Monitoring und der Mehrwert für den Konsumenten?

AmsterdamWas Social Media Monitoring mit Amsterdam zu tun hat? Es geht eben doch immer um die passenden Daten. Daran musste ich während meines Städtetrips nach Amsterdam denken. Auf der Suche nach dem passenden Restaurant für das Abendessen haben wir tripadvisor verwendet und natürlich Foursquare. Tools mit lokalen Daten helfen weiter, wenn die Tipps vom Lonely Planet nicht wirklich in der direkten Umgebung liegen. Social Media at its best. Weiterlesen

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Unternehmen und Bewegtbild – Wie bewegen sich deutsche Firmen auf YouTube?

Ich beschäftige mich schon lange mit der Verknüpfung von Bewegtbild und Social Media. Am Anfang lag mein Schwerpunkt auf Social TV, also wie man das klassische Fernsehen und die digitalen Medien miteinander verbindet. Da ich beruflich wenig mit Fernsehsendern, dafür aber sehr viel mit Unternehmen und deren Umgang mit Social Media zu tun habe, lag es nahe, mich mit Corporate TV bzw. Corporate YouTube intensiver zu beschäftigen. Weiterlesen

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Politik, Bewegtbild und Social Media

Letztes Jahr zur US Wahl war die Einbindung von Social Media Inhalten in Politiksendungen noch Neuland. Sowohl die ARD als auch das ZDF haben sich durch eigene Sendungen an das Thema Social TV im politischen Kontext in der Wahlnacht herangetastet.

Social TV Angebot der ARD zur US Wahl

Das Social TV Angebot der ARD verzeichnete nach Angaben der Rundfunkanstalt knapp 90.000 Besucher zwischen 22.45 Uhr und 5.00 Uhr. Zu dem damaligen Zeitpunkt bereits sehr gute Zahlen.

Jetzt – ein Jahr später – ist die Einbindung von Zuschauermeldungen von den verschiedenen Social Media Plattformen nicht mehr wegzudenken. Nahezu alle Sendungen zur diesjährigen Bundestagswahl haben Inhalte aus Social Media integriert. Eine Webseite zur Sendung, auf der die verschiedenen Inhalte der Social Media Kanäle mit eigenem Kommentarsystem kumuliert werden, ist mittlerweile Standard. Der direkte Rückkanal der Social Media Beiträge in die Sendung war bisher allerdings noch keine Selbstverständlichkeit. Hier hat sich in den letzten Monaten und vor allem bei den Formaten zur Bundestagswahl einiges getan.

Da wäre z.B. die Sendung „Überzeugt uns“, die im am 26. August spätabends in der ARD ausgestrahlt worden ist.

Einblendung von Tweets in der Sendung

Die Sendung wurde von Tagesthemen-Sprecher Ingo Zamperoni und Katrin Bauernfeind moderiert. Richard Gutjahr hat zusammen mit dem Social Media Team des SWR das Web im Blick gehabt und als „Twittertussi“ immer wieder interessante Beiträge aus dem Netz während der Sendung vorgelesen. In sogenannten Speeddating-Runden mussten die Politiker in 15 Sekunden zudem Fragen der Zuschauer beantworten. Wie das Bild mit Claudia Roth zeigt, wurden auf dem Fernsehbildschirm darüber hinaus Beiträge aus dem Web eingeblendet.

Ein weiteres Angebot der ARD zur Wahl war der Kanzlercheck. Hier konnten die Zuschauer bereits einige Wochen vor den eigentlichen Interviews mit Angela Merkel und Peer Steinbrück ihre Fragen an die beiden Kanzlerkandidaten einreichen. Damit sich die Zuschauer bereits vorab zu den Wahlthemen informieren konnten und um bereits Content auf der Seite zu haben, wurden sämtliche Inhalte der ARD für die junge Zielgruppe zur Wahl auf der Seite integriert, dazu gehörten beispielsweise auch die beiden Wahlspecials der Sendung Klub Konkret. Über 500 Fragen wurden insgesamt von den Zuschauern eingereicht.

Webseite des Kanzlercheck

Das ZDF hatte zum TV Duell, wie bereits bei der Sendung „Die Debatte“, die Aktivitäten auf Twitter in einem #ZDFnetzradar auf der eigenen Seite gespiegelt. Auf diese Weise konnten Interessierte mitverfolgen, wie viele Tweets während der Sendungen zum TV Duell an sich und zu #Merkel oder #Steinbrueck veröffentlicht worden sind.

ZDRnetzradar zum TV Duel

Die Öffentlich-rechtlichen-Sender waren also insgesamt sehr aktiv bei der Verknüpfung der Formate mit Social Media. Der Sender Pro7, der mit Stefan Raab den einzigen Moderator eines privaten Senders im TV Duell gestellt hatte, hatte für das TV Duell mit #P7TVDuell ein eigenes Hashtag zur Sendung im Einsatz. Wer das TV Duell auf ProSieben mitverfolgt hat, konnte auf deren Social TV Plattform ProSieben Connect auf dem Second Screen mitdiskutieren.

Im Vergleich zur Quote war der Anteil der Social Media Beiträge verhältnismäßig gering. Bei circa 17,64 Millionen Zuschauern haben etwa 36.000 Twitter-Nutzer das Fernsehduell in rund 173.000 Tweets mit dem Hashtag #TVDuell kommentiert.

Durch die zunehmende Einbindung von Social Media in TV-Sendungen wird diese Zahl jedoch steigen. Durch die Einführung von Hashtags bei Facebook wird auch dieses Social Netzwerk zukünftig eine wichtige Rolle im Bereich Social TV spielen.

Durch YouTube & Co haben neben den Fernsehsendern aber auch die Zuschauer die Möglichkeit eigene Inhalte ins Netz zu stellen. Der Journalist Tilo Jung hat Anfang des Jahres die Serie „Jung und naiv“ gestartet, in der er Politiker und Experten mit simplen und naiven Fragen zu politischen Themen löchert.

Bildschirmfoto 2013-10-01 um 21.48.13

Der im August in Deutschland gestartete Social TV Sender joiz hat Tilo Jung für mehrere Folgen im Rahmen der Wahl verpflichtet. Während der Ausstrahlung im TV hat Tilo Jung die Fragen der Zuschauer beantwortet. Auf diese Weise hat es ein Webformat ins klassische Fernsehen geschafft.

Jung und naiv bei joiz

Auch die Sender stellen ihre Inhalte bei YouTube ein. In der Sendung Tagessschaum wurden im Rahmen der Wahl ab Mitte Juni jeweils drei Sendungen pro Woche mit politischen Themen des Tages produziert und vorab bei YouTube eingestellt, bevor die Sendung schließlich im TV ausgestrahlt worden ist. Hier galt also Online first.

Ein weiterer Journalist, der sich mit eigenem YouTube Kanal inhaltlich der Politik und den Wahlen gewidmet hat ist Mirko Drotschmann. Ähnlich wie bei Tilo Jung war die Intention für den Kanal MrWissen2go bestimmte Dinge einfach mal simpel zu erklären. In (fast) fünf Minuten Videos stellt Mirko Drotschmann beispielsweise die verschiedenen Parteien inkl. Parteigeschichte vor. Am Wahlabend hat Mirko Drotschmann mit anderen YouTubern, wie z.B. LeFloyd, einen Hangout veranstaltet und das Ergebnis diskutiert.

Insgesamt gab es zur Wahl sehr viele Hangouts. Tilo Jung hat in Kooperation mit Google ebenfalls mehrere Hangouts durchgeführt und auch die Sender haben eigene Hangouts veranstaltet.

