Über Wasser, Viva con Agua und warum Gutes tun auch Spaß machen kann

Am 28. Juni war ich das erste Mal in den Fanräumen des Millerntorstadium, zu einem Projektreise-Abbend von Viva con Agua nach Äthiopien. Wer in Hamburg wohnt, hat meist schon einmal von Viva con Agua gehört. Oder wer regelmäßig Besucher eines Festivals ist. Viva con Agua ist nämlich da, wo sich die Zielgruppe aufhält. Aber fangen wir von vorne an. Ich wollte mich ja intensiver mit Nachhaltigkeit beschäftigen, bin über die Veranstaltung gestolpert und habe sie direkt in meinen Terminkalender eingetragen. Ich kannte Viva con Agua bereits und wusste, da geht es um Wasser.

Für alle, für die das Neuland ist:
Wer oder was ist eigentlich Viva con Aqua?

“Viva con Agua ist ein internationales Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt.”

Und es ist ein Verein. Gemeinsam mit Sankt Pauli wurde im Jahr 2006 der gemeinnützige Verein Viva con Agua de Sankt Pauli durch den ehemaligen St. Pauli Fußballspieler Benjamin Adrion ins Leben gerufen. Die Vision lautet „ALLE FÜR WASSER – WASSER FÜR ALLE“ und gemeinsam mit der Welthungerhilfe werden mit Hilfe von Wasserprojekten der Zugang zu eben diesem ermöglicht.

Neben dem Sammeln von Spenden und der Durchführung der Projekte gibt es – vor allem in Hamburg – auch Trinkwasser in Flaschen zu kaufen.

© Viva con Agua

© Viva con Agua

Wenn ihr euch jetzt fragt, was das Besondere am Mineralwasser von Viva con Agua ist: 60% der Gewinne aus dem Verkauf des Mineralwassers fließen dauerhaft in die Projekte. Durch den Kauf der Flaschen beteiligt man sich somit auch mit einer kleinen Spende am Zugang zu sauberem Trinkwasser. Anfang des Jahres wurde das Portfolio um Toilettenpapier ergänzt. In jedem Budni gibt es jetzt Goldeimer Klopapier für einen guten Zweck.

Für alle, die immer noch keinen Durchblick haben, sollten sich den TED Talk mit Benjamin Adrion anschauen. Alle anderen eigentlich auch.

Was hat es jetzt mit den Wasserprojekten und dem Projektabend auf sich?

Die Wasserprojekte setzen sich neben dem Zugang zu Trinkwasser auch für den Bau von Sanitäranlagen und Hygienemaßnahmen ein. Äthiopien war eines der ersten Schwerpunktländer bei den Wasserprojekten, das erste Projekt wurde bereits 2006 gestartet. Und jedes Jahr gibt es Projektbesuche vor Ort und so eine Reise war auch das Thema des Projektreise-Abend im Millerntorstadion.

Im Rahmen der Reise wurden allerdings nicht nur die Wasserprojekte besucht, sondern auch Konzerte und Musik-Sessions mit äthiopischen Musikern veranstaltet und da der Fußballer Philipp Heerwagen mit dabei war, wurde natürlich auch fleißig gekickt. Und wie Viva con Agua selbst auf der eigenen Seite sagt:

“Es geht vor allem darum, Freunde wiederzusehen, die Fortschritte dank der Wasserprojekte zu erleben, Ideen auszutauschen und ein Land in seiner reichhaltigen Kultur kennenzulernen.”

Genau darum ging es vor allem beim Projektabend. Den Spirit von Äthiopien zu vermitteln. Es gab eine Keynote-Diashow mit Bildern von den Konzerten und den Erlebnissen vor Ort und Musikvideos von Clueso und Max Herre. Am Anfang des abends gab es eine natürlich auch eine kurze Einführung in Äthiopien und die Projekte.

Auch wenn man nicht bis ins kleinste Detail wusste, was jetzt genau in Äthiopien passiert, der Abend hat zumindest mich neugierig gemacht doch mal online auf der Webseite nachzuschauen.

Falls ihr das auch machen möchtet, das geht hier: Wasser-Projekte Viva con Agua

Was macht Viva von Agua so besonders?

Die Dürreproblematik in den meisten Entwicklungsländer ist ein ernstes Thema. Etwas, das man nicht einfach so beim Feierabendbierchen beschnackt. Viva con Agua hat es geschafft, eine junge Zielgruppe für ein Thema zu sensibilisieren und zahlreiche Unterstützer zu finden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich zu beteiligen: Als VcA Supporter in verschiedenen deutschen Städten, durch Pfandspenden auf Festivals, mit Spendenaktionen oder eben durch den Kauf vom Viva con Agua Mineralwasser oder dem Goldeimer Klopapier.

Mit dem St. Pauli im Rücken konnte Viva con Agua natürlich auf ein großes Netzwerk und Kontakten zu Menschen, die sich gerne sozial engagieren, zurückgreifen. Aber vor allem der Fokus auf Kultur und Musik und der Besuch bei den unzähligen Festivals hat bei Viva con Agua dazu geführt, dass viele junge Menschen, denen Nachhaltigkeit und Werte wichtig sind, diese Marke kennen. Auch die Projektreisen u.a. mit Clueso und Max Herre, die sich ein Bild von der Situation vor Ort machen, und deren Engagement über die Reise hinaus. Das zeigt sich aber auch am Projektabend, wo ein Profifußballer von seiner Reise erzählt. Viva con Agua setzt auf Infotainment und macht seine Sache verdammt gut. Viva con Agua de St. Pauli ist ein sympathischer Verein, der nach 10-jährigem Bestehen nicht abgehoben ist. Wenn ich Wasser kaufe, versuche ich nach Möglichkeit Viva con Agua zu nehmen und welches Klopapier ich verwende, ist seit Anfang des Jahres auch klar.

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