… und was hast du heute vor? Ein Interview mit Patrick von SessionLine

Mein ehemaliger Kollege bei elbkind, Patrick Henke, hat sich mit Freunden zusammen getan und das Aktivitäten-Netzwerk SessionLine gegründet. Ich fand die Idee dahinter schon immer wahnsinnig spannend. Warum? Weil ich ein Umzugskind bin. In den letzten Jahren habe ich sehr oft die Stadt und damit auch den Freundeskreis gewechselt. Jetzt drehen die Jungs richtig los, Zeit also sich SessionLine einmal genauer anzuschauen und vorzustellen. Ich habe Patrick am Donnerstag getroffen und mich mit ihm über SessionLine unterhalten.

Was ist SessionLine?

Patrick: SessionLine ist ein Netzwerk für private Aktivitäten. Jeder Nutzer kann auf der Webseite private Vorhaben als „Sessions“ veröffentlichen und so über den eigenen Freundeskreis hinaus darauf aufmerksam machen. Als SessionLine-Nutzer ist man also Teil einer großen Community, in der gemeinsame Aktivitäten im Mittelpunkt stehen.

Wie nutze ich SessionLine? Wie ist eure Seite aufgebaut?

Patrick: Die zwei Hauptelemente sind die „SessionLine“ und die Karte. Wir nutzen die Karten von Google Maps, die unserer Meinung nach am einfachsten zu verwenden sind. 
In der SessionLine werden alle Sessions aufgelistet, die auch auf der Karte zu sehen sind (und andersrum). Jede der sieben Kategorie hat eine eigene Farbe und ein eigenes Symbol, wodurch sie leicht voneinander zu unterscheiden sind. 
Um unsere Seite nutzen zu können, muss man nicht eingeloggt sein. Die SessionLine kann direkt nach Kategorien und Stichworten gefiltert werden. Wenn man eingeloggt ist, kommt auf der rechten Seite noch ein Live-Stream und der Chat hinzu. 
Unter „Meine Session“ findet man eine Übersicht über alle Sessions, mit denen man in Verbindung steht (Als Autor, Teilnehmer, Beobachter oder Anfragender).

Warum macht ihr das?

Patrick: Wir sind der Meinung, dass wir mit den Menschen in unserer Umgebung viel besser vernetzt sein sollten. Wenn man z.B. in einer Stadt gezielt neue Kontakte knüpfen möchten, dann ist das in der Regel eine wahre Herausforderung. Wo finde ich Leute, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin und die auch noch die gleichen Interessen haben? Und wie komme ich mit diesen Leuten am besten in Kontakt? SessionLine ist unsere Antwort auf diese Fragen.

Jeder von uns möchte tolle Sachen erleben und seine Freizeit abwechslungsreich und passend zu seinen Interessen gestalten. Genau das wollen wir unterstützen! Manchmal ist in dem eigenen Freundeskreis auch mal nichts los oder man sitzt mit seinen Freunden zusammen und überlegt, was man am besten unternehmen könnte.

SessionLine soll als „Veranstaltungskalender für private Aktivitäten“ ein Ort sein, an dem man zum einen einfach und schnell herausfinden kann, was die Leute in der Umgebung unternehmen und zum anderen auch ganz leicht auf eigene Vorhaben aufmerksam machen kann.

Unser Ziel ist es, eine vorher nicht dagewesene Vielfalt an Unternehmungsmöglichkeiten auf einer Webseite für jeden Nutzer übersichtlich zusammenzufassen.

Was ist der Unterschied zu New-in-town, niriu & Co? Was ist der Mehrwert für den Nutzer?

Patrick: Im Gegensatz zu New-in-Town ist unserer Angebot komplett kostenlos. Sowohl das Veröffentlichen von Aktivitäten als auch das Teilnehmen an Sessions ist bei uns uneingeschränkt möglich. Auch beim Aufbau der Seite gibt es große Unterschiede. Uns ist vor allem wichtig, dass unsere Webseite übersichtlich, selbsterklärend und einfach zu verwenden ist. Wie oben schon erwähnt,findet man bei uns alle Aktivitäten sowohl in der „SessionLine“ als auch auf der Karte. Die wichtigsten Bereiche sind immer nur einen Klick entfernt.

Niriu hat seinen Fokus auf die Nachbarschaft gelegt. Hier geht es vor allem darum, die Nachbarn miteinander zu vernetzen. Wenn man also seine Nachbarn kennenlernen möchte, dann ist man hier richtig. Ähnlich wie bei New-in-town richtet sich das Angebot in erster Linie aber auch nur an eine bestimmte Nutzergruppe.

Angebote aus dem Bereich „People Discovery“ (wie z.B. Highlight oder Gauss) stellen dagegen die Nutzer in den Mittelpunkt, wodurch auch der Eindruck einer Datingbörse entstehen kann. Erst muss man Profile nach Gemeinsamkeiten durchsuchen und dann einen geeigneten Grund für die Kontaktaufnahme finden.

Was machen wir anders?