Die Liste an politischen Sendungen mit Social Media Einbindung oder von Zuschauern mit eigenen Formaten könnte noch um weitere Beispiele ergänzt werden. Gerade bei YouTubern spielt Social Media als Feedbackkanal auch eine wichtige Rolle. Die verschiedenen Social Media Plattformen haben sich zu einem festen Bestandteil bei Bewegtbildformaten entwickelt, auf YouTube und im „klasssischen Fernsehen“. Gerade für die jüngere Generation gewinnt der Austausch über Social Media immer mehr an Bedeutung. Auch wenn das Social Media Engagement der Politiker bei dieser Wahl noch keinerlei Auswirkungen auf den Wahlausgang hatte, wird Social Media langfristig einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Politik nehmen.

Der große Erfolg von Formaten wie Jung und Naiv oder MrWissen2go zeigt aber vor allem eins: Der Bedarf an politischen Inhalten, die Sachverhalte einfach erklären ist groß und der aktuellen Jugend kann man mit Sicherheit keine Politikverdrossenheit vorwerfen.

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Social Media und Startups am Beispiel von pixoona

Das Buch von Stephan und mir richtet sich vornehmlich an kleine und mittelständische Unternehmen. Berichte über kleine Unternehmen finde ich in meiner Filterbubble eher selten, in den meisten Fällen werden Social Media Maßnahmen und Kampagnen von großen Unternehmen thematisiert. Es wurde also Zeit, sich in einem Blogartikel mal den KMUs zu widmen. Den Anfang macht pixoona, die einen guten Job in Social Media machen und großen Wert auf Blogger Relations legen:

Was ist pixoona?

pixoona ist ein Bildtagging Dienst, das könnt ihr auf dem Bild schon sehr gut erkennen. Ihr könnt auf den Bildern Kommentare, andere Bilder, Musik oder auch Videos hinterlassen. Also etwa so etwas wie das Personentagging bei Facebook nur mit viel mehr Möglichkeiten. Unternehmen können z.B. in ihrem Blog oder auf der eignen Webseite die Produkte auf dem Bild vertaggen und auf den Online Shop verlinken.


Mit Hilfe der Browser App kann man auch im Bilder im Web mit einem PIX versehen, die dann beim eigenen Profil angezeigt werden, also ein bisschen wie Pinterest. Und die mobile App bietet einen ähnlichen Service wie Instagram & Co.

Auf den Social Media Kanälen erhalten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen und können sich immer wieder bei Aktionen beteiligen.

Meine erste Begegnung mit pixoona war auf dem Barcamp 2012 in München. Das Startup gab es damals noch nicht, aber die Idee haben die Jungs interessierten Teilnehmern des Barcamps ausführlich vorgestellt. Der Kontakt mit Onlinern zieht sich bei pixoona wie ein roter Faden durch alle Projekte. Zum einen gehört pixoona bei manchen Barcamps schon fast zum Inventar, aber auch das Startup bekommt von den Teilnehmern immer wieder wichtigen Input. Schließlich sind die „Early Adopter“ eine relevante Zielgruppe. Aus diesem Grund nimmt pixoona etwa bei 8 bis 10 Barcamps pro Jahr teil.

Etwas mehr Aufmerksamkeit bekam pixoona durch die diesjährige re:publica. Für das Startup war das Bloggertreffen das ideale Event, um den Relaunch der Apps zu präsentieren, dazu gab es einen großen Live-Beat Test. Anstatt sich in der Startup Area mit anderen Startups zu tummeln, hatte pixoona einen größeren Stand gebucht und entsprechend gebrandet. Die Besucher der re:publica konnten sich auf dem Stand mit einem Photo-Booth verewigen.

Bilder, das passt halt auch zum Unternehmen. Darüber hinaus gab es einen amerikanischen Schulbus, der neben Photo-Touren durch Berlin verschiedenen Speaker hatte, die den Teilnehmern ein Thema kurz und knapp vorgestellt hatten. Für alle, die mit ihrer Sessionanfrage bei der re:publica nicht erfolgreich waren, war das eine prima Alternative. Ich habe auch als Speaker mitgemacht und auf einer Tour das Thema Social TV erklärt.

Die Idee zum Blogartikel hatte ich im Rahmen der Bloggertour.

pixoona sucht immer wieder den persönlichen Kontakt mit Bloggern, die Bloggertour sollte ebenfalls dazu dienen die Zielgrupppe kennenzulernen und Zeit mit ihr zu verbringen. Die Bloggertour war vom 17 bis 18. August. Nach einem Zwischenstop in Hannover, u.a. bei t3n, war das erste Event in Hamburg ein gemeinsames Frühstück in St. Pauli. Im Anschluss war eine Fototour geplant, die aber aufgrund mangelnder Teilnehmer leider ausgefallen ist. Da sind wir auch beim Problem der Tour angelangt. Die Planung oder zumindest die Bekanntgabe hat dann doch sehr kurzfristig stattgefunden, viele Blogger waren da bereits anderweitig verplant. Ich habe mich mit den Jungs von pixoona dann spontan auf den Weg nach Kiel zum Barcamp gemacht. Am Sonntag hat uns, neben einer ebenfalls eher geringen Teilnehmerzahl bei der Food Tour, auch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für mich war der Sonntag aber auch interessant. So war ich als Hamburgerin das erste mal im Karolinenviertel und habe einen Blick in die Küche des Herzblut St. Pauli erhalten.

Auf der Reeperbahn halte ich mich eher selten auf, ich hätte mich daher also eher nicht ins Herzblut verirrt. Das Essen war aber wirklich sehr lecker! Auch wenn die Organisation bei pixoona hier und da ein bisschen chaotisch ist, man merkt immer, dass die Jungs es ernst meinen und wirklich an Feedback und Verbesserungsvorschlägen interessiert sind. Die verschiedenen Social Media Plattformen werden bei Startups oft viel ehrlicher und natürlicher genutzt, das fällt mir nicht nur bei Pixoona auf. Social Media gehört da eben zum Kommunikationsprozess dazu.

Julian von pixoona habe ich zum Thema Social Media dann auch gleich noch ein paar Fragen gestellt:

Warum setzt ihr auf Blogger Relations?

Blogger haben oft ein gutes Gespür für neue Entwicklungen. Sie nutzen Apps wie unsere oftmals vor den meisten anderen und finden kreative und nützliche Wege diese für sich einzusetzen. Sie sind zudem ehrlich und direkt. Man kann sich mit Bloggern oft in lockerer Atmosphäre und in regelmäßigeren Abständen austauschen. Dabei geht es nicht immer nur darum, diese dazu zu bringen über uns zu schreiben oder direkt Power-User zu werden. Es geht auch darum von ihnen zu lernen. Zu sehen, wo wir uns noch verbessern können. Oder was interessante Usecases wären und was wir dafür für Voraussetzungen schaffen müssen. Das alles bringt uns weiter.

Wie erfolgreich sind eure Aktionen?

Das hängt stark davon ab welches Ziel wir für eine jeweilige Aktion haben, welche Erfahrungen wir im Vorfeld hatten und wie die Voraussetzungen – ich nenne es mal Umweltfaktoren – gewesen sind. Wir haben schon große Erfolge erzielt und sind auch schon teilweise auf die Nase gefallen. Nur passiert uns letzteres in der Regel kein zweites Mal. Auch daraus können wir viel ziehen und es in die Vorbereitungen der nächsten Aktionen mit einbeziehen. Die re:publica war für uns zum Beispiel ein Erfolg, weil wir mit einem starken Team angerückt sind, ehrlich mit den noch vorhandenen Schwächen unserer Beta umgegangen sind und viel zugehört haben. Dadurch haben wir zum einen gelernt was unserer App noch fehlt. Zum anderen haben wir es geschafft unsere Bekanntheit in einer wichtigen Zielgruppe deutlich zu erhöhen. Das war eine super Basis für all das was folgte und noch folgen wird.

Was für eine Zielsetzung habt ihr dabei?

