Die ARD nutzt den ESC als Social TV Event und keiner bekommt es mit

… bzw. nur ein geringer Teil der deutschen Zuschauer. Ich habe gestern – mehr durch Zufall – auf der offiziellen Seite vom Eurovision Songcontest folgenden Hinweis entdeckt.

Diskutieren Sie mit!Hinweis zum Livestream

Im Livestream haben Sie während der Sendung die Möglichkeit, mit anderen ESC-Fans zu diskutieren. Teilen Sie Ihre Kommentare mit uns: per Facebook, Twitter – Ihre Tweets laufen auch im ARD Teletext auf der Seite 777 auf, wenn sie mit dem hashtag „ardesc“ versehen sind – oder direkt auf unserer Seite.

In der Presse gab es dazu keine Berichterstattung. Warum eigentlich? Das ist doch eine tolle Aktion. Wer den Hashtag #esc gestern Abend verfolgt hat, hat sicher den einen oder anderen Tweet zu #ardesc entdeckt und geschaut, was das eigentlich ist. Insgesamt waren in meiner Timeline jedoch deutlich mehr Tweets mit dem Hashtag #esc als #ardesc.Im Nachhinein habe ich mir die Seite des Eurovision Song Contest noch einmal genauer angeschaut und auch – ganz versteckt – rechts unten Twitter & Facebook Buttons mit den Links zu den offiziellen Kanälen entdeckt. Wenn ich das VORHER gewusst hätte, hätten wir in einem Artikel auf diese Aktion hinweisen können. Statt dessen berichtet Lead Digital, dass die User via Couchfunk den #ESC mitverfolgen können. In Sachen Pressearbeit ist das für die ARD eine glatte sechs.

Da ich es gestern Abend irgendwann erfahren habe, habe ich natürlich die Tweets im Teletext eingeblendet und auch den #ardesc Hashtag mit verwendet. Den Livestream habe ich mir natürlich auch angeschaut. Wie auch bei der #Rundshow wird hier Soviet – steht für Social Video Event Toolkit – eingesetzt. Auch hier sind immer nur maximal drei Tweets & Kommentare sichtbar. Das ist bei der Flut an Social Media Kommunikation ein Witz. Nachdem ich heute einmal auf Verdacht auf den Kommentarbereich geklickt habe, wurde der auf einmal groß und der Livestream war nur noch im kleinen Fenster sichtbar. Kann man auf so etwas nicht hinweisen? Woher hätte ich das wissen sollen, wenn darauf nirgends hingewiesen wird. Gerade weil mir der Social Media Bereich zu klein war und ich die Sendung ja auf dem Fernseher verfolgt habe, hatte ich mir das gestern nur kurz angeschaut und bin dann wieder zur Couchfunk App gewechselt.

Livestream mit großen Bildschirm

Screenshot mit großem Social Bereich

Auf dem Bakublog – quasi das Social Media Pendant zum ESC vom Spiegel – gab es auch eine Liveberichterstattung. Warum verbindet man so etwas nicht. Warum wird hier nicht zusammen gearbeitet. Jeder kocht hier immer sein eigenes Süppchen. Ich finde das schade.

Livekommentare vom Bakublog

Den größten Clou habe ich dann nach der Recherche zu Presseartikeln entdeckt. Teletwitter gab es auch schon letztes Jahr. Bei Twittersmash habe ich einen Artikel vom letzen Jahr gefunden, der darüber berichtet. Also bitte lieber NDR, wenn Ihr demnächst wieder so ein Event plant, dann weist doch bitte frühzeitig darauf hin. Der SWR hat es doch jetzt in Sachen Tatort+ sehr gut vorgemacht und auch der BR hat für den Start der Rundshow für ordentlich Aufmerksamkeit gesorgt. Ich bin gespannt auf die nächsten Social TV Events und wünsche Euch jetzt noch schöne Pfingsten!

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