Auf die Ohren – Podcast sind (wieder) in und das sind meine Empfehlungen

Der Kopfhörer ist mein ständiger Begleiter. Auf der Arbeit läuft Musik über Spotify als Hintergrundgeräusch zum Arbeiten. Unterwegs höre ich eigentlich keine Musik. Bis vor einem Jahr war für mich an der Haltestelle oder in der Bahn der typische Griff zum Smartphone selbstverständlich. Ich wollte aber nicht mehr ständig auf’s iPhone schauen. Ihr kennt das. Also brauchte ich etwas, mit dem ich, wenn ich unterwegs bin, beschäftigt werde. Aus diesem Grund habe ich vor einem Jahr mit dem Podcast hören angefangen. Aber nicht nur mich hat das Podcast-Fieber erwischt. Das Thema boomt gerade (wieder). Weiterlesen

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

5 Street Art Künstler, die jeder kennen sollte

Ich <3 Street Art. Das war aber allerdings nicht immer so. Früher konnte ich mit Graffiti und Co nicht wirklich viel anfangen. Schuld an meinem Faible für Street Art ist Sebastian aka Museumsheld. Er war mein Kollege bei elbkind und hat mich in die Welt der urbanen Kunst eingeführt. Im Oktober 2013 habe ich mit Sebastian bereits ein Interview zu seiner Buchveröffentlichung „Open your eyes“ durchgeführt. Und wenn man dann einmal ein paar urbane Kunstwerke auf der Straße entdeckt hat, dann ist es um einen geschehen. Ich kann daher nur jedem raten, geht mit offenen Augen durch die Straßen! Es warten so viele Perlen auf den Straßen auf euch. Weiterlesen

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

Open Your Eyes, Street Art und Social Media – Ein Interview mit Sebastian Hartmann

Sebastian Hartmann aka @MuseumsHeld ist nun seit einem halben Jahr mein Kollege bei elbkind. Wir sitzen uns tagtäglich gegenüber und tauschen uns immer über neue Social Media Trends und alltägliches aus, was uns gerade so beschäftigt. In dem Zusammenhang hat mir Sebastian natürlich von seinem soeben erschienen eBook „Open Your Eyes – Street Art in Düsseldorf“ erzählt und von seiner Leidenschaft zu Street Art.

Ich habe auch schon mehrfach angedeutet, dass ich Interesse an einem Street Art Spaziergang habe 😉 Während dem Reeperbahnfestival hatte ich dann die Gelegenheit dazu und habe sie leider verpasst. Sebastian hat die Tour natürlich verbloggt. Glücklicherweise gibt es in Hamburg mehrere Angebote in Sachen Street Art, so z. B. KNOTEN, das Urban Art Festival, das von der affenfaust in St. Pauli organisiert wurde. Ich war gestern vor Ort und habe ein paar Bilder gemacht.

Aber zurück zu Sebastian und seinem eBook. Bevor ich gestern zur Ausstellung gegangen bin, habe ich mich mit ihm zum Interview getroffen. Sebastian hat mir erzählt, wie es zu dem Buch gekommen ist, welche Inhalte dort zu finden sind und was der Vorteil von eBooks ist. Im Buch findet ihr eine Ansammlung von Bildern und Texten zu Street Art der urbanen Kunst, die Sebastian in den Straßen von Düsseldorf entdeckt und fotografiert hat.

Ich habe mir zu Beginn erst einmal erklären lassen, was Street Art überhaupt ist. Ganz genau weiß Sebastian das aber auch nicht. Street Art sind auf jeden Fall künstlerische Installationen und das Graffiti, was jeder kennt, ist quasi der Grundbaustein für Street Art.

Wie passt jetzt Street Art mit Social Media zusammen? Da er viele tolle Bilder hatte, hat Sebastian erst eine Facebook Seite erstellt (gibt es jetzt auch für Hamburg) und dann einen Blog ins Leben gerufen. Um die Facebook Fans wieder ins echte Leben zu holen, wie Sebastian so schön sagt, hat Sebastian in Düsseldorf hin und wieder Street Art Führungen gemacht. Momentan erstellt Sebastian gerade eine Street Art A, B, C.

       

Das Buch ist mit der Veröffentlichung auch nicht fertiggestellt, jeder der in Düsseldorf unterwegs ist und Street Art fotografiert und mit dem Hashtag #StreetArtDue taggt, dessen Bilder erscheinen auf der entsprechenden Seite im eBook.