Zuhören. Lernen. Netzwerken. Und dann auch in Kontakt bleiben. Wenn wir Bloggern oder anderen Menschen, denen wir bei Events begegnen helfen können, machen wir das gerne. Und das stößt auch oft auf Gegenseitigkeit. Und diese Gegenseitigkeit ist die Basis für all das was wir machen. Es bringt nichts nur die Hand aufzuhalten. Aber es ist toll, dass es möglich ist, dass mittlerweile beide Seiten den ersten Schritt machen und man sich danach nicht direkt wieder vergisst. Diese Kultur, die ja auch auf Barcamps vorgelebt wird, fördern wir von Anfang an. Und das wollen wir auch in Zukunft machen.

Wie viel Geld muss man in die Hand nehmen?

Das ist ganz unterschiedlich. Es muss nicht immer alles teuer sein. Kleine Gesten werden genauso wertgeschätzt. Aus unserer Erfahrung geht es insbesondere Erfahrungen und Erlebnisse zu kreieren oder einfach nur gute Gespräche zu haben. Die meisten Blogger sind offene Menschen. Wichtig ist, dass man sowohl versucht lokal ein gutes Netzwerk aufzubauen und sich gleichzeitig herauswagt. Da entstehen dann vor allem hohe Reisekosten. Wenn man ein begrenztes Budget hat, sollte man gerade was Blogger Relations angeht nicht zu viel verstreuen und nur halbherzige Aktionen machen, sondern sich auf ein paar wichtige Aktionen konzentrieren und hierfür ein bisschen mehr investieren. Darüber lassen sich bessere und interessantere Beziehungen aufbauen. Man muss nach den Events dann halt in Kontakt bleiben. Wenn man aber nun eine gemeinsame Basis, eine schöne Erinnerungen hat, dann fällt das deutlich leichter.

Was würdet ihr anderen KMUs oder Startups raten?

Traut euch raus. Guckt euch an, welche Kontakte und Medien für euch wichtig sind und was diese beschäftigt. Analysiert auch was diese ständig von anderen Unternehmen bekommen und wie ihr euch unterscheiden könnt. Wenn wir zum Beispiel unsere Stadtrundfahrt durch Berlin im amerikanischen Schulbus und mit App-Beta-Test nehmen. Das ist etwas woran sich die Teilnehmer erinnern. Wenn ihr nicht wisst wo ihr anfangen sollt, dann geht auf Events wo Leute unterwegs sind, die ähnliche Interessen haben wie ihr. Barcamps gibt es mittlerweile so viele zu den verschiedensten Themen. Da macht ihr die ersten wichtigen Kontakte und lernt wie diese ticken. Und wenn zu eurem Thema noch kein Barcamp dabei ist, dann sprecht mit Bloggern aus eurem Bereich und organisiert selbst eins. Man muss Initiative zeigen wollen. Das geht nicht mit 9-to-5, aber zahlt sich mit der richtigen Einstellung in der Regel aus. Leute mit ähnlichen Interessen zusammenbringen ist ohnehin immer eine gute Idee.

Wie ist Social Media bei euch intern aufgehängt?

Wir nehmen Social Media auf jeden Fall sehr ernst. Alle Leute in unserem Kommunikationsteam kommen damit in unterschiedlicher Intensität und Häufigkeit in Berührung. Zudem haben wir eine Community Managerin und einen Social Media Manager, deren Hauptfokus natürlich darauf liegt. Ein paar Allrounder-Fähigkeiten brauchst du aber wohl in einem Startup immer. 😉

Was ist für euch die wichtigste Social Media Plattform und warum?

Die Plattformen mit denen wir am meisten arbeiten sind auf jeden Fall Twitter, Facebook und unser Blog. Wir sind zudem bei Google+ unterwegs und bauen nach und nach unsere YouTube-Channel auf. Zudem sind wir natürlich damit beschäftigt unsere eigene Community auf pixoona auszubauen und zu supporten. Es ist schwierig eins herauszuheben, weil sie alle in gewisser Weise ihren Zweck erfüllen. Wenn wir aber über Blogger Relations und diese spezifische Zielgruppe sprechen, hat uns Twitter wohl am meisten weitergeholfen. Das liegt aber auch daran, dass die meisten von uns auch vor pixoona mit privaten Accounts sehr aktiv auf Twitter waren und dadurch sich dort eigene Communities gebildet haben. Diese Kontakte pflegen wir natürlich bis heute und pixoona profitiert sicherlich auch davon.

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Über das Schreiben ins Internet

Meine ersten Erfahrungen mit dem Bloggen habe ich 2009 in einem Suchmaschinenoptimierung (SEO) Projekt im Studium gemacht. Die Aufgabe für das Team war damals, einen thematischen Blog zu erstellen, diesen mit Inhalten zu befüllen und durch SEO Maßnahmen den Blog bei Google möglichst gut zu positionieren. Unser Thema waren damals PicooZ, das sind so kleine Hubschrauber. Das Projekt dauerte ein halbes Jahr. Nach dem Projekt habe ich als einzige im Team weitergebloggt, ich hatte meine Liebe zum Bloggen entdeckt. Ich weiß noch, dass es während des Projektes im Team Diskussionen gab, wie man einen Artikel schreiben sollte. Ich hatte eine Idee im Kopf und habe sie einfach aufgeschrieben. Nach den SEO-Richtlinien sollte man sich eigentlich erst Keywords überlegen und diese dann auch entsprechend im Artikel aufgreifen.

By Alejandro Escamilla via Unsplash


Knapp ein Jahr später hatte ich mit Social Media Monitoring das perfekte Thema für meine Masterarbeit gefunden. Und dank Thomas Pleil, der mir empfohlen hat einen Blog zur Masterarbeit zu starten, habe ich ziemlich spontan diesen Blog gegründet. Damals wollte ich den Blog schnell und unkompliziert erstellen, eigentlich war er auch wirklich nur für die Inhalte meiner Masterarbeit gedacht. Aus diesem Grund hatte ich mich für einen einfachen Blogger-Blog anstatt für WordPress entschieden. Dank meiner Masterarbeit gab es im ersten Jahr auch verdammt viele Artikel, 2010 insgesamt 78. Mit dem Ende der Masterarbeit und dem Anfang eines neuen Jobs ist dann auch die Anzahl der Beiträge gesunken.

Ich habe in den vier Jahren, in denen es diesen Blog jetzt gibt, verschiedene Gastartikel veröffentlicht und mich inhaltlich irgendwann auch von dem Thema des Blogs verabschiedet. So kam es dann auch, dass ich den Blog um den Untertitel „Und was es sonst noch so über digitale Kommunikation zu erzählen gibt!“ ergänzt habe. Letztes Jahr habe ich mit Stephan zusammen den We Make Social TV Blog ins Leben gerufen und da einiges an Leidenschaft und Zeit investiert. Viel gebloggt habe ich dort aber auch nicht. Jetzt hatte ich also zwei Blogs, aber keine Motivation mehr zum regelmäßigen Schreiben. Da kam mir so ein Projekt wie Ironblogger Hamburg natürlich sehr recht.

Die Regel der Ironblogger lautet: Einen Artikel pro Woche schreiben, sonst muss man 5 Euro zahlen. Eigentlich eine tolle Idee, also habe ich mich angemeldet. Und tatsächlich habe ich am Anfang auch wieder mehr geschrieben und ich habe meine Leidenschaft für das Bloggen wieder entdeckt. Also alles gut? Jein. Es gibt einfach Wochen, die jobtechnisch sehr stressig sind. Die wenige Freizeit möchte ich dann ungerne in einen ausführlichen Blogartikel investieren. Und dann gibt es Wochen, da fällt mir kein passendes Thema ein, das sich lohnt zu verbloggen. Genau das ist die Krux an der Sache. Die Blogartikel müssen laut Regelwerk zwar keine Mindestlänge haben oder wie es Stefan für die Ironbloggern in Köln festlegt:

Die Beiträge müssen keine Mindestqualität haben (ein einfaches Bild und Link z.B. reicht). Im Zweifelsfall entscheidest Du selbst, ob Du Dich mit dem Beitrag in der Gruppe lächerlich machst oder lieber 5 Euro bezahlst.