Wir vergleichen SessionLine immer wieder gerne mit Twitter. Warum? Twitter ist übersichtlich aufgebaut, konzentriert sich nur auf das Wesentliche und kann für alles mögliche verwendet werden – das finden wir super! Twitter schreibt über sich:

„Twitter ist ein Echtzeit-Informationsnetzwerk, das Dich mit den neuesten Geschichten, Ideen, Meinungen und Nachrichten über das verbindet, was Du interessant findest.(…)“ (Quelle)

Twitter bietet also einfach nur eine Plattform an, die jeder so nutzen kann, wie sie für ihn am meisten Sinn macht. Genau das wollen wir mit SessionLine auch machen und deswegen haben wir unser Angebot auch so aufgebaut, dass es jeder ganz individuell für sich nutzen kann.

Für wen bietet ihr das an? Wer ist eure Zielgruppe?

Patrick: Unsere Zielgruppe sind Personen, die ihre Freizeit abwechslungsreich gestalten und keine interessanten Aktivitäten mehr verpassen wollen. Unser Angebot richtet sich sowohl an Zugezogene als auch an Ansässige. Einfach an jeden, der etwas unternehmen möchte.

Bei Facebook gibt es zahlreiche Gruppen, in denen man sich mit anderen verabreden kann. Was sagst du dazu?

Patrick: Das geht schon, nur ist die Reichweite einer Gruppe schon allein durch ihre Mitglieder beschränkt. Dazu kommt noch, dass Facebook die Gruppenbenachrichtigungen einfach ausschaltet, wenn man sie „länger nicht benutzt hat“. Wenn man das nicht merkt, bekommt man auch als Mitglied nichts mehr mit.

Ich bin auch in Gruppen, die ich thematisch interessant finde. Jedoch stört es mich immer wieder, dass ich wegen jedem Posting in den Gruppen eine Benachrichtigung erhalte, obwohl mich eigentlich nur die geplanten Veranstaltungen interessieren. Weil man das aber nicht anpassen kann, schalten auch viele ihre Benachrichtigungen ganz ab. Somit sinkt natürlich auch die Sichtbarkeit von Inhalten in Gruppen.

Abgesehen davon muss man natürlich noch bedenken, dass die Mitglieder in einer Gruppe theoretisch von überall her kommen können. Um über Aktivitäten auf dem Laufenden zu bleiben oder in seiner Umgebung auf Aktivitäten aufmerksam zu machen, bieten sich Gruppen unserer Meinung nach nicht besonders gut an.

Was ist „Studenten, findet euch!“?

Patrick: „Studenten, findet euch!“ ist eine Kampagne von SessionLine, die auch direkt über www.studenten-findet-euch.de erreichbar ist. Ziel der Kampagne ist es, die Studenten an ihren Unis durch private Aktivitäten miteinander zu vernetzen.

Erstellt beispielsweise ein Student der Uni Hamburg eine Session, dann wird diese seiner Uni zugeordnet. Somit kann man immer herausfinden, welche Aktivitäten von den Studenten einer Universität geplant sind und wo man noch mitmachen kann.

Warum fokussiert ihr euch auf Studenten?

Patrick: Studenten sind jung, aktiv, viel unterwegs und grundsätzlich auch offen für neue Kontakte. Außerdem ziehen zum Semesterbeginn viele neue Studenten nach Hamburg, die hier möglichst schnell Anschluss finden wollen. Deswegen haben wir uns auch dazu entschlossen, die erste Kampagne gezielt auf Studenten auszurichten und ihnen damit einen besonderen Mehrwert zu bieten.

Wie muss ich mir die Teilnahme an den Sessions vorstellen? Gibt es Begrenzungen?

Patrick: Wenn man eine Session erstellt, kann man zwischen zwei Teilnahmeoptionen wählen. Man kann eine Anzahl von Personen angeben, die einer Session beitreten können, ohne dafür eine Anfrage stellen zu müssen oder man legt fest, dass jeder Nutzer eine Anfrage schicken muss. Somit hat man als Autor einer Session immer die volle Kontrolle darüber, wer an der Session teilnehmen kann und wer nicht.

Wenn man möchte, dass nur die Teilnehmer einer Session den richtigen Ort der Session sehen können, kann man neben dem Session-Ort auch noch einen öffentlichen Marker auf die Karte setzen. Der kann sich z.B. an der nächsten Bushaltestelle oder größeren Kreuzung befinden. Somit kann man sicherstellen, dass nur die Teilnehmer den richtigen Ort einer Session sehen können.

Momentan seid ihr ja nur als Webseite am Start – habt ihr auch noch eine App geplant?

Patrick: Wir sind gerade dabei eine App für iOS und Android zu entwickeln, die demnächst verfügbar sein wird 🙂

Was ist eure Vision? Was habt ihr noch geplant?

Patrick: Wir wollen mit SessionLine die Anlaufstelle für Aktivitäten werden. Jeder, der etwas unternehmen möchte, soll hier ein breites Angebot an möglichen Aktivitäten vorfinden können, an die man sich alleine oder zusammen mit seinen Freunden anschließen kann. Zukünftig wollen wir SessionLine zusammen mit unseren Nutzern weiter entwickeln. Wir wollen uns anhören, welche Funktionen sie sich wünschen und dann entscheiden, was unsere nächsten Schritte sein werden. Wir haben aber natürlich auch noch neue Funktionen auf dem Plan, die wir zu gegebener Zeit vorstellen und veröffentlichen werden.

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