Serienmonologe: Geheimtipps

Jeder der mich gut kennt weiß, ich mag Serien. Manchmal bringt mich die eine oder andere Serie dazu, dass ich im Binge-Modus abtauche und Stunden mit Folge für Folge verbringen kann. Ich habe auf diese Weise eine Menge Serien gesehen und meine ToDo-Liste ist noch lang. Da sind aktuelle Serien dabei, aber immer wieder auch mal alte Perlen (The Wire bspw.), die ich erst lange nach Sendeschluss für mich entdecke.

In meinem Freundeskreis tauchen bestimmte Serien immer wieder auf: Game of Thrones, Breaking Bad, Fargo, The Walking Dead, House of Cards … Alles großartige Serien, die ich natürlich auch schaue. Aber in Diskussionen über Serien tauchen eben immer NUR diese ausgewählten Serien auf, über die eben JEDER spricht. Dabei gibt es so viele wundervolle weitere Serien, über die einfach niemand oder nur eine Handvoll Leute reden. Ich finde das schade.

Und deswegen möchte ich euch heute vier Serien vorstellen, die eben NICHT so bekannt sind.

You’re the worst.

In dieser Comedyserie geht es um zwei ziemlich nervige Charaktere, die sich auf einer Hochzeitsfeier kennenlernen, danach im Bett landen und dann irgendwie eine Beziehung starten – obwohl sie das eigentlich gar nicht möchten. Besonders gelungen finde ich das Thema Depression, das vor allem in der zweiten Staffel eine wichtige Rolle spielt. Mehr möchte ich gar nicht spoilern. Ich liebe diese Serie einfach.

Da es sich um eine Comedyserie handelt, dauern die Folgen auch „nur“ maximal 30 Minuten und die Staffel hat zwichen 10-13 Folgen. Die dritte Staffel startet am 31. August, ihr habt also noch genug Zeit vorab die ersten beiden Staffeln zu sehen.

The Americans.

Kelly Russel aka Felicity (eine großartige Serie der 90er) spielt eine KGB-Spionin, die sich mit ihrem Mann – auch Spion – als glückliches, amerikanisches Ehepaar augibt. Zum Start der Serie sind die beiden seit 15 Jahren verheiratet, es gibt auch zwei Kinder. Von einer glücklichen Ehe kann man aber auf gar keinen Fall reden. Dann kommen aber ein paar Gefühle und damit auch Probleme ins Spiel. Er hat sich an das amerikanische Leben schon gewöhnt, ihr könnte das nie passieren. Der neue Nachbar ist beim CIA. Ihre Aufträge sind natürlich Teil der Handlung, aber die Serie dreht sich mehr um das Zwischenmenschliche. Es gibt bereits vier Staffeln und zwei stehen uns noch bevor.

American Crime.

American Crime ist eine Anthologieserie. Das heißt jede Staffel (es gibt aktuell zwei) hat ein anderes Thema. Das übergeordnete Thema ist Gesellschaftskritik in seiner besten Form. Es gibt um Rassismus, Klassengesellschaft und Gender-Politik. Die Serie spielt mit Klischees. Staffel 1 beschäftigt sich mit einem Wohnungseinbruch, bei dem auch ein Mord passiert. Der Verdächtige ist natürlich ein sozial schwachen Verhältnis stammender Latino. Die 2. Staffel spielt in zwei Schulen, einer Eliteschule und einer „normalen“ Highschool. Hier passiert eine Vergewaltung – von einem Schüler.

Sons of Anarchy.

Eine meiner Lieblingsserien, die bereits abgeschlossen ist. Es geht um eine Motorrad-Gang, aber eigentlich sehen wir hier eine moderne Form von Hamlet. Der junge Jax ist mit den Machenschaften von seinem Stiefvater, dem Chef des Motorradclubs (der Throninhalber) nicht immer ganz zufrieden. Obwohl Jax eigentlich austreten und dem Club den Rücken zukehren möchte, bleibt er und verliert sich in einem immer größer werdenen Strudel aus Gewalt, Drogen und Waffen. Man bekommt einen Einblick in ein Milleu, das man als „normaler“ Bürger nicht kennt. Und man sieht wie und warum sich Menschen verändern und zu etwas entwicklen, was sie eigentlich verabscheuen. Die Serie hat insgesamt sieben Staffeln.

Euch viel Spaß beim Anschauen!

P.S. Welche Serien könnt ihr mir noch so empfehlen?

P.P.S. Unter Serienmonologe starte ich eine lose Serie über Serien 😉

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