Aber für mich ist die Veröffentlichung eines Bildes oder eines Zwei-Satz-Artikels keine Option, unter Bloggen verstehe ich dann doch etwas anderes.

Bevor ich Blödsinn blogge, zahle ich lieber! RT @ibhh_bot: @miss_assmann Deine aktuellen Iron-Blogger-Schulden betragen €15. #IronBloggerHH
— Stefanie Aßmann (@miss_assmann) July 15, 2013

Aber vielleicht sollte man das auch einfach mal diskutieren. Was ist denn eigentlich Bloggen und was versteht man unter einem ordentlichen Blogartikel?

Weil ich in der letzten Zeit ziemlich oft in die Bredouille gekommen bin zu zahlen, habe ich mich unter den anderen Ironbloggern mal umgeschaut. Meine Anforderungen an einen guten Blogartikel teilen dann doch nicht alle. Ich habe leider sehr viele Beiträge entdeckt, mit denen sich die Ironblogger meiner Meinung nach definitiv lächerlich machen. Ist also Geiz geil? In meinem letzten Artikel hier im Blog habe ich mich mit der Länge von Webvideos beschäftigt und bin zum Schluss gekommen: Content is king. Damit ich mir ein Webvideo anschaue, ist der Inhalt entscheidend. Ist das etwa bei Blogartikeln anders? Was haben andere davon, einen Artikel ohne Mehrwert zu lesen? Und was passiert, wenn alle brav bloggen, dann kommt man ja nie zum Trinken und gespendet wird dann auch nicht.

Wer liest eigentlich die ganzen Artikel, die die Ironblogger ins Internet schreiben? Ich habe mir ja einige Beiträge mal angeschaut und da auch ein paar Perlen entdeckt, aber das mache ich bei knapp 50 Ironbloggern in Hamburg sicher nicht regelmäßig. Aber wenn ich mir die Artikel der anderen Teilnehmer überhaupt nicht anschaue, wo genau liegt dann der Mehrwert bei der Beteiligung am Ironblogger Konzept? Ist es vielleicht sinnvoll, die besten Ironblogger Artikel der Woche in einer Top 5 zu präsentieren? Das würde zumindest die Blogger dazu anregen, einen vernünftigen Artikel zu schreiben. Man könnte auch den Top 5 Bloggern einen Joker aushändigen, den man ziehen kann, wenn man eine Woche mal nicht zum Bloggen kommt. Dann schreibt man vielleicht nur alle zwei oder drei Wochen, aber dafür richtig gute Artikel.

@miss_assmann Vorsicht! Beim nächsten Slacken bist du raus. #IronBloggerHH
— IBHH Notifier (@IBHH_Bot) July 29, 2013

Ich bin inzwischen bei 25 Euro Schulden angelangt, wenn ich eine weitere Woche nicht blogge, bin ich raus. Ich habe mir jetzt schon mehrfach die Frage gestellt, ob das wirklich so schlimm ist. In den letzten Wochen waren meine Arbeitswochen oft sehr lang und das Wetter sehr schön. Ich hatte also wenig Zeit zum Schreiben und wenig Zeit mir gute Inhalte für den Blog zu überlegen. Oder ich wollte einfach mal das schöne Wetter genießen 😉 Was bringt es also um jedem Preis einen Artikel zu veröffentlichen? Aber wie kann ich auf der anderen Seite dafür sorgen, dass ich wieder regelmäßig schreibe ohne zwischendurch ein Vermögen zu zahlen?

Durch diesen Artikel bin ich dem Slacken noch einmal entkommen, wieder fast auf den letzten Drücker. Die Lösung, wie man dafür sorgt, dass mehr Blogger regelmäßig in dieses Internet schreiben, aber weniger „Müll“ produzieren, habe ich natürlich nicht gefunden. Die Idee mit den Top 5 oder dem Joker findet ich aber gar nicht so schlecht. Allerdings muss dann auch jemand die ganzen Artikel lesen und bewerten und die Zeit hat dann ja auch keiner.

Wie sieht es denn bei euch aus? Was macht für euch einen guten Blogartikel aus? Welche Art von Beiträgen sind für euch interessant und welchen Anspruch habt ihr an eure eigenen Artikel? Seid ihr mit den Artikeln der anderen zufrieden? Tretet ihr anderen Bloggern mal auf die Füße und sagt auch mal „Den Artikel hättest du dir sparen können“? Sollte man das tun?

Disclaimer: Eigentlich hätte das ein vernünftiger Artikel über die Qualität von Blogartikeln werden können. So richtig zufrieden bin ich mit dem Inhalt allerdings nicht, dafür habe ich mich zu sehr verzettelt. Aber das musste mal raus. Und jetzt seid ihr dran!

Das tolle Bild ist übrigens von der Seite Unsplash. Was es damit auf sich hat, das Daniel bereist in seinem Artikel Blog-Tipp: Unsplash beschrieben.

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Wie lange darf es denn sein? – Über die Länge von Webvideos …

Die Idee zu diesem Blogartikel hatte ich vor zwei Tagen. Thomas Koch hatte sich in seiner Kolumne bei der WirtschaftsWoche dem Thema „Quo Vadis, Werbung“ (lesenswert) gewidmet. Ich wusste, dass am Montag dazu ein Digitales Quartett mit ihm als Teilnehmer stattgefunden hat. Seinen Artikel dazu hatte ich in 10 Minuten gelesen, eine Folge des #Quartett dauert eine Stunde. Der Empfehlung von Ulrike Langer, mir die Sendung doch noch anzuschauen, bin ich bis jetzt noch nicht gefolgt und werde es wahrscheinlich auch nicht mehr tun. Obwohl ich das Format und die Idee dahinter generell sehr gut finde, verfolge ich die Sendung selten bis nie. Sie ist mir einfach zu lang. In Gesprächen mit anderen habe ich festgestellt, dass ich damit nicht alleine bin. Muss man ein Thema denn generell auch 60 Minuten diskutieren? Talkshows im Fernsehen haben natürlich ihre feste Sendezeit. Wäre ja auch blöd, wenn man die Sendung nach 40 Minuten abbrechen würde, weil alles gesagt ist. Was sendet man dann in den restlichen 20 Minuten? Nur weil das bei Fernsehsendern der Fall ist, muss das aber keine Grundvoraussetzung für ein Webvideoformat sein.

Eigentlich ist die Länge eines Formates egal. Ist der Inhalt spannend, dann bleibe ich am Ball. Ich bin beispielsweise auch ein großer Fan vom Format „Jung und naiv“. Die Folgen hatten am Anfang immer eine Länge von etwa 12 Minuten. Zeit, die ich gerne in ein Video investiere, bei dem mich das Thema interessiert. In letzter Zeit werden aber auch hier die Folgen länger. Bei der Folge mit dem Regierungssprecher (21:06 Min.) hat mich das überhaupt nicht gestört, weil das Gespräch insgesamt sehr angenehm war. Die Folge zur Lage in Ägypten (55:04) und zur Sprache im Wahlkampf (37:55) habe ich mittendrin abgebrochen. Nicht, weil mich das Thema nicht interessiert, sondern weil die Videos ihre Längen hatten und ich gemerkt habe, dass ich abschweife. Beim Video zur Sprache im Wahlkampf habe ich mit meinem Bruder einen zweiten Versuch gestartet, erfolglos. Das soll von meiner Seite keine Kritik an den einzelnen Folgen sein. Aber hier merkt man, welche Bedeutung der Interviewpartner und seine Fähigkeit den Inhalt rüberzubringen (Stichwort: Storytelling) hat. Dabei ist ja gerade bei „Jung und naiv“ sehr wichtig, dass die interviewten Personen einfach erzählen. Ich habe nur für mich festgestellt, dass ich bis zu einer Länge von etwa 15 Minuten, mir ein Webvideo in den meisten Fällen bis zum Ende anschaue. Alles was länger dauert, muss mich inhaltlich überzeugen, quasi bei Laune halten, sonst springe ich ab. Dann lese ich lieber einen Hintergrundbericht zum Thema. Und da wären wir wieder beim Anfang vom Artikel. Ich habe zur Zukunft der Werbung eine sehr gute Kolumne gelesen, die den Inhalt sehr gut zusammenfasst. Warum soll ich mir eine Stunde Digitales Quartett anschauen, wenn ich die wichtigsten Punkte in einem Artikel in 10 Minuten lesen kann?