Jetzt habe ich aber genug erzählt, jetzt lasse ich Sebastian endlich zu Wort kommen. Das ganze Interview gibt es in der folgenden SoundCloud Datei zum Nachhören.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

Gedanken zur Zeitungsdebatte oder die Frage nach Push oder Pull

Momentan erscheint auf Spiegel Online im Rahmen eines Dossiers über die Zukunft der Zeitung jeden Tag ein Artikel von einem Journalisten, Zeitungsmacher oder einem Kenner der Szene. Interessantes Thema, ich habe mich im Jahr 2008 auch im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit den Strategien der Zeitungmacher zur Bindung der Leser beschäftigt. Also habe ich heute wieder zwei Artikel gelesen, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Da wäre zum einen der Artikel von Mario Sixtus. Er bringt wichtige Fragen wie bspw. das Thema Ökonomie und Ökologie auf den Tisch. Im Anschluss habe ich den Artikel von RZ Chefredakteur Christian Lindner gelesen. Er schildert, welche Chancen regionale Zeitungen in Kooperation mit dem Leser haben und er liefert einige Argumente für Print, die ich ehrlich gar nicht so verkehrt finde.

Beide haben sie ihre Berechtigung, obwohl beide unterschiedliche Aussagen haben. Auf der einen Seite die Sichtweise eines Journalisten, auf der anderen die eines Zeitungsmacher. Aber wie sieht eigentlich die Sichtweise eines Lesers aus?

Ich schreibe in dem Beschreibungstext bei Twitter über mich „Ist in diesem Internet zuhause und macht was mit digitaler Kommunikation bei elbkind GmbH …“ Über die „Netzgemeinde“ sagt man ja, sie ist politisch sehr interessiert. Ich würde sagen, dass das auch auf mich zutrifft. Ich bin zwar am Thema Politik interessiert, die Zeit mich umfassend zu informieren habe ich allerdings nicht.

Ich besuche nicht jeden Morgen die Seiten von Spiegel Online, der Zeit oder der Süddeutschen. Bei mir stehen ganz andere To Dos auf meiner Liste, wenn ich morgens anfange zu arbeiten. An manchen Tagen habe ich auch keine Zeit meine Timeline bei Twitter zu lesen. Wenn ich das tue und dort spannende Artikel empfohlen bekomme, lese ich diese aber auch.

Während eines Praktikums im Studium bin ich immer von Darmstadt nach Frankfurt gefahren und habe mir für die Fahrt oft die Welt Kompakt gekauft. Das Wichtigste zusammengefasst. Warum ich mir die Welt Kompakt und nicht die Süddeutsche oder einen andere große Tageszeitung gekauft habe, ist einfach erklärt: Sie fasst das Wichtigste zusammen und da habe ich die Chance aufgrund der geringen Anzahl an Beiträgen auch alle zu lesen. Was ich morgens nicht geschafft habe, habe ich auf der Heimreise im Zug gelesen.

Mittlerweile habe ich die Welt Kompakt im Abo, aber ich lese sie fast nie. Mir fehlt der „lange“ Weg, die Zugfahrt, zur Arbeit. Warum ich überhaupt eine Zeitung im Abonnement habe? Ich habe eine bestimmte Anzahl an Artikeln zur Region, Deutschland und dem internationalen Weltgeschehen, die mich insgesamt auf den aktuellen Stand bringen. In der Hinsicht kann ich also Christian Lindner zustimmen. Meine Eltern lesen den Trierischen Volksfreund, weil das die einzige Möglichkeit ist, regional informiert zu bleiben. Ich habe mich lange Zeit nicht für Regionalpolitik interessiert. Für mich waren die Städte bisher immer nur das Zuhause auf Zeit, der Wohnort bis zum nächsten Job. Hier in Hamburg ist das zum ersten Mal anders. Ich fühle mich hier wohl, kann mir vorstellen hier sesshaft zu werden. Was hier regional passiert, weiß ich aber ehrlich gesagt (noch) nicht.

Wie informiere ich mich eigentlich oder besser, wie versuche ich mich zu informieren?

Natürlich habe ich die Topmeldungen der Zeitungen auch in meinen RSS Reader integriert, dort schaue ich aber vielleicht einmal pro Monat rein. Ich bekomme den Reader einfach in nicht in meinen Tagesablauf integriert. Das gleiche gilt für Rivva, Virato, die Social-Media-Presseschau der Süddeutschen Zeitung, den tollen Service Tame. Alles prima Tools, Rivva und Feedly habe ich sogar als Startseite bei meinen Browsern eingerichtet, aber es hilft nichts. Auch bei Facebook, wo ich mich täglich aufhalte, habe ich eine Liste mit Nachrichtenseiten erstellt. Ich nutze sie nur selten. Damit ich doch mitbekomme, was in der Welt so los ist habe ich bei für mich wichtigen Nachrichtenseiten ein Häkchen gesetzt, so dass ich über neue Schlagzeilen informiert werde.

