantworten. Nein, nat√ľrlich ist dies nicht die endg√ľltige Definition von Social TV. Als Sender hat man noch viel mehr M√∂glichkeiten auf das Geschehen im Netz einzugehen und dies wieder in der Sendung aufzugreifen. Das Potential f√ľr die Kombination aus TV und dem Social Web ist enorm und hier sind der Phantasie auch fast keine Grenzen gesetzt. ¬†Auch wir haben noch viel mehr Ideen um das Erlebnis f√ľr die Nutzer noch zu intensivieren. Diese werden wir in k√ľnftige Social TV Events mit einflie√üen lassen. Die Oscar-Verleihung wird das Start-Event f√ľr weitere Projekte sein. Sowohl konzeptionell als auch technologisch werden wir diese Events noch verfeinern und ausbauen. Wir freuen uns auf ein tolles Social TV Event mit Euch!


Dieser Artikel wurde von mir und Stephan Röbbeln verfasst.

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