Wie seht ihr das? Wie lange darf eurer Meinung nach ein Webformat dauern und was sind eure Kriterien, damit ihr nicht abschaltet?

—–
Update 1: Und hier sind eure Antworten. Kommentieren ist übrigens auch erlaubt 😉

„Ist der Inhalt spannend, dann bleibe ich am Ball.“ Sehe ich auch so. @miss_assmann über die Länge von Webvideos: http://t.co/E8dQEVt6oP
— Andreas Rickmann (@a_rickmann) July 14, 2013

20min RT @miss_assmann: Wie lange haltet ihr so bei Webvideos aus? Wann schaltet ihr ab? Ich hab da was verbloggt. http://t.co/YFnKU75ahM
— Daniel Rehn (@danielrehn) July 14, 2013

@miss_assmann Keine feste Zeit. Hängt vom Thema/den Personen ab. Auch ne Stunde oder länger. Bei Podcasts stört mich die Dauer auch nicht.
— Steve Rückwardt (@SteveRueck) July 14, 2013

Update 2: Sandra Sperber und Martin Heller vom Webvideoblog (spannender Blog) haben sich auch die Frage, nach der geeigneten Länge – in ihrem Fall von journalistischen – Webvideos gemacht. Sandra antwortet auch auf Twitter und Martin hat seine ausführliche Antwort spontan im Artikel „Darf’s auch etwas weniger sein?“ verbloggt.

@webvideoblog @miss_assmann ohje, ich muss gestehen, ich bin kein guter Zuschauer 1-2 Minuten für Nachrichten.
— Sandra Sperber (@SperberS) July 14, 2013

@webvideoblog @miss_assmann aber wenn ich mal klassisch fernsehen will (zb ne Std Doku) gehe ich auch ins Netz und suche mir bewusst was aus
— Sandra Sperber (@SperberS) July 14, 2013

Update 3: Noch mehr Feedback auf Twitter

.@miss_assmann Webvideos müssen klar erkennbaren bildinformatorischen Mehrwert/Vorteil zum Artikel versprechen. Max 20-30 Min. #webvideo

— Tom Klein (@tmsklein) July 15, 2013

@miss_assmann Je länger ein Video, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass es langweilig oder unlustig wird. Ergo: je kürzer, desto besser.

— Deef Pirmasens (@Deef) July 15, 2013

@miss_assmann Ich halte eine Stunde durch. Wenn es zuweilen auch zäh ist. 🙂

— Christian de Vries (@prcdv) July 15, 2013

@miss_assmann 5min sind perfekt, max 10! Je gefragter das Thema, je besser strukturiert & je interessanter gemacht, desto länger kanns sein

— Gianna (@GluecksGlukose) July 15, 2013

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Social TV bei Unternehmen – Geht das?

Social TV ist grade das Buzzword überhaupt und alle reden darüber, wie die Sender Formate „social“ machen können und sollen. Dabei könnte und sollte Bewegtbild auch für Unternehmen eine wichtige Rolle spielen. Das Thema Corporate TV erhält meiner Meinung nach noch nicht mal annähernd die Bedeutung, die es verdient hätte. Das macht mich traurig.

Warum sich YouTube und Corporate TV lohnt?

Bertram Gugel hat zusammen mit Markus Hündgen auf der re:publica eine Session zu YouTube gehalten. Das Video und die gesamten Folien dazu findet ihr bei Bertram im Blog.

Eine Grafik möchte ich exemplarisch aufgreifen. Die Zahl der aktiven Nutzer ist bei YouTube im Vergleich zu Facebook größer.

Nutzung Facebook vs. YouTube

Und wer jetzt sagt, das sind ja nur die jugendlichen User, der sollte sich die folgenden Zahlen der ARD/ZDF-Onlinestudie anschauen.

Web-2.0-Nutzung 2012 nach Geschlecht und Alter

Die Nutzung von Videoportalen liegt in allen Altersklassen über der Nutzung von privaten Netzwerken und Communities aka Facebook. In Gesprächen mit Offlinern höre ich immer wieder, dass sie zwar keinen Facebook Account haben, sich aber regelmäßig Videos bei YouTube anschauen. Klar, YouTube ist ja auch die zweitgrößte Suchmaschine nach Google.

YouTube ist eine Suchmaschine

Die meisten Unternehmen scheinen das aber noch nicht zu begreifen.

Wie nutzen Unternehmen YouTube?

Viele Firmen haben zwar einen Kanal, nutzen ihn aber nicht wirklich. Da wird dann der neueste Werbespot hochgeladen oder man findet Videos zu aktuellen Kampagnen. Die Inhalte stehen (meist) für sich alleine. Die Verlängerung von Werbespots werden ich sicher in einem anderen Artikel einmal thematisieren. Zum Thema Produktplacement gibt es aktuell einen schönen Artikel im ZDF Blog Hyperland.

Parship hat angefangen, kleine Dokumentation von Paaren als Serie einzustellen, die sich bei Parship kennengelernt haben. Man lässt den Kunden für sich sprechen.

Paarship-Paare

Hornbach setzt auf die hohe Nachfrage nach DIY (Do it yourself) Inhalten und hat eine Playlist unter dem Titel „Hornbach Meisterschmiede“ eingeführt.

Hornbach Meisterschmiede

Macht ja auch Sinn! Wer es schon wieder vergessen hat: YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine! Wenn der Kunde beispielsweise nach „Bodenfliesen verlegen“ sucht, findet er so das Corporate Video. Dass es funktioniert, zeigen die doch sehr ordentlichen Zugriffszahlen. Die Videos sind alle aus dem Jahr 2010 und zeigen damit auch ein weiteres wichtiges Merkmal von YouTube.

Archivaufrufe bei YouTube

Der Anteil der Archivabrufe ist meist höher, als der von neuen Videos.
Über den Inhalt dieser Videos möchte ich in diesem Artikel nicht genauer eingehen, hier gibt es sicher noch Optimierungsbedarf 😉

Was hier jetzt natürlich fehlt ist der interaktive Part.

Kann man als Unternehmen überhaupt Social TV machen?

Die Drogeriemarktkette hat das Format #mitgefragt entwickelt.

Die Zuschauer haben zwei Möglichkeiten sich zu beteiligen.

mitgefragt

Sie können entweder zu einem bestimmten Thema eine Frage einreichen, die dann im Video gestellt wird oder selbst ein Thema vorschlagen. Besucht wird beispielsweise Persil, payback oder die Alnatura.

Auf dem Videocamp im September 2012 haben wir einige Corporate Kanäle analysiert. Von dm wurde damals das mitgefragt Video zu fairy angeschaut. Ich weiß noch, dass wir nicht über zwei Minuten hinaus gekommen sind und das Video damals als langweilig und uninteressant abgestempelt haben.

Wenn man die Idee dahinter nicht kennt, kann man sich natürlich spannendere Inhalte für ein Unternehmen vorstellen. Was für mich hier wieder sehr deutlich wird: Die ersten Minuten entscheiden, ob ein Zuschauer wegklickt oder weiterschaut. Das ist eigentlich auch ein offenes Geheimnis bei der YouTube Community.

Ja und der Inhalt wurde natürlich auch kritisiert. Wie kann ein Unternehmen wie der Drogeriemarkt dm hingehen und dann so langweilige „Werbeinhalte“ für ein Spülmittel bringen. Dazu hatte dm auch einige kritische Kommentare unter dem Video kassiert.

