Monitoring und der Mehrwert für den Konsumenten?

AmsterdamWas Social Media Monitoring mit Amsterdam zu tun hat? Es geht eben doch immer um die passenden Daten. Daran musste ich während meines Städtetrips nach Amsterdam denken. Auf der Suche nach dem passenden Restaurant für das Abendessen haben wir tripadvisor verwendet und natürlich Foursquare. Tools mit lokalen Daten helfen weiter, wenn die Tipps vom Lonely Planet nicht wirklich in der direkten Umgebung liegen. Social Media at its best.

Bei unseren Streifzügen durch die Stadt habe ich auch ein paar Street Art Motive gesehen und fotografiert und war ein bisschen enttäuscht, dass ich nicht mehr entdeckt habe. In dem Augenblick dachte ich mir: Jetzt so ein Blogartikel mit Tipps zum Thema wäre schon toll.

Bloß wie findet man so etwas so kurzfristig? Man kann als User hier natürlich nach Blogs zum Thema Street Art in Amsterdam recherchieren. Für Sightseeing Highlights beyond Tourismus wäre in diesem Fall eine weitere Google Recherche erforderlich gewesen. An dieser Stelle habe ich mich gefragt, warum bietet die Stadt Amsterdam hier eigentlich keine Informationen an? Ja, offizielle Informationen gibt es natürlich auf der Webseite. Aber wie sieht es mit UGC aus, Informationen von anderen Touristen, die ihre Erfahrungen weitergegeben?

Ich denke hier beispielsweise an Inhalte, wie es sich im Logistik Newsroom der Deutschen Post gibt. Hier werden alle (freigegebenen) Inhalte zu diesem Themenbereich in deutscher und englischer Sprache aufgeführt.

Logistik Newsroom DHL

Die angezeigten Daten werden ganz klassisch über Social Media Monitoring erfasst. Viele Unternehmen betreiben Social Media Monitoring und verarbeiten die erhobenen Daten in Form von Analysen, bloß hat der Kunde/Konsument in diesem Fall nichts davon. Das ist am Beispiel des Logistik Newsrooms anders.

Auch Mercedes Benz bietet mit dem Social Publish Hub kuratierte Inhalte an. Das Unternehmen geht sogar so weit, dass die Inhalte auf der Plattform nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden können.

Mercedes Benz Social Publish

Mercedes schreibt zu diesem Angebot:

„Die Vernetzung mit bereits veröffentlichten Beiträgen, auf externen Webseiten, in digitalen Magazinen oder mit Kurznachrichten auf Twitter, haben wir bewusst in den Fokus der Plattform gestellt.“

Über die Archivfunktion sind auch ältere Beiträge auffindbar und neben deutschen Beiträgen sind auch englische Inhalte integriert.

Wenn man jetzt noch mal an das Stadtmarketing von Amsterdam denkt und viele Blogartikel – in allen möglichen Sprachen – die über die Stadt berichten und über ihre Erfahrungen schreiben und Tipps und Hilfestellungen geben. Wenn die Stadt so etwas anbieten könnte, wäre ich vielleicht bei 1-2 Blogartikeln zum Thema Street Art fündig geworden und hätte so vielleicht auch einen kleinen Street Art Spaziergang durchführen können.

Natürlich sind das alles Wunschvorstellungen und solche kuratierten Inhalte ersetzen in den meisten Fällen nicht den Reiseführer, aber sie könnten prima als Ergänzung dienen. Die Stadt Hamburg geht hier beispielsweise den umgekehrten Weg und arbeitet mit einer Gruppe an festen Bloggern zusammen, die ihre eigenen Inhalte auf der Webseite zweitveröffentlichen. Auf diese Weise erhält man als Tourist oder einfach nur Hamburg Interessierter einen Blick in die Stadt durch die Brille der Einwohner. Für deutsche Touristen ist das toll, alle anderen stehen vor einer Sprachbarriere.

Wenn man jetzt wieder an die kuratierten Inhalte denkt, würde man durch das Monitoring vielleicht geeignete Inhalte in den verschiedensten Sprachen finden, bräuchte hier aber natürlich Personal, dass die Beiträge versteht, liest und in Bezug auf die Relevanz einschätzt. Und dann ist da natürlich die Frage, ob Blogartikel ausreichen oder ob man hier nicht auch noch die Daten von tripadvisor und Co einbindet?!

Im Bereich Tourismus gibt es tatsächlich bereits eine Seite, die genau so einen Service anbietet. Auf der Seite Travelbook werden in Kooperation mit tripadvisor – neben Inhalten aus der eigenen Plattform – auch Blogartikel zu verschiedenen Städten aufgeführt. So zum Beispiel auch Beiträge zu Amsterdam. Dies geschieht aber derzeit meines Wissens noch nicht durch Social Media Monitoring – eine mögliche Option? Für mich in jedem Fall eine sehr spannende Seite, die ich vor meiner nächsten Reise sicher besuchen werde.

Travelbook

Ob die Stadt Amsterdam oder auch Hamburg zukünftig Social Media Beiträge kuratieren ist Zukunftsmusik. Bei meiner Recherche im Nachhinein bin ich übrigens über die Seite I Amsterdam gestolpert, die wirklich großartig ist. Hier gibt es sehr viele tolle Informationen über die Stadt. Generell ist mir in Holland sowieso die hohe Social Media Präsenz sehr positiv aufgefallen.

Was bleibt, ist die zentrale Fragestellung: Was mache ich mit den Daten, die ich über das Monitoring gewonnen habe? Stelle ich diese Daten intern meinen Mitarbeitern zur Verfügung oder benutze ich sie auch extern und schaffe einen Mehrwert für den Konsumenten? Viel zu oft liegen die Daten einfach ungenutzt im Tool und das ist sehr schade.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie Ihr diesen Punkt seht? Kennt ihr neben der Deutschen Post und Mercedes Benz Unternehmen, die bereits so eine Sammelstelle anbieten? Ich würde solche Angebote sehr gerne noch häufiger sehen.

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