Leider werde ich damit auch über viele uninteressante Inhalte informiert, die auf den Seiten geteilt werden. Ich möchte die wichtigsten Inhalte – am liebsten aus verschiedenen Zeitungen – nach meinen Bedürfnissen zusammengestellt bekommen. Nicht Pull sondern Push. Die Zeitung bekomme ich jeden Morgen in meinen Briefkasten geliefert mit einer Auswahl an Artikeln. Hier fehlt allerdings die Personalisierung. Ich mag die Trending Mails von Twitter, weil sie mir immer wieder einen Überblick über bestimmte Inhalte aus meinem Netzwerk geben.

Newsletter haben derzeit ein Comeback. Das passiert doch auch nicht alles ohne Grund?! Ich lasse mich aktuell von Martin Giesler, Jannis Kucharz und Florian Kohl regelmäßig informieren, was die wichtigsten Neuigkeiten sind. Wer andere tolle Newsletter kennt, am liebsten zu politischen Themen, her damit! Auf diese Weise gebe ich dem Slogan „Wenn die Nachricht wichtig ist, wird sie mich finden.“ ein klein wenig Nachhilfe. Diese Inhalte erhalte ich aber bequem per Push in mein Emailpostfach und da werden sie von mir auch gelesen.

Während ich Seiten wie Rivva, Virato oder Tame aktiv besuchen muss (Pull). Ich tue das nicht oder nur selten, weil ich die Seiten nicht mag, sondern weil diese Dienste im Alltag bei mir in Vergessenheit geraten. Das ist bei mir glaube ich auch der Grund, warum ich Google+ einfach noch nicht nutze. Die Webseiten der Zeitungen besuche ich da schon öfter, aber oft auch nur durch Verlinkungen bei Twitter oder Facebook.

Zur Zeitungskrise werfe ich also nicht nur noch mehr Fragen auf, ich bringe auch keine Lösungen. Wie informiert ihr euch und welche Rolle spielen dabei Facebook, Twitter und RSS Feeds? Wonach entscheidet ihr, ob ihr euch zu einem Thema jetzt auf Süddeutsche, Zeit Online oder SpOn informiert? Oder lest ihr alle Artikel, um die Problematik aus den verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten? Wie viele Artikel lest ihr pro Tag?

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

Über das Schreiben ins Internet

Meine ersten Erfahrungen mit dem Bloggen habe ich 2009 in einem Suchmaschinenoptimierung (SEO) Projekt im Studium gemacht. Die Aufgabe für das Team war damals, einen thematischen Blog zu erstellen, diesen mit Inhalten zu befüllen und durch SEO Maßnahmen den Blog bei Google möglichst gut zu positionieren. Unser Thema waren damals PicooZ, das sind so kleine Hubschrauber. Das Projekt dauerte ein halbes Jahr. Nach dem Projekt habe ich als einzige im Team weitergebloggt, ich hatte meine Liebe zum Bloggen entdeckt. Ich weiß noch, dass es während des Projektes im Team Diskussionen gab, wie man einen Artikel schreiben sollte. Ich hatte eine Idee im Kopf und habe sie einfach aufgeschrieben. Nach den SEO-Richtlinien sollte man sich eigentlich erst Keywords überlegen und diese dann auch entsprechend im Artikel aufgreifen.

By Alejandro Escamilla via Unsplash


Knapp ein Jahr später hatte ich mit Social Media Monitoring das perfekte Thema für meine Masterarbeit gefunden. Und dank Thomas Pleil, der mir empfohlen hat einen Blog zur Masterarbeit zu starten, habe ich ziemlich spontan diesen Blog gegründet. Damals wollte ich den Blog schnell und unkompliziert erstellen, eigentlich war er auch wirklich nur für die Inhalte meiner Masterarbeit gedacht. Aus diesem Grund hatte ich mich für einen einfachen Blogger-Blog anstatt für WordPress entschieden. Dank meiner Masterarbeit gab es im ersten Jahr auch verdammt viele Artikel, 2010 insgesamt 78. Mit dem Ende der Masterarbeit und dem Anfang eines neuen Jobs ist dann auch die Anzahl der Beiträge gesunken.

Ich habe in den vier Jahren, in denen es diesen Blog jetzt gibt, verschiedene Gastartikel veröffentlicht und mich inhaltlich irgendwann auch von dem Thema des Blogs verabschiedet. So kam es dann auch, dass ich den Blog um den Untertitel „Und was es sonst noch so über digitale Kommunikation zu erzählen gibt!“ ergänzt habe. Letztes Jahr habe ich mit Stephan zusammen den We Make Social TV Blog ins Leben gerufen und da einiges an Leidenschaft und Zeit investiert. Viel gebloggt habe ich dort aber auch nicht. Jetzt hatte ich also zwei Blogs, aber keine Motivation mehr zum regelmäßigen Schreiben. Da kam mir so ein Projekt wie Ironblogger Hamburg natürlich sehr recht.