Wenn wir das Konzept jetzt allerdings durch die Social TV Brille beachten, ist das eine großartige Idee. Die Zuschauer haben die Möglichkeit sich aktiv zu beteiligen, sowohl bei der Themenwahl als auch bei der Ermittlung der Fragen. Bei den eingereichten Vorschlägen entscheidet wieder der Zuschauer, welches Thema relevant ist.

Übersicht der Vorschläge

Durch einen Klick auf die Herzen können die Nutzer mitteilen, welches Thema sie interessiert. Man kann sich auch anschauen, welche User-Vorschläge bereits umgesetzt worden sind. Der Einbindung der Zuschauer ist auch bei Journalisten gerade en vogue. Beim #ZDFcheck kann die Community mit recherchieren, welche Wahlaussagen der Politiker korrekt sind. Welche Themen recherchiert werden, entscheidet jedoch das ZDF selbst. Bei der Zeit gibt es den ZEITmagazin Faktomat und die Süddeutsche Zeitung setzt beim Projekt Die Recherche ebenfalls auf das Feedback der Community. Hier ist es umgekehrt: Die Leser geben die Themen vor und die Journalisten recherchieren, also ähnlich dem dm Ansatz. Und jetzt die Masterfrage: Ist es gut, wenn Journalisten so etwas durchführen oder dürfen auch Unternehmen in diesem Bereich tätig sein?

Jetzt mal ehrlich. Ein Drogeriemarkthersteller macht die Produkte, die es verkauft greifbar und stellt sie, die Herstellung und die Unternehmen dahinter vor. Warum interessiert sich den ein Kunde für dm? Hier spielen die Produkte doch eine sehr wichtige Rolle, es ist daher ein verdammt kluger Schachzug diese auf dem YouTube Kanal in den Vordergrund zu stellen.

Neben mitgefragt gibt es bei dm auch die Formate mitgestestet, Schönheit und dm Unternehmen. Mein Fazit: Der YouTube Kanal von dm ist auf jeden Fall einen Blick Wert. Über die genaue Umsetzung lässt sich streiten, aber der Ansatz ist vorbildlich.

Kennt ihr weitere Unternehmen, die ihre Zuschauer aktiv einbeziehen? Dann ab in die Kommentare damit 😉

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Warum Social TV nicht stirbt, und was About:Kate damit zu tun hat

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen immer wieder die Beobachtung gemacht, dass Social TV mit der linearen Diskussion auf Twitter & Co (und ggf. Zusatzinformationen) zum aktuellen Fernsehprogramm gleich gesetzt wird. Das ist zu kurz gedacht, denn Social TV ist viel mehr als das bloße kommentieren von Fernsehsendungen auf Twitter. Die wohl einfachste Definition von Social TV ist die Verknüpfung von Social Media und Fernsehen und das kann auf verschiedene Arten geschehen.

Ab wann spricht man davon, dass Fernsehen „social“ ist? Frank und ich hatten das in unserem Artikel über den aktuellen Stand in Deutschland bereits wie folgt zusammengefasst:

Von “social” im engeren Sinne können wir also immer dann sprechen wenn: Ich etwas mache, das auf andere Einfluss hat (z.B. eine Sendung bewerten oder kommentieren), ich durch Dritte beeinflusst werde (z.B. ein TV Tipp eines Freundes per Mail), wenn ich zusehe, was eine oder mehrere Personen machen (z.B. den Twitter-Stream während des Tatorts lesen), mich selber einbringe (z.B. ein YouTube Video hochlade), mit anderen Nutzern zusammen etwas gestalte (z.B. ein gemeinsamer Hangout), oder aber durch die Daten, die eine große Gruppe erzeugt hat profitiere. (z.B. bessere Orientierung bei IMDb oder iTunes durch Ranking der meistgekauften Apps oder beliebtesten Filme).

Wie kommt es jetzt, dass der Begriff Social TV hauptsächlich mit den Diskussionen auf Twitter parallel zum Programm in Verbindung gebracht wird? Für die Sender ist das Kuratieren von Twitter & Facebook Beiträgen (inkl. eigenem Kommentarsystem) auf der eigenen Webseite zu großen Events schon fast Standard geworden. Während ARD und ZDF ihre Second Screen Angebote Formatbezogen anbieten, können Interessierte die App connect von ProSiebenSat1 für das Programm bei Pro7 und Sat.1 rund um die Uhr nutzen. Anstatt sich einen eigenen Namen für das Second Screen Angebot der ARD zu überlegen, nennt der Sender seine App einfach „Social TV“ und fordert die Zuschauer auf IM Social TV über die Formate zu diskutieren. Das macht die Trennung von linearen Programm und dem Begriff Social TV natürlich nicht einfacher. Aber was ist beispielsweise mit dem Tatort+, bei dem die Zuschauer vor und nach der Ausstrahlung selbst ermitteln konnten?

Bei About:Kate findet wenig bis gar keine Diskussion auf Twitter oder der Facebook-Seite während der linearen Ausstrahlung im TV statt. Trotzdem ist die Serie für mich ein Best Practice für Social TV. Parallel zur Serie gibt es ein Facebook Profil der Protagonistin Kate.

Kate Profil Facebook

Im Namen der Protagonistin werden hier alle möglichen Fundstücke aus dem Social Web veröffentlicht, so wie es viele anderen machen. Wer möchte, kann Kate eine Freundschaftsanfrage schicken. Viele veröffentlichen eigene Inhalte auf dem Profil von Kate. Ich habe die Inhalte von Kate abonniert und eine lange Zeit verfolgt, bis ich mir die erste Folge Wochen nach der Erstausstrahlung im TV angeschaut habe. Auf der eigentlichen Fanpage von About:Kate erfährt der Zuschauer natürlich immer wieder etwas zu der jeweils aktuellen Folge.

Neben der Präsenz auf Facebook gibt es die Webseite von About:Kate. Im Bereich Rezeption erfährt der Besucher alles über die Serie. Dort steht geschrieben:

„Unsere Identität ist virtueller denn je. Wir geben unsere Wünsche und Sehnsüchte in Suchmaschinen ein, streben in sozialen Netzwerken nach Anerkennung und sind eifersüchtig auf das inszenierte Leben anderer. Unsere eigenen Angebereien, Träume und Ängste speisen wir Tag für Tag ins Netz ein und erfinden uns dabei permanent neu. Im Gegenzug erhalten wir unentwegt Input aus dem Web. Die Grenzen zwischen Realem und Inszeniertem verschwimmen und unsere Spuren sind überall und von jedem auffindbar.“

Sind wir nicht alle ein bisschen Kate? Im Rahmen der Serie hat der Zuschauer die Möglichkeit, sich mit der eigenen (virtuellen) Identität auseinanderzusetzen. Hier setzt vor allem die Second Screen App von About:Kate an. Sie begleitet jede Folge mit zusätzlichen Einblicken in Kates Welt und ermöglicht dem Zuschauer Folge für Folge eine Selbstanalyse.

App About Kate

Das tolle an der App, sie funktioniert nicht nur linear, wie wir das von den meisten Second Screen Angeboten der Sender gewohnt sind. Die App erkennt über ein Audiosignal – wie bei Shazam – welche Folge läuft und an welcher Stelle sich der Zuschauer gerade befindet. Warum sollte es auch möglich sein, dass ich die Sendung schauen kann, wann ich möchte, das Zusatzangebot aber nur linear funktioniert? Eine besonders bemerkenswerte Verbindung zwischen der Serie und dem Zuschauer ist ein Telefonanruf während der Folge über die App. Durch die Synchronisation des Audiosignals kann genau festgestellt werden, an welcher Stelle der Zuschauer sich bei der Folge befindet. Ein ziemlicher Clou, denn damit wird dem Zuschauer vor Augen geführt, was technisch möglich ist und welche Spuren er selbst via App preisgibt und hinterlässt.

