Von Plastiktüten und der Verantwortung für die Umwelt

Plastiktüten kosten jetzt Geld. Das Ziel: Die Umwelt zu schonen. Eigentlich dachte ich, dass die paar Cent beim Einkauf keinen großen Unterschied machen. Tun sie aber. Bei H&M an der Kasse hat mir die Verkäuferin erzählt, dass im Einkauf seit der Einführung bereits 70 Prozent weniger Tüten geordert werden. Wenn das stimmt, dann ist das bemerkenswert. Und es zeigt, dass es wirklich funktioniert. Brauchen wir Konsumenten so eine „Hürde“, um uns für die Umwelt zu engagieren? Warum haben die meisten Einzelhändler nicht schon früher eine Gebühr erhoben oder eine andere Lösung eingeführt? Für Unternehmen wird das Thema Nachhaltigkeit doch immer wichtiger!? Immer mehr Konsumenten erwarten nachhaltige Produkte und Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Also sollte es eigentlich ganz normal sein, dass sich Unternehmen die eigene Wertschöpfungskette anschauen und überlegen, in welchem Bereich einzelne Punkte optimiert werden können. Was muss also passieren, damit Unternehmen und Privatpersonen Verantwortung für die Umwelt, für andere Menschen, für die Gesellschaft übernehmen?

Ich habe mich in den letzten beiden Jahren etwas intensiver mit den Themen Corporate Social Responsibility, Nachhaltigkeit und Greenwashing auseinandergesetzt. Es ist natürlich kompliziert. Die meisten großen Unternehmen machen inzwischen „was mit CSR“. Und dann gibt es Startups und Firmen, bei denen die Verantwortung die Grundidee für die Firma ist. Ein schönes Beispiel ist der Supermarkt „Original Unverpackt“. Hier gibt es nicht mehr nur keine Plastiktüten für die Einkäufe, sondern auch keine Verpackung für die verschiedenen Lebensmittel. Jetzt kann man natürlich eine Liste mit Unternehmen erstellen, die sich Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben. Aber damit kratzt man ja nur an der Oberfläche. Wie funktioniert CSR in der Praxis? Wo liegen die Unterschiede zwischen einem Lebensmittelkonzern und einer Bank? Welche Abteilungen im Unternehmen sind betroffen? Wer überprüft überhaupt, ob das alles richtig umgesetzt wird? Wer macht was mit welcher Intention und wie gehen Unternehmen kommunikativ mit damit um?

Eine Menge an Fragen. Eine Vielzahl an Themen, die es zu erklären gibt. Grund genug, sich das einmal genauer anzuschauen. Also werde ich mich hinsetzen und anfangen die Themen und Hintergründe zu recherchieren und aufzubereiten. In den nächsten Wochen gibt es hier dann die ersten Beiträge. To be continued.

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