Die Regel der Ironblogger lautet: Einen Artikel pro Woche schreiben, sonst muss man 5 Euro zahlen. Eigentlich eine tolle Idee, also habe ich mich angemeldet. Und tatsächlich habe ich am Anfang auch wieder mehr geschrieben und ich habe meine Leidenschaft für das Bloggen wieder entdeckt. Also alles gut? Jein. Es gibt einfach Wochen, die jobtechnisch sehr stressig sind. Die wenige Freizeit möchte ich dann ungerne in einen ausführlichen Blogartikel investieren. Und dann gibt es Wochen, da fällt mir kein passendes Thema ein, das sich lohnt zu verbloggen. Genau das ist die Krux an der Sache. Die Blogartikel müssen laut Regelwerk zwar keine Mindestlänge haben oder wie es Stefan für die Ironbloggern in Köln festlegt:

Die Beiträge müssen keine Mindestqualität haben (ein einfaches Bild und Link z.B. reicht). Im Zweifelsfall entscheidest Du selbst, ob Du Dich mit dem Beitrag in der Gruppe lächerlich machst oder lieber 5 Euro bezahlst.

Aber für mich ist die Veröffentlichung eines Bildes oder eines Zwei-Satz-Artikels keine Option, unter Bloggen verstehe ich dann doch etwas anderes.

Bevor ich Blödsinn blogge, zahle ich lieber! RT @ibhh_bot: @miss_assmann Deine aktuellen Iron-Blogger-Schulden betragen €15. #IronBloggerHH
— Stefanie Aßmann (@miss_assmann) July 15, 2013

Aber vielleicht sollte man das auch einfach mal diskutieren. Was ist denn eigentlich Bloggen und was versteht man unter einem ordentlichen Blogartikel?

Weil ich in der letzten Zeit ziemlich oft in die Bredouille gekommen bin zu zahlen, habe ich mich unter den anderen Ironbloggern mal umgeschaut. Meine Anforderungen an einen guten Blogartikel teilen dann doch nicht alle. Ich habe leider sehr viele Beiträge entdeckt, mit denen sich die Ironblogger meiner Meinung nach definitiv lächerlich machen. Ist also Geiz geil? In meinem letzten Artikel hier im Blog habe ich mich mit der Länge von Webvideos beschäftigt und bin zum Schluss gekommen: Content is king. Damit ich mir ein Webvideo anschaue, ist der Inhalt entscheidend. Ist das etwa bei Blogartikeln anders? Was haben andere davon, einen Artikel ohne Mehrwert zu lesen? Und was passiert, wenn alle brav bloggen, dann kommt man ja nie zum Trinken und gespendet wird dann auch nicht.

Wer liest eigentlich die ganzen Artikel, die die Ironblogger ins Internet schreiben? Ich habe mir ja einige Beiträge mal angeschaut und da auch ein paar Perlen entdeckt, aber das mache ich bei knapp 50 Ironbloggern in Hamburg sicher nicht regelmäßig. Aber wenn ich mir die Artikel der anderen Teilnehmer überhaupt nicht anschaue, wo genau liegt dann der Mehrwert bei der Beteiligung am Ironblogger Konzept? Ist es vielleicht sinnvoll, die besten Ironblogger Artikel der Woche in einer Top 5 zu präsentieren? Das würde zumindest die Blogger dazu anregen, einen vernünftigen Artikel zu schreiben. Man könnte auch den Top 5 Bloggern einen Joker aushändigen, den man ziehen kann, wenn man eine Woche mal nicht zum Bloggen kommt. Dann schreibt man vielleicht nur alle zwei oder drei Wochen, aber dafür richtig gute Artikel.

@miss_assmann Vorsicht! Beim nächsten Slacken bist du raus. #IronBloggerHH
— IBHH Notifier (@IBHH_Bot) July 29, 2013

Ich bin inzwischen bei 25 Euro Schulden angelangt, wenn ich eine weitere Woche nicht blogge, bin ich raus. Ich habe mir jetzt schon mehrfach die Frage gestellt, ob das wirklich so schlimm ist. In den letzten Wochen waren meine Arbeitswochen oft sehr lang und das Wetter sehr schön. Ich hatte also wenig Zeit zum Schreiben und wenig Zeit mir gute Inhalte für den Blog zu überlegen. Oder ich wollte einfach mal das schöne Wetter genießen 😉 Was bringt es also um jedem Preis einen Artikel zu veröffentlichen? Aber wie kann ich auf der anderen Seite dafür sorgen, dass ich wieder regelmäßig schreibe ohne zwischendurch ein Vermögen zu zahlen?