Passend dazu finde ich im Fernsehzimmer alle Folgen der Serie. Ist es nicht das Hauptanlieger der Sender dass die Inhalte konsumiert werden? Und spielt es wirklich eine wichtige Reihenfolge, ob das linear oder on demand passiert? Für die privaten Sender stellt sich hier natürlich die Frage der Finanzierung, aber hier gibt es auch neue Wege und Möglichkeiten. Auch die Werbung muss sich wandeln, aber damit befasse ich mich in einem anderen Artikel. ProSieben bietet jedenfalls alle Folgen von HalliGalli auch auf der eigenen Webseite an.

Im Gruppenraum bei About:Kate haben die Zuschauer eine weitere Möglichkeit zur Teilnahme. Die Zuschauer sind aufgerufen, eigene Beiträge zu gestellten Aufgaben einzureichen. Die besten Einreichungen werden dann in die Folgen geschnitten und erscheinen im Fernsehen.

Dekorieren

Re Action

Auf der Seite Akte Kate sind Kates digitale Spuren aufgelistet. Suchmaschineneingaben, Playlists, Downloads, Verläufe, Kommentare, Foreneinträge oder Routenbeschreibungen. Dem Besucher wird so ein Spiegel vor Augen gehalten, dass er ebenfalls Spuren im Netz hinterlässt.

Ziehen wir nun Resümee: Was ist an About:Kate nun „social“? Durch die Interaktion mit der Protagonistin auf Facebook, z.B. durch das Veröffentlichen von eigenen Beiträge auf der Pinnwand von Kate, besteht die Möglichkeit, dass dies auch die Freunde der Zuschauer sehen. Das Ergebnis der Therapiesitzungen, die via App möglich sind, kann ebenfalls auf Facebook veröffentlicht werden. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. In der Viacom-Studie wird u.a. thematisiert, dass Social Media heute auch als eine moderne Version einer Programmzeitschrift funktioniert. Zudem rangiert es auf dem dritten Platz (39 Prozent) hinter klassischer Promotion und Mundpropaganda als Quelle, um neue Sendungen zu entdecken. Nach dem „liken“ einer Sendung sind die Zuschauer bis 75 Prozent eher interessiert, sich die Sendung auch anzusehen. An dieser Stelle hat Arte also seine Hausaufgaben gemacht. Die Möglichkeit die Sendung aktiv mitzugestalten fördert darüber hinaus die Bindung an die Sendung. Man muss als Zuschauer doch überprüfen, ob der eigene Beitrag in der Folge aufgegriffen worden ist 😉

Florian Hager, stellvertretender Programmdirektor von ARTE, ist überzeugt, „dass die Sender dem Nutzer die Möglichkeit der Wahl ermöglichen müssen, in welcher Durchdringungstiefe er die Inhalte konsumieren möchte.“ Social TV steht dabei als Sinnbild für eine sich veränderte Fernsehlandschaft. Die Zahl der Zuschauer, denen das klassische Fernsehen – also das reine Konsumieren von Inhalten – zu langweilig ist, steigt.

Crossmedia und transmediales Storytelling sind neben Social TV Begriffe, die in letzter Zeit immer häufiger genannt werden. Transmediales Storytelling bedeutet, dass die Formate durch Konzepte in diese Richtung breiter erlebbar werden und das vor, während und nach der Ausstrahlung im linearen TV. Für mich ist About:Kate neben der tiefen Integration der Zuschauer ein Paradebeispiel, dass Social TV Formate nicht unbedingt mit dem linearen TV verknüpft sein müssen und auch beim on demand Konsum funktionieren.

Das abschließende Wort möchte ich Janna Nandzik, der Regisseurin und Autorin von About:Kate überlassen: „Alles in unserer Serie ist vernetzt und voller Möglichkeiten – genau so, wie es im Internet der Fall ist.“

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Der Bewegtbild Rückblick der re:publica – Alles um und über das Fernsehen

Die re:publica ist nun schon ein paar Tage her. Wie es bei der re:publica üblich ist, spielen die Vorträge meist eine untergeordnete Rolle, auch ich habe nur sehr wenige Vorträge gesehen und war eher damit beschäftigt, meine Twitterkontakte auch mal in „echt“ zu sehen. Es gab auch mehrere Treffen unter der We Make Social TV Redaktion. Das heißt aber nicht, dass das Programm nicht ein paar Perlen hatte, die man sich anschauen sollte.

Das ZDF hat den #ZDFcheck Faktencheck vorgestellt. Worum geht es?

Das ZDF startet zur Bundestagswahl ein crossmediales Projekt, um Politikeraussagen zu checken. Stimmt das eigentlich, was Politiker in Interviews, Talkshows und Reden sagen? Der Faktencheck soll mit dem Zuschauer gemeinschaftlich durchgeführt werden.

Daniel Bröckerhoff aka Doktordab hat in seiner Session den Nutzen und die Risiken von #openjournalism vorgestellt. Worum geht es ?

Journalisten sollen ansprechbar sein, mit Ihrem Publikum interagieren, es in die Arbeit einbeziehen, den Entstehungprozess transparent und nachvollziehbar machen, um Leser und Zuschauer stärker an das eigene Produkt zu binden. Daniel erklärt anhand der Fernsehformate, bei denen er mitwirkt, welche Vor- und Nachteile offener Journalismus mit sich bringen. Und er stellt sein Format st_ry vor, bei dem ich er gemeinschaftlich mit den Zuschauern eine Dokumentation über Datenschutz umsetzen möchte. Hint: Für st_ry wird noch Geld gesammelt.

Die Session zu den SWR Projekten „Zeit der Helden“ und „Tatort+“ gibt es leider nicht online als Video. Daher übernehme ich an dieser Stelle mal die offizielle Beschreibung auf der Seite der re:publica. Worum geht es?

Zeit der Helden

In der neunteiligen Echtzeit-Serie “Zeit der Helden” stimmen Erzählzeit und erzählte Zeit im Fernsehen und im Web überein. Die Timeline auf zeitderhelden.de bildet den Takt ab, in dem die fünf Helden der fiktionalen TV-Serie fünf Tage lang durch die Midlife Crisis schliddern. Das Web hat die »Echtzeit-Fiktion« während der TV-Ausstrahlung unterstützt (vom 25. bis 29. März 2013 auf ARTE und im SWR Fernsehen). Und es bietet eine zusätzliche Erzähl- und Spielebene, die es so nur im Netz gibt: In einer Spurensuche konnten die Spieler die Vergangenheit der krisengeplagten Hauptfiguren aufdecken – und folgten dabei einer parallelen Dramaturgie nach dem Second-Screen-Prinzip.

Ein Transmedia-Projekt, das nicht mit SciFi, Mystery oder einem Mordfall aufwartet, sondern sich um große Fragen des Lebens dreht: Hab ich alles richtig gemacht? Bin ich zufrieden? War’s das mit Mitte 40? Wie geht es weiter?

 Tatort+

Für Krimi-Fans gibt es im Mai 2013 die Anknüpfung an ein Format, das der SWR im vergangenen Jahr mit großem Erfolg gestartet hat: Der “Tatort+” geht in die zweite Runde. Nach dem Ludwigshafener “Tatort”-Spiel von 2012 geht es nun in Stuttgart mit “Spiel auf Zeit” beim “Tatort+ 2013” weiter.

Schon eine Woche vor dem “Tatort” werden die Spieler mit einem Verbrechen konfrontiert, das es aufzulösen gilt. Nika Banovic, den “Tatort”-Zuschauern als Mitarbeiterin der Stuttgarter Spurensicherung bekannt, wird die Spieler durch den Fall führen. Dessen Lösung ist eng mit den Geschehnissen im Tatort “Spiel auf Zeit” verknüpft.

Nach der Ausstrahlung des Tatort im linearen Programm geht das Spiel für die Online-Ermittler weiter.

Ein bisschen hat Guido auch beim digitalen Quartett zum Tatort+ erzählt. Da das digitale Quartett auch eine Art Social TV ist, gibt es hier auch das passende Video dazu. Worum geht es?

Im digitalen Quartett werden wöchentlich aktuelle Themen mit verschiedenen Gästen im Hangout diskutiert. Die Zuschauer können sich via Twitter unter dem Hashtag #Quartett mit einbringen.

Wenn man über die Zukunft des Fernsehens und die Relevanz von Webvideos spricht, kommt man an YouTube nicht mehr vorbei. Worum geht es?

In der Session YouTube zwischen Wildwest und Goldgrobe werfen Bertram und Markus aka Videopunk einen Blick auf YouTube und stellen die Chancen aber auch die aktuellen Problemfehler der Plattform vor.

Und last but not least, berichten in dem Panel „YouTube macht die Stars von heute“ verschiedenen YouTube Stars auf der Bühne über ihre Motivation eigene Inhalte auf YouTube zu erstellen und welche Rolle die Community dabei spielt. Christoph Krachten von Mediakraft, das YouTube Netzwerk das auch einige der Stars auf der Bühne unter Vertrag hat, diskutiert ebenfalls mit.

Haben ich jemand wichtiges oder ein wichtiges Panel vergessen?

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Einmal Feedback bitte! – Wenn Rotation Curation und Buchrezension zusammentreffen

Stephan und ich haben in den letzten 12 Monaten (fast) durchgehend an der Herausgabe unseres Erstlingswerks gearbeitet. Jetzt ist das Buch da. Rien le va plus. Jetzt könnt ihr das Buch lesen und uns euer Feedback mitteilen. Gerade bei einem so komplexen Themengebiet wie dem Einsatz von Social Media im Unternehmen – oftmals gibt es in den einzelnen Bereichen kein schwarz oder weiß, kein richtig oder falsch – ist der Austausch mit möglichst vielen Menschen das Beste, was man machen kann. Von daher wäre es hilfreich und sinnvoll gewesen, den Feedbackprozess offener zu gestalten und die Leser frühzeitig mit einzubeziehen. Dass das wichtig ist, die Erfahrung habe ich bereits bei meiner Masterarbeit gesammelt. Wer meinen Blog von Anfang an verfolgt hat weiß, dass ich hier die einzelnen Kapitel meiner Masterarbeit bereits während dem Schreiben veröffentlicht habe. So hatte ich die Möglichkeit, Feedback direkt einzuarbeiten und die Arbeit damit besser zu gestalten. Als die Arbeit dann fertig war, habe ich sie bei Scribd online gestellt. Ich wollte noch mehr Feedback und ich wollte allen Interessenten die Möglichkeit geben, meine Arbeit auch zu lesen. Bei mir auf dem Rechner hilft sie niemandem.

Wenn man ein Buch schreibt, läuft das ein bisschen anders. Neben dem offiziellen Abgabetermin, gab es Termine zur Teilabgabe. Bis zu diesem Punkt mussten bestimmte Bereiche des Buches fertiggestellt sein. Da Stephan und ich das Buch neben den eigentlichen Job geschrieben haben, war der Zeitplan zum Recherchieren und die Inhalte schließlich in einen Text umzuwandeln knapp, sehr knapp. Zeit für Feedbackschleifen zwischendurch gab es dann leider keine mehr.

Aber jetzt JETZT JEEEEETZT!!! könnt ihr uns Feedback geben und das sollt ihr auch unbedingt. Wir können euer Feedback nicht mehr in die erste Auflage mit aufnehmen, aber vielleicht gibt es ja eine zweite und da ist unserer Meinung nach auf jeden Fall noch Luft nach oben. Und jetzt seid ihr dran.

Wir haben bei Google+ eine Community – also eine Gruppe – erstellt und die einzelnen Kapitel des Buches in Kategorien unterteilt. Ihr könnt und sollt jetzt zu den einzelnen Bereichen euer Feedback abgeben. An die Social Media Nerds Experten Profis whatever bitte hinterlasst hier euer Feedback. Was erzählt ihr euren Kunden, haben wir alle relevanten Bereiche abgedeckt, fehlt was? Und an die kleinen und mittelständischen Unternehmen, für die dieses Buch gedacht ist. Hilft euch das Buch weiter? Sind die Erläuterungen zu kompliziert oder vielleicht zu Basic? An welchen Stellen sollen wir in die Tiefe gehen und was haben wir vielleicht zu tief behandelt?

Wir möchten zusammen mit den Lesern den Inhalt des Buches verbessern und ergänzen. Ich habe da bereits einige Punkte im Kopf, die im Buch noch nicht in aller Ausführlichkeit erklärt worden sind, aber ich möchte gar nicht spoilern. Ihr seid die Leser, ihr müsst sagen was im Buch stehen sollte! Das ganze Feedback und eure Verbesserungsvorschläge fließen dann in die zweite Auflage – falls es eine gibt – mit ein und die „Mitarbeiter“ werden dann natürlich auch im Buch genannt bzw. aufgelistet.

Jetzt ist es natürlich ganz toll, wenn ich um euer Feedback bitte und euch damit ja quasi indirekt zum Buchkauf auffordere. Ich habe insgesamt 5 Exemplare erhalten und ich möchte euch davon ein Exemplar zum Lesen zur Verfügung stellen. Wer mich schon länger kennt, weiß dass ich früher was mit Bibliotheken zu tun hatte. In Bibliotheken kann man Bücher ausleihen. Genau das möchte ich tun ☺

Hier soll nicht ein Twitteraccount, wie bei Rotation Curation, sondern ein Buch durch die Republik wandern. Falls ihr mitmachen möchtet, schreibt das bitte in die Kommentare. Wir werden dann eine Liste erstellen von Personen, zu denen das Buch wandern soll. Die Adresse des nächsten werden wir dann per Mail an den jeweiligen Rezensenten weiterleiten.

Ihr müsst nicht eure Adressen in die Kommentare schreiben, das regeln wir dann im Anschluss per Mail. Das einzige was ihr also machen müsst ist, das Buch lesen und an die nächste Person auf der Liste weiterleiten. Anmerkungen und Feedback zu der Idee oder zum Buch auch gerne in den Kommentaren aber natürlich noch lieber an der entsprechenden Stelle in der Community. Kai hat in seiner Rezension übrigens schon einen prima Anfang gemacht. Genau diese Art von Feedback brauchen wir!

Die Kategorien unterteilen sich wie folgt:

Welche Bereiche bzw . Schritte fallen bei der Einführung von Social Media an:

Kapitel 1 Einführung
Kapitel 2 Vorbereitung
Kapitel 3 Analyse
Kapitel 4 Konzeption
Kapitel 5 Durchführung

Welche Abteilungen bzw. (Unternehmens-)Ziele sind hiervon betroffen:

Kapitel 6 Brand Awareness
Kapitel 7 Kundenzufriedenheit
Kapitel 8 Employer Branding
Kapitel 9 Innovation Management
Kapitel 10 Sales

Und mein zweitliebstes Thema, quasi die Überarbeitung meiner Masterarbeit:

Kapitel 11 Social Media Monitoring

Ja und dann lebt so ein Buch ja von tollen Praxisbeispielen. Wir haben in diesem Buch bereits viele kleine und mittelständische Unternehmen vorgestellt, aber da gibt es sicher noch mehr. Welche Unternehmen kennt ihr, die Social Media perfekt einsetzen?

Und last but not least: Feedback und Wünsche!

Falls ihr nicht bei Google+ seid, dann könnt ihr uns das Feedback natürlich auch auf dem Blog zum Buch oder der Facebook Seite mitteilen. Gerne könnt ihr euch an unsere privaten Accounts richten. Wir sind da für alles Offen und freuen uns auf einen regen und interessanten Austausch.

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