Durch diesen Artikel bin ich dem Slacken noch einmal entkommen, wieder fast auf den letzten Drücker. Die Lösung, wie man dafür sorgt, dass mehr Blogger regelmäßig in dieses Internet schreiben, aber weniger „Müll“ produzieren, habe ich natürlich nicht gefunden. Die Idee mit den Top 5 oder dem Joker findet ich aber gar nicht so schlecht. Allerdings muss dann auch jemand die ganzen Artikel lesen und bewerten und die Zeit hat dann ja auch keiner.

Wie sieht es denn bei euch aus? Was macht für euch einen guten Blogartikel aus? Welche Art von Beiträgen sind für euch interessant und welchen Anspruch habt ihr an eure eigenen Artikel? Seid ihr mit den Artikeln der anderen zufrieden? Tretet ihr anderen Bloggern mal auf die Füße und sagt auch mal „Den Artikel hättest du dir sparen können“? Sollte man das tun?

Disclaimer: Eigentlich hätte das ein vernünftiger Artikel über die Qualität von Blogartikeln werden können. So richtig zufrieden bin ich mit dem Inhalt allerdings nicht, dafür habe ich mich zu sehr verzettelt. Aber das musste mal raus. Und jetzt seid ihr dran!

Das tolle Bild ist übrigens von der Seite Unsplash. Was es damit auf sich hat, das Daniel bereist in seinem Artikel Blog-Tipp: Unsplash beschrieben.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

Projekt: Spanien #discovertheworld

Ich habe in den letzten Jahren einige Orte in Europa bereist. Spanien war bisher nicht dabei. Irgendwie haben sich aufgrund meiner Reisepartner immer andere Orte, andere Reiseziele ergeben. Dabei steht Spanien seit Jahren bei mir ganz oben auf der Liste, neben Lissabon in Portugal. Anfang Mai waren wir mit meiner Firma elbkind in Xàbia, einer kleinen Hafenstadt im Norden der Costa Blanca mit dem grandiosen Strand Playa El Arenal. Und bei mir hat es „klick“ gemacht. Nach der Rückkehr aus Spanien haben ich mir gleich einen Reiseführer von Spanien zugelegt. Es steht zwar noch nicht genau fest, wann, wie und wo ich Spanien bereise, dass es in der nächsten Zeit einen längeren Trip nach Spanien geben wird, ist jedoch besiegelt.

Es ergeben sich also jetzt folgende Fragestellungen:

Wann?

Für den Zeitrahmen gibt es zwei grobe Zeiträume: Einmal der Herbst 2013 – was organisatorisch eng werden könnte – und das Frühjahr 2014.

Was möchte ich von Spanien eigentlich sehen?

Ich habe mich jetzt erst einmal für Katalonien und Levante entschieden, also vielleicht eine Tour von Barcelona nach Alicante oder umgekehrt. Genau entschieden habe ich mich aber noch nicht.

Wie lange soll das Ganze dauern?

Ich plane mal so grob mit 10 bis 14 Tagen. Wie lange ich an den einzelnen Orten verweile würde ich dann jeweils vor Ort entscheiden.

Wie möchte ich reisen?

Ich war noch nie ein großer Fan von Pauschalreisen und nachdem mein Kalifornien Trip letztes Jahr so verdammt großartig war, steht auch bei Spanien der Roadtrip mit dem Auto auf der Agenda. Das heißt Mietwagen und die erste Übernachtung sichern und der Rest wird dann spontan entschieden und unterwegs festgelegt.

Also das volle Touri-Programm?

Nein. Ich möchte natürlich auch was vom Land sehen, die wichtigsten touristischen Punkte abklappern, aber ich möchte vor allem Land und Leute kennenlernen, auch abseits von den Touristenhochburgen. Das Vorhaben beinhaltet dann gleich ein weiteres Teilprojekt: Spanisch lernen. Ja, so einen Spanisch Grundkurs habe ich neben dem Studium auch schon gemacht, da war ich aber mit anderen Baustellen aka Bachelorarbeit & Co beschäftigt. Und ich bin der Ansicht, wenn ich ein anderes Land bereise sollte ich die Sprache zumindest im Ansatz beherrschen.

Das heißt wo übernachten?

Von Couchsurfing über Pensionen und Hostels geht eigentlich alles.

Warum erzähle ich das euch alles und warum gibt es diesen Blogartikel?

Der wichtigste Punkte ist wohl der, dass wenn ich allen davon erzähle, ich eher keinen Rückzieher mehr mache 😉 Ja und dann bin ich zwar jetzt mit einem Reiseführer bewaffnet, ich habe vom Land und den Leuten aber keine Ahnung und bin daher offen für euer Feedback: Was sollte ich in Spanien unbedingt sehen, mit wem sollte ich sprechen bzw. wen sollte ich kennenlernen? Kennt ihr ein paar nette Spanier? Welche Reiseroute könnte ihr mir empfehlen? Habt ihr Tipps in Sachen Übernachtung? Und ganz wichtig: Spanisch lernen. Gibt es tolle Onlinekurse oder – die Frage geht jetzt an die Hamburger – gibt es hier lokale Sprachtandems etc.?

Die Reise selbst und wahrscheinlich sogar auch die Vorbereitungen werden ich natürlich dokumentieren. Da ich das nicht unbedingt hier im Blog machen möchte, gibt es dazu bald einen Tumblr. Ich werde mir auch noch mal ausführlicher Gedanken machen, wie ich Land und Leute eigentlich festhalten möchte.

Und jetzt seid ihr an der Reihe. Ab in die Kommentare mit eurem Feedback 🙂

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

… und was hast du heute vor? Ein Interview mit Patrick von SessionLine

Mein ehemaliger Kollege bei elbkind, Patrick Henke, hat sich mit Freunden zusammen getan und das Aktivitäten-Netzwerk SessionLine gegründet. Ich fand die Idee dahinter schon immer wahnsinnig spannend. Warum? Weil ich ein Umzugskind bin. In den letzten Jahren habe ich sehr oft die Stadt und damit auch den Freundeskreis gewechselt. Jetzt drehen die Jungs richtig los, Zeit also sich SessionLine einmal genauer anzuschauen und vorzustellen. Ich habe Patrick am Donnerstag getroffen und mich mit ihm über SessionLine unterhalten.

Was ist SessionLine?

Patrick: SessionLine ist ein Netzwerk für private Aktivitäten. Jeder Nutzer kann auf der Webseite private Vorhaben als „Sessions“ veröffentlichen und so über den eigenen Freundeskreis hinaus darauf aufmerksam machen. Als SessionLine-Nutzer ist man also Teil einer großen Community, in der gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.

Wie nutze ich SessionLine? Wie ist eure Seite aufgebaut?

Patrick: Die zwei Hauptelemente sind die „SessionLine“ und die Karte. Wir nutzen die Karten von Google Maps, die unserer Meinung nach am einfachsten zu verwenden sind. 
In der SessionLine werden alle Sessions aufgelistet, die auch auf der Karte zu sehen sind (und andersrum). Jede der sieben Kategorie hat eine eigene Farbe und ein eigenes Symbol, wodurch sie leicht voneinander zu unterscheiden sind. 
Um unsere Seite nutzen zu können, muss man nicht eingeloggt sein. Die SessionLine kann direkt nach Kategorien und Stichworten gefiltert werden. Wenn man eingeloggt ist, kommt auf der rechten Seite noch ein Live-Stream und der Chat hinzu. 
Unter „Meine Session“ findet man eine Übersicht über alle Sessions, mit denen man in Verbindung steht (Als Autor, Teilnehmer, Beobachter oder Anfragender).

Warum macht ihr das?

Patrick: Wir sind der Meinung, dass wir mit den Menschen in unserer Umgebung viel besser vernetzt sein sollten. Wenn man z.B. in einer Stadt gezielt neue Kontakte knüpfen möchten, dann ist das in der Regel eine wahre Herausforderung. Wo finde ich Leute, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin und die auch noch die gleichen Interessen haben? Und wie komme ich mit diesen Leuten am besten in Kontakt? SessionLine ist unsere Antwort auf diese Fragen.

Jeder von uns möchte tolle Sachen erleben und seine Freizeit abwechslungsreich und passend zu seinen Interessen gestalten. Genau das wollen wir unterstützen! Manchmal ist in dem eigenen Freundeskreis auch mal nichts los oder man sitzt mit seinen Freunden zusammen und überlegt, was man am besten unternehmen könnte.

SessionLine soll als „Veranstaltungskalender für private Aktivitäten“ ein Ort sein, an dem man zum einen einfach und schnell herausfinden kann, was die Leute in der Umgebung unternehmen und zum anderen auch ganz leicht auf eigene Vorhaben aufmerksam machen kann.

Unser Ziel ist es, eine vorher nicht dagewesene Vielfalt an Unternehmungsmöglichkeiten auf einer Webseite für jeden Nutzer übersichtlich zusammenzufassen.

Was ist der Unterschied zu New-in-town, niriu & Co? Was ist der Mehrwert für den Nutzer?

Patrick: Im Gegensatz zu New-in-Town ist unserer Angebot komplett kostenlos. Sowohl das Veröffentlichen von Aktivitäten als auch das Teilnehmen an Sessions ist bei uns uneingeschränkt möglich. Auch beim Aufbau der Seite gibt es große Unterschiede. Uns ist vor allem wichtig, dass unsere Webseite übersichtlich, selbsterklärend und einfach zu verwenden ist. Wie oben schon erwähnt,findet man bei uns alle Aktivitäten sowohl in der „SessionLine“ als auch auf der Karte. Die wichtigsten Bereiche sind immer nur einen Klick entfernt.

Niriu hat seinen Fokus auf die Nachbarschaft gelegt. Hier geht es vor allem darum, die Nachbarn miteinander zu vernetzen. Wenn man also seine Nachbarn kennenlernen möchte, dann ist man hier richtig. Ähnlich wie bei New-in-town richtet sich das Angebot in erster Linie aber auch nur an eine bestimmte Nutzergruppe.

Angebote aus dem Bereich „People Discovery“ (wie z.B. Highlight oder Gauss) stellen dagegen die Nutzer in den Mittelpunkt, wodurch auch der Eindruck einer Datingbörse entstehen kann. Erst muss man Profile nach Gemeinsamkeiten durchsuchen und dann einen geeigneten Grund für die Kontaktaufnahme finden.

Was machen wir anders?

Wir vergleichen SessionLine immer wieder gerne mit Twitter. Warum? Twitter ist übersichtlich aufgebaut, konzentriert sich nur auf das Wesentliche und kann für alles mögliche verwendet werden – das finden wir super! Twitter schreibt über sich:

„Twitter ist ein Echtzeit-Informationsnetzwerk, das Dich mit den neuesten Geschichten, Ideen, Meinungen und Nachrichten über das verbindet, was Du interessant findest.(…)“ (Quelle)

Twitter bietet also einfach nur eine Plattform an, die jeder so nutzen kann, wie sie für ihn am meisten Sinn macht. Genau das wollen wir mit SessionLine auch machen und deswegen haben wir unser Angebot auch so aufgebaut, dass es jeder ganz individuell für sich nutzen kann.

Für wen bietet ihr das an? Wer ist eure Zielgruppe?

Patrick: Unsere Zielgruppe sind Personen, die ihre Freizeit abwechslungsreich gestalten und keine interessanten Aktivitäten mehr verpassen wollen. Unser Angebot richtet sich sowohl an Zugezogene als auch an Ansässige. Einfach an jeden, der etwas unternehmen möchte.

Bei Facebook gibt es zahlreiche Gruppen, in denen man sich mit anderen verabreden kann. Was sagst du dazu?

Patrick: Das geht schon, nur ist die Reichweite einer Gruppe schon allein durch ihre Mitglieder beschränkt. Dazu kommt noch, dass Facebook die Gruppenbenachrichtigungen einfach ausschaltet, wenn man sie „länger nicht benutzt hat“. Wenn man das nicht merkt, bekommt man auch als Mitglied nichts mehr mit.

Ich bin auch in Gruppen, die ich thematisch interessant finde. Jedoch stört es mich immer wieder, dass ich wegen jedem Posting in den Gruppen eine Benachrichtigung erhalte, obwohl mich eigentlich nur die geplanten Veranstaltungen interessieren. Weil man das aber nicht anpassen kann, schalten auch viele ihre Benachrichtigungen ganz ab. Somit sinkt natürlich auch die Sichtbarkeit von Inhalten in Gruppen.

Abgesehen davon muss man natürlich noch bedenken, dass die Mitglieder in einer Gruppe theoretisch von überall her kommen können. Um über Aktivitäten auf dem Laufenden zu bleiben oder in seiner Umgebung auf Aktivitäten aufmerksam zu machen, bieten sich Gruppen unserer Meinung nach nicht besonders gut an.

Was ist „Studenten, findet euch!“?

Patrick: „Studenten, findet euch!“ ist eine Kampagne von SessionLine, die auch direkt über www.studenten-findet-euch.de erreichbar ist. Ziel der Kampagne ist es, die Studenten an ihren Unis durch private Aktivitäten miteinander zu vernetzen.

Erstellt beispielsweise ein Student der Uni Hamburg eine Session, dann wird diese seiner Uni zugeordnet. Somit kann man immer herausfinden, welche Aktivitäten von den Studenten einer Universität geplant sind und wo man noch mitmachen kann.

Warum fokussiert ihr euch auf Studenten?

Patrick: Studenten sind jung, aktiv, viel unterwegs und grundsätzlich auch offen für neue Kontakte. Außerdem ziehen zum Semesterbeginn viele neue Studenten nach Hamburg, die hier möglichst schnell Anschluss finden wollen. Deswegen haben wir uns auch dazu entschlossen, die erste Kampagne gezielt auf Studenten auszurichten und ihnen damit einen besonderen Mehrwert zu bieten.

Wie muss ich mir die Teilnahme an den Sessions vorstellen? Gibt es Begrenzungen?

Patrick: Wenn man eine Session erstellt, kann man zwischen zwei Teilnahmeoptionen wählen. Man kann eine Anzahl von Personen angeben, die einer Session beitreten können, ohne dafür eine Anfrage stellen zu müssen oder man legt fest, dass jeder Nutzer eine Anfrage schicken muss. Somit hat man als Autor einer Session immer die volle Kontrolle darüber, wer an der Session teilnehmen kann und wer nicht.

Wenn man möchte, dass nur die Teilnehmer einer Session den richtigen Ort der Session sehen können, kann man neben dem Session-Ort auch noch einen öffentlichen Marker auf die Karte setzen. Der kann sich z.B. an der nächsten Bushaltestelle oder größeren Kreuzung befinden. Somit kann man sicherstellen, dass nur die Teilnehmer den richtigen Ort einer Session sehen können.

Momentan seid ihr ja nur als Webseite am Start – habt ihr auch noch eine App geplant?

Patrick: Wir sind gerade dabei eine App für iOS und Android zu entwickeln, die demnächst verfügbar sein wird 🙂

Was ist eure Vision? Was habt ihr noch geplant?

Patrick: Wir wollen mit SessionLine die Anlaufstelle für Aktivitäten werden. Jeder, der etwas unternehmen möchte, soll hier ein breites Angebot an möglichen Aktivitäten vorfinden können, an die man sich alleine oder zusammen mit seinen Freunden anschließen kann. Zukünftig wollen wir SessionLine zusammen mit unseren Nutzern weiter entwickeln. Wir wollen uns anhören, welche Funktionen sie sich wünschen und dann entscheiden, was unsere nächsten Schritte sein werden. Wir haben aber natürlich auch noch neue Funktionen auf dem Plan, die wir zu gegebener Zeit vorstellen und veröffentlichen werden.

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather

Staffelpass von True Blood Season 5 bei iTunes verfügbar

Im Netz gab es bereits zahlreiche Berichte darüber, dass das legale anschauen von US-Serien einfach nicht möglich ist und sich die meisten deshalb notgedrungen die Serien illegal im Netz besorgen. Über dieses Thema hat u.a. der Spiegel mit „Wer nicht verkauft, der wird beklaut“ einen Artikel veröffentlicht. Die schönste Aufbereitung in Bildform hat der Blogger und Karikaturist Matthew Inman mit seinem Comic zur Serie Game of Thrones geschaffen. Bei Game of Thrones sah das ganze noch so aus:

Jetzt, einen Monat später, bin ich mehr durch Zufall im iTunes Store über folgenden Hinweis gestolpert.

True Blood Season 5? Ja genau, die Staffel, die derzeit in Amerika bei HBO angelaufen ist. Als True Blood Fan habe ich mir das natürlich genauer angeschaut. Man kann diese Staffel entweder in Englisch oder in Englisch mit Untertiteln als Staffelpass für den stolzen Preis von 28,99 Euro kaufen. Jede neue Folge steht am Folgetag nach der Erstausstrahlung zum Download bereit. Mit 2,50 Euro pro Folge ist das für deutsche Interessenten ein teures Vergnügen, aber wir haben endlich die Möglichkeit US-Serien zeitnah auf legalem Wege anzuschauen.
Reagiert HBO damit vielleicht auf den Comic von Matthew Inman? Immerhin produziert HBO neben True Blood auch Game of Thrones. Wir sollten im Auge behalten, ob True Blood ein Test vom Sender ist, oder ob das ab sofort bei allen Serien möglich ist.
Mitte des Monats startet bei AMC die 5. Staffel von Breaking Bad. Es wäre natürlich zu schön, wenn auch diese Serie mit einem Staffelpass in Deutschland legal zu kaufen wäre. Ich würde sie nämlich kaufen, genau wie ich es mit True Blood getan habe. Wenn ich durch das Zahlen von 30,- Euro legal meine Lieblingsserien kaufen und somit auf illegale Downloads verzichten kann, dann ist das eine gute Sache. Auch wenn der Preis nicht gerade günstig ist. Wie seht ihr